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Typisierungsaktion in Medebach Es fing mit einem harmlosen Bluttest an. Florian Hellwig aus Deifeld hatte sich schon eine Weile mit Infekten herumgeschlagen. Blass und müde fuhr er schließlich zum Arzt und ließ sich Blut abnehmen. Plötzlich ging alles ganz schnell. Anruf vom Arzt: Sofort ins Krankenhaus! Am nächsten Morgen bekommt er die Diagnose Akute Leukämie, sechs Stunden später beginnt die Chemotherapie. Von einem Moment zum nächsten ändert sich das gesamte Leben des 36-jährigen Landwirts, seiner Frau und seinen drei Kindern. Der sonst so lebensfrohe und engagierte Mann, der Hauptmann der Schützenbruderschaft Deifeld ist, Torwart des SV Deifeld, ehrenamtlicher Feuermann und so vieles mehr, kämpft plötzlich gegen den Tod. Wenige Tage nach der Diagnose bittet er seine Freunde, eine Typisierungsaktion zu organisieren. Zu diesem Zeitpunkt weiß er noch nicht, dass er auch tatsächlich auf eine Stammzellspende angewiesen sein wird. Doch jetzt ist klar: der genetische Zwilling muss dringend gefunden werden! Deshalb gibt es am 26. Januar von 13 bis 17 Uhr in der Schützenhalle Medebach die Möglichkeit, sich bei der DKMS typisieren zu lassen. Mitmachen kann jeder im Alter von 17 bis 55 Jahren. Es wird ein Wangenabstrich mit einem Wattestäbchen genommen, und das war´s auch schon. Tut nicht weh - kann aber der erste Schritt zur Rettung eines Menschenlebens sein! Auch wer schon typisiert ist, kann gern vorbeikommen und ein Stück Kuchen essen oder etwas trinken, denn alles, was verzehrt wird, kommt direkt der Finanzierung der Aktion zugute! Auch Spendengelder werden benötigt, denn jede Typisierung verursacht Kosten in Höhe von 35 Euro. Übrigens: Wer noch seinen Weihnachtsbaum loswerden will, bekommt an dem Tag auch die Chance dazu. Von 10 bis 17 Uhr nimmt die Aktionsgruppe "Landwirte in und um Medebach" bei der Schützenhalle die Bäume entgegen und zahlt pro Baum 10 Euro Spende an die DKMS. Weitere Informationen bietet die Internetseite:
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Metergenaue Ortung von 112-Handyanrufen im Notfall Hochsauerlandkreis. Wenn im Notfall nicht der genaue Einsatzort benannt werden kann, dann kann nur noch die Ortung des Mobiltelefons helfen. "Dies ist überdurchschnittlich oft bei ortsunkundigen Urlaubsgästen im Hochsauerlandkreis der Fall", so Leitstellenleiter Michael Schlüter. Im flächengrößten Landkreis Nordrhein-Westfalens, dem Hochsauerlandkreis, sind dies keine Einzelfälle. Mit Hilfe der "Advanced Mobile Location", kurz "AML", ist es den Leitstellen nun unmittelbar während des Notrufdialogs möglich, im Falle fehlender oder unzureichender Ortsangaben, Mobilfunkteilnehmer metergenau zu lokalisieren. "Es ist uns bei Unfällen auf den Autobahnen im Kreisgebiet möglich, sofort die Fahrtrichtung eines vielleicht verunfallten Fahrzeugs durch die neue Technik zu ermitteln", erklärt Einsatzbearbeiter Olaf Kraft in der Mescheder Leitstelle. Wichtig sei vor allem, dass die Anrufer die aktuellsten Updates ihrer Betriebssysteme auf dem Mobiltelefon installiert haben. Nachdem es noch bis vor einigen Jahren stets unabdingbar war, den genauen Aufenthaltsort von verletzten Personen möglichst detailliert über den Anrufer zu erfragen, folgten im Laufe der Zeit verschiedenste Hilfsmittel, um die Rettungskette in Bezug auf die Ermittlung des Einsatzortes zu verkürzen und den Hilfeersuchenden schnellstmöglich den Rettungsdienst oder die Feuerwehr zur Hilfe zukommen zu lassen. Und so funktioniert AML: Mit Absetzen eines Notrufs auf die 112 wird unmittelbar und für den Anrufer völlig kostenneutral, ein Datenpaket mit den Standortdaten zu zwei verschiedenen Servern im Bundesgebiet geschickt. Die Leitstelle der Feuerwehr Berlin und die Integrierte Leitstelle der Feuerwehr Freiburg betreiben diese Server. Die Leitstelle des Hochsauerlandkreises in Meschede greift im Bedarfsfall die übertragenen Standortdaten über die Kollegen in Berlin und Freiburg ab. Die Ortung funktioniert aus Datenschutzgründen tatsächlich nur nachdem der Notruf 112 gewählt wurde. Ebenso stehen die dann ermittelten Standortdaten, die zum Zeitpunkt des Notrufs erfasst wurden, auch für nur 60 Minuten den Leitstellen zur Einsatzbearbeitung zur Verfügung. Danach werden die Standortdaten auf den Servern wieder gelöscht. Bei sogenannten Dual-Sim-Handys oder ausländischen Mobilkarten kann es derzeit noch zu Übertragungsproblemen kommen.
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