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Tankstellenräuber in Haft - Überfallserie geklärt Polizei Helmstedt schnappt Serientäter

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(ots) - HELMSTEDT

Nach monatelanger akribischer Arbeit ist der Helmstedter Polizei ein Schlag gegen eine Helmstedter Gruppe von Serientätern gelungen. Die Beamten durchsuchten am Donnerstagmorgen zeitgleich mehrere Wohnungen von mehreren Verdächtigen im Helmstedter Stadtgebiet. Die Ermittler fanden zahlreiches Raubgut und Tatwerkzeug sowie weiteres Beweismaterial, welches den Verdächtiger und den einzelnen Taten zugeordnet werden konnte. Acht Personen (im Alter 18 bis 25 Jahren) konnten festgenommen werden, wo von drei mit Haftbefehlen aus Bayern dem Haftrichter vorgeführt wurden. Fünf weitere Personen wurden nach ersten polizeilichen Vernehmungen wieder entlassen. Hierbei räumte einer der Beschuldigten ein, dass er aufgrund von Spielsucht hoch verschuldet sei und dringend Geld brauchte, um seiner Sucht nachgehen zu können. Er hatte die Taten geplant, vorbereitet und in wechselseitigen Beteiligungen durchführt.

Die Gruppe hatte von Mai 2015 bis 07. August 2015 insgesamt 17 Überfälle auf Tankstellen, Raststättten und Getränkemärkte unter anderem in Helmstedt, Querenhorst, Königslutter-Ochsendorf, Schöppenstedt im Nahbereich Sachsen-Anhalt und Memmingen (Bayern) verübt. Langwierige Ermittlungen in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft führten nun dazu, dass die Staatsanwaltschaft Durchsuchungs¬beschlüsse für die Wohnobjekte der Verdächtigen beim Amtsgericht bewirken konnte. Bei der Aktion leisteten die Verdächtigen keinen Widerstand. Erwähnenswert hierbei ist, dass es sich bei den Taten keinesfalls um sogenannte Kavaliersdelikte, sondern um Verbrechenstatbestände mit einer Strafandrohung von mindestens 5 Jahren Freiheitsstrafe handelt, bei der auch der oder die Mittäter, Anstifter oder Beihelfer von der Strafandrohung erfasst sind. Bei den Taten bedrohten die Täter ihre Opfer mit Waffen und erpressten so von ihren geschockten Opfern die Beute. Die Überfallenen leiden noch bis heute unter den Folgen der Taten. Ängste, Schlaflosigkeit, Albträume und monatelange Arbeitsunfähigkeit sind nur einige der Folgen. Oft gehen Beziehungen in die Brüche.

"Bei den Ermittlungen sind die Kolleginnen und Kollegen bis an die Belastungsgrenzen und zum Teil auch darüber hinaus gegangen," weiß Gerhard Radeck, Leiter des Polizeikommissariats Helmstedt zu berichten. "Es war uns wichtig, dass die Bevölkerung wieder ruhig schlafen kann."

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Veröffentlicht
14. August 2015, 10:43
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