Sag uns, was los ist:

  • 0Likes
  • 0Shares

St. Franziskus-Hospital unterstützt Patienten palliativ

whatsapp shareWhatsApp

St. Franziskus-Hospital unterstützt Patienten palliativ

Kunsttherapie als Balsam für die Seele

Im Rahmen der geriatrischen Versorgung hat das St. Franziskus-Hospital die Palliativmedizin als neues Angebot eingerichtet. Einem aktuellen Bericht der Bertelsmann-Stiftung zufolge hat bundesweit nur jeder Dritte unheilbar erkrankte Patient Zugang zu palliativmedizinischen Versorgungsleistungen. In Reaktion auf diese Situation verabschiedete der Deutsche Bundestag ein Gesetz zum flächendeckenden Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung. Mit Dr. Ralf Jelkmann und Dr. Benjamin Fischbein stehen Patienten, die an einer nicht-heilbaren, fortgeschrittenen Erkrankung leiden, zwei kompetente Palliativmediziner zur Seite.

Neben dem breiten Therapieangebot aus Physio- und Ergotherapie, Logopädie, Psychologie und Seelsorge wird die neu eingerichtete palliativmedizinische Versorgung im Winterberger Krankenhaus durch gezielte Kunsttherapie unterstützt.

Dafür kommt auf Wunsch die Kunsttherapeutin B.A. Romana Vogt zu den Patienten. "Kunsttherapie hat sich in Deutschland in den vergangenen Jahren als wertvolles Komplementärverfahren in der Palliativmedizin etabliert", weiß Dr. Ralf Jelkmann, Chefarzt der Geriatrie im Winterberger Krankenhaus. "Sie kann eine Brücke zur Kommunikation sein." So diene die Kunsttherapie der Stärkung, Entspannung und zur Freude am Experimentieren mit Farben und Formen. Aber mehr noch biete das kunsttherapeutische Angebot die Möglichkeit, über diesen Weg Zugang zu den schwerfassbaren und manchmal unaussprechlichen Themen zu finden und diese so besser besprechbar werden zu lassen. "Das geschieht beim Malen auf ganz eigene und vor allem auf behutsame Weise", erläutert Romana Vogt, Kunsttherapeutin im St. Franziskus-Hospital. Dabei werde der Verlauf vom Malenden selbst bestimmt. Mit der eigenen Endlichkeit konfrontiert, hilft die Therapie Ängste abzubauen, Wut, Ohnmacht und Trauer auszuhalten und sich mit Rückschlägen, Schmerzen und Depressionen auseinanderzusetzen. "Gefühle in Bildern oder Musik auszudrücken, kann dazu beitragen, schwierige Situationen zu bewältigen und Lebensqualität zu erfahren", sind sich Romana Vogt und Dr. Ralf Jelkmann sicher.

Ort
Veröffentlicht
12. Juli 2019, 04:55
Autor
whatsapp shareWhatsApp

KOMMENTARE

Melde dich an, um dich zu beteiligen. Du hast noch kein Konto? Registriere dich jetzt!