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Jahreshauptversammlung beim Löschzug Winterberg

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Jahreshauptversammlung beim Löschzug Winterberg

Feuerwehrhaus renoviert und zwei neue Fahrzeuge in Dienst gestellt

Der Löschzug der Kernstadt Winterberg konnte am vergangenen Samstag (04.01.2020) seine diesjährige Jahreshauptversammlung in den komplett neu gestalteten Schulungsräumen des Winterberger Feuerwehrhauses abhalten.

Löschzugführer Tim Braun konnte hierzu Bürgermeister Werner Eickler, den Leiter der Feuerwehr der Stadt Winterberg Wolfgang Padberg sowie seinen Stellvertreter Klaus Greve und die Kameradinnen und Kameraden der Einsatz- und der Ehrenabteilung recht herzlich begrüßen. Auch die Ratsmitglieder Gisela Quick, Bernhard Selbach, Johannes Brieden, Jörg Hampel sowie Sven Lukas Deimel folgten gern der Einladung der Löschzugführung.

Bürgermeister Werner Eickler überbrachte den Anwesenden zunächst die herzlichsten Grüße von Rat und Verwaltung und wünschte ihnen für das neue Jahr möglichst wenig Einsätze und dass sie aus diesen immer wohlbehalten zu ihren Familien zurückkehren mögen.

Eickler bedanke sich insbesondere für den enormen Einsatz der Kameradinnen und Kameraden bei der Komplettrenovierung des Winterberger Feuerwehrhauses im letzten Jahr. So seien die Räumlichkeiten mit den von der Stadt Winterberg bereitgestellten, finanziellen Mitteln auf den neuesten technischen Stand umgebaut worden. Das Ergebnis sei ein "Quantensprung" zum alten Gerätehaus. Neben der Renovierung der Außenfassade wurde u.a. eine Dachgaube auf das Hauptgebäude aufgesetzt. Im Dachgeschoss befinden sich jetzt die Büroräume der Wehrleitung, der Löschzugführung sowie die der Gerätewarte. Im Geschoss darunter sind nun zwei neue, hochmoderne Schulungsräume entstanden, die mittels einer verschiebbaren Trennwand auch zu einem großen Konferenzsaal zusammengefasst werden können und die mit moderner Medientechnik ausgestattet wurden. Im Erdgeschoss entstand eine neue Feuerwehreinsatzzentrale, die zur Vereinfachung der Zusammenarbeit bei großen Unwettereinsätzen künftig datentechnisch auch direkt an die Kreisleitstelle in Meschede angebunden sein wird. Ebenso wurden komplett neue, nach Geschlechtern getrennte, Einsatzumkleiden mit modernen Dusch- und Waschräumen errichtet. Auch die Fahrzeughallen und die Waschhalle wurden modernisiert. Neben einem Innenanstrich wurden u.a. alle neun Hallentore gegen verglaste, elektrisch angetrieben Rolltore ausgetauscht. Im Kellergeschoss hat der Löschzug Winterberg seinen Kameradschaftsraum komplett entkernt, deutlich vergrößert und mit modernen baulichen und lichttechnischen Elementen von Grunde auf neu errichtet.

Im vergangenen Jahr konnte Bürgermeister Werner Eickler auch gleich zwei neue, hochmoderne Einsatzfahrzeuge an den Kernstadtlöschzug übergeben. Zum einen wurde ein neues Löschgruppenfahrzeug LF20 beschafft, das ein älteres Fahrzeug aus den 90er Jahren ersetzt und das u.a. aufgrund seines großen Löschwassertanks nun bei Brandeinsätzen als Erstangriffsfahrzeug eingesetzt wird. Daneben konnte die Stadt, zusammen mit der Sportzentrum Winterberg Hochsauerland GmbH als Betreiber der Bobbahn, die Ersatzbeschaffung eines Gerätewagen-Messtechnik durchführen. Dieses Fahrzeug ist neben Allradantrieb mit zahlreicher Messtechnik und speziellen Schutzanzügen für Einsätze mit Gefahrstoffen ausgestattet und kommt bei Bedarf z.B. auch in den Nachbarstädten zum Einsatz.

Der stellvertretende Löschzugführer Jens Quick stellte anhand einer anschaulichen Bildschirmpräsentation die Einsatzstatistik 2019 vor. So wurden die Wehrfrauen und Wehrmänner allein in der Kernstadt zu 172 Einsätzen gerufen. Auffällig war, dass es im vergangen Jahr an 34 Tagen dazu kam, dass die Feuerwehr gleich zweimal an einem Tag alarmiert wurde und an 4 Tagen gab es jeweils sogar 3 Einsätze. Insgesamt 45-mal mussten im Berichtsjahr besondere Objekte mit einer auf die Leitstelle aufgeschalteten Brandmeldeanlage angefahren werden, häufig leider auch wegen unsachgemäßer Alarmierungen. In diesem Zusammenhang bittet die Feuerwehr deshalb auch nochmals die Objektbetreiber darum, ihre Brandmeldeanlagen stets ordnungsgemäß warten und überprüfen zu lassen, um so ggf. nicht erforderliche Einsätze für die ehrenamtliche Feuerwehr zu vermeiden. Als einer der lang andauerndsten Einsätze wird wohl ein LKW-Unfall auf der B 236 in die Geschichte des Löschzuges eingehen. Über 15 Stunden am Stück waren die Helfer hier im Einsatz. Nachdem der Fahrer des LKW von der Feuerwehr aus seinem Fahrerhaus befreit wurde, musste der vollbeladene 40 Tonnen Sattelschlepper, der direkt an einer mehrere hundert Meter hinabgehende Böschung, quasi zwischen ein paar Bäumen "am seidenen Faden" hing, mit schwerstem Räumgerät geborgen werden. Ebenso wurde aus den Fachbereichen Atemschutz, Funk, Fahrzeug- und Gerätetechnik, Öffentlichkeitsarbeit, ABC-Gefahrenabwehr, Brandschutzerziehung und -aufklärung, Arbeitssicherheit und psychosozialer Unterstützung berichtet. Als weitere Besonderheiten im Jahr 2019 wurden die Umstellung von der analogen auf die digitale Alarmierung in gesamten Stadtgebiet, die Durchführung eines Tags der offenen Tür, das alljährliche Kartoffelbraten, die Teilnahme am Leistungsnachweis auf Kreisebene, ein Übungswochenende am Institut der Feuerwehr in Münster sowie insgesamt 8 Brandmeistersitzungen, in denen die Führungskräfte der Feuerwehr Winterberg regelmäßig über Organisationsangelegenheiten beraten, genannt.

Die Jugendfeuerwehr hatte im letzten Jahr insgesamt 30 Dienstabende. Neben feuerwehtechnischem Übungsdienst bestanden diese zu einem Großteil auch aus allgemeiner Jugendarbeit. Derzeit gehören der Jugendfeuerwehr nur noch 11 Jugendliche an. Auch Bürgermeister Werner Eickler würde es sich sehr wünschen, wenn sich weitere junge Leute finden würden, die sich für die Arbeit in der Freiwilligen Feuerwehr interessieren. Neben der interessanten Technik, wird es bei Spiel und Spaß nie langweilig. Die Treffen finden immer montags um 18 Uhr am Feuerwehrhaus statt.

Die Ehrenabteilung des Löschzuges Winterberg bestand zu Jahresende aus 12 Kameraden. Die Männer unterstützten die Feuerwehr auch im letzten Jahr wieder bei vielen Veranstaltung und unternahmen eine Tagesfahrt nach Kassel. Am Abend der Jahreshauptversammlung konnte die Ehrenabteilung Winfried Schaupp, der nach insgesamt 47 Jahren aus dem aktiven Feuerwehrdienst ausschied und Peter Dünnebacke, nach 39 Jahren, in ihre Reihen aufnehmen.

Nach den Berichten aus den Abteilungen hatte Wolfgang Padberg als Leiter der Feuerwehr die Gelegenheit, sich bei den Kameradinnen und Kameraden für die ehrenamtlich geleistete Arbeit zu bedanken. Er stellte die Wichtigkeit der Feuerwehr in Winterberg heraus, weil durch sie nicht nur die knapp 13.000 Einwohner, sondern jährlich auch weit über eine Millionen Urlaubsgäste, geschützt würden, was für die Feuerwehr ein besonderes und großes Gefahrenpotential bedeute. Padberg stellte zudem zwei besondere, im vergangene getätigte Neuanschaffungen heraus. Zum einen wurde jedes Löschfahrzeug im Stadtgebiet mit sogenannten Systemtrennern ausgestattet, die das Zurücklaufen von Löschwasser, z.B. aus Fahrzeugtanks, in das Trinkwassernetz sicher verhindern. Allein in diese Maßnahme investierte die Stadt rund 17.000 €. Des Weiteren macht die fortschreitende Digitalisierung auch vor der Feuerwehr nicht halt. Aus diesem Grunde wurde für jede Einheit im Stadtgebiet ein Tablet-PC angeschafft, auf dem künftig z.B. digital auf Objekt- oder Hydrantenpläne zurückgegriffen werden kann.

Nach seinen Grußworten konnte der Wehrleiter folgende Kameraden befördern.

Pascal Schümer wurde zum Feuerwehrmannanwärter ernannt. Jan Schwerdtfeger und Daniel Stöber konnten von Feuerwehrmännern zu Oberfeuerwehrmännern befördert werden. Nach erfolgreichem Besuchs des Gruppenführerlehrgangs am Institut der Feuerwehr in Münster konnten die Unterbrandmeister Mario Braun und Steffen Labs beide zu Brandmeistern befördert werden. Jan Kegler wurde Oberbrandmeister. Patrick Wahle konnte zum einen nach erfolgreich abgelegter Zugführerprüfung am Institut der Feuerwehr des Landes Nordrhein-Westfalen zum Brandinspektor befördert werden und zudem, nachdem er die Funktion bereits seit einem Jahr kommissarisch wahrgenommen hatte, auch zum stellvertretenden Löschzugführer des Löschzuges Winterberg bestellt werden.

Im Anschluss an die Sitzung lud Löschzugführer Braun die Anwesenden noch zu einem gemeinsamen Imbiss in den neuen Kameradschaftsraum des Feuerwehrhauses ein.

Ort
Veröffentlicht
24. Januar 2020, 05:35
Autor
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