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(ots) Beamte der Verfügungseinheit der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland führten in dieser Woche Verkehrskontrollen durch und erwischten dabei erneut drei Fahrzeuge, die manipuliert bzw. verändert wurden, was das Erlöschen der Betriebserlaubnis zur Folge hatte. In der am Montagnachmittag im Stadtgebiet Wilhelmshaven stattgefundenen Kontrolle hatte ein 36-jähriger einen Pkw VW geführt, bei dem die Rad-Reifen-Kombination nicht eingetragen war. "Durch das Anbringen anderer Reifen und Felgen, als die eingetragenen und geprüften Rad-Reifen-Kombinationen, ändert sich unter anderem das Drehverhalten der Tachowelle" erklärt Tim Bachem, Leiter der Verfügungseinheit der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland und warnt vor den damit im Zusammenhang stehenden Gefahren: Hierbei kann es nicht nur zu abweichend angezeigten Geschwindigkeiten kommen, sondern diese Veränderung hat ebenso einen erheblichen Einfluss auf die Assistenzsysteme im Fahrzeug, wie zum Beispiel ABS und ESP. "Wirken diese Systeme nicht mehr einwandfrei, kann es zu schweren Fahrfehlern und daraus resultierenden Verkehrsunfällen kommen. Durch diese Arten der Veränderungen wird die Verkehrssicherheit gefährdet!" Ein anderer in die Kontrolle geratener Fahrzeugführer hatte an seinem PKW BMW die hinteren Rückleuchten durch eine von außen angebrachte Folie getönt, wodurch die Leuchtkraft erheblich beeinträchtigt wird. "Durch diese Veränderung können andere Verkehrsteilnehmer die eigentlichen Signale nicht mehr ordnungsgemäß wahrnehmen" warnt Bachem und ergänzt, dass im schlimmsten Fall ein Bremsvorgang von dem vorrausfahrenden Fahrzeug nur schlecht oder gar nicht bemerkt werden kann. Bei dem dritten Fall hatte ein 16-Jähriger an seinem Leichtkraftrad den sogenannten DB-Eater ausgebaut, führte diesen allerdings mit dem gesamten Montagematerial im Helmfach mit, s. FOTO. Der DB-Eater soll bei nachgerüsteten Auspuffanlagen die Geräuschentwicklung minimieren. "Wird dieser entfernt, sind die Motorräder meist unerträglich laut und die Umwelt, meist andere Verkehrsteilnehmer, werden dadurch wesentlich beeinträchtigt!" In allen Fällen ist durch das Verändern des Fahrzeuges die Betriebserlaubnis erloschen und die Beamten untersagten die Weiterfahrt. Auf den Jugendlichen kommt in der Regel ein Bußgeld von 90 Euro zu. Bachem weist ausdrücklich auf mögliche weitere Folgen hin: Nimmt ein Verkehrsteilnehmer sein Fahrzeug in Betrieb, obwohl die Betriebserlaubnis erloschen war, erwartet ihn grundsätzlich ein Bußgeld von 50 Euro. Kommt zudem noch die Gefährdung der Verkehrssicherheit dazu, hat der Betroffene mit einem Bußgeld von 90 Euro zu rechnen und ihm wird auch noch ein Punkt in das Verkehrszentralregister eingetragen. "Wir werden die Kontrollen auch in diesem Jahr wieder forcieren!" Die Polizeibeamtinnen und -beamten der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland sind speziell geschult, so dass im Idealfall das sogenannte Poser- und Raserverhalten durch die fortführenden Kontrollaktionen minimiert werden kann. Rückfragen bitte an: Polizeiinspektion Wilhelmshaven / Friesland Pressestelle Wilhelmshaven Telefon: 04421/942-104 und am Wochenende über 04421 / 942-215 www.polizei-wilhelmshaven.de www.twitter.com/PolizeiWHVFRI Weiteres Material: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/68442/4506812 OTS: Polizeiinspektion Wilhelmshaven / Friesland Original-Content von: Polizeiinspektion Wilhelmshaven / Friesland, übermittelt durch news aktuell
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(ots) /- Am vergangenen Samstag, 29.06.2019, fand im Stadtgebiet Wilhelmshaven im Zeitraum 21:00 Uhr bis 04:00 Uhr eine geplante Kontrollaktion statt, an der neben Polizeibeamten der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland weiterhin Kräfte des Hauptzollamtes Wilhelmshaven mit zwei Rauschgiftspürhunden beteiligt waren. Schwerpunkt der Kontrolle war neben der Erkennung von Fahrten unter dem Einfluss von Drogen und Alkohol im Straßenverkehr weiterhin die Überprüfung von bauartbedingten Veränderungen. "Veränderungen an der gesetzlich vorgeschriebenen Bauart eines ein- oder mehrspurigen Kraftfahrzeuges führen neben einem möglichen Erlöschen der Betriebserlaubnis häufig zu einer Verschlechterung der Fahreigenschaften", erläutert Julia Lindemann, Koordinatorin des Einsatzes und Sachbearbeiterin im Einsatz- und Streifendienst der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland und warnt vor der Manipulation am Fahrzeug! Mit dieser Aktion setzt die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland ihre angekündigten Verkehrskontrollen im Rahmen der Verkehrssicherheitsarbeit fort. Diese finden während der alltäglichen Streifendienste sowie bei großangelegten Verkehrskontrollen statt. Neben einer Kontrolle, die sich im April dieses Jahres intensiv der Autotuning Szene in Wilhelmshaven widmete, wurde Ende letzten Jahres eine Kontrolle zu dem Bereich "Alkohol und Drogen im Straßenverkehr" im Rahmen einer groß angelegten Verkehrsüberwachungsmaßnahme durchgeführt. Siehe Pressemitteilung vom 11.04.2019 https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/68442/4243143 und 10.09.2018 https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/68442/4057579 Bei der Kontrolle stand insbesondere die Risikogruppe "Junge Fahrerinnen und Fahrer" im Alter von 18-24 Jahren im Fokus der Kontrolle. Neben der generell erhöhten Risikobereitschaft junger Fahrer, welche meist wenig Fahrpraxis aufweisen, kann die Fahruntüchtigkeit zudem durch den vorherigen Alkohol- oder Drogenkonsum zu schweren Verkehrsunfällen führen. "Vor allem der Konsum von Drogen wird oftmals unterschätzt. So geht ein Großteil davon aus, dass die Beeinflussung der konsumierten Drogen nur wenige Stunden anhält. Dabei befindet sich der Wirkstoff auch noch Tage danach im Blut" erklärt Lindemann. Insgesamt wurden zahlreiche Fahrzeuge kontrolliert. Bei einem 20-jährigen Fahrer eines Daimler und bei einer 22-jährigen Fahrerin eines Audi stellten die Beamten eine Beeinflussung durch THC fest. Im Rahmen dieser Kontrolle händigte die Fahrzeugführerin zudem eine geringe Menge eines Marihuana Gemisches aus. Bei beiden Fahrzeugführern wurde jeweils die Entnahme einer Blutprobe erforderlich, außerdem untersagten die Beamten die Weiterfahrt. Weiterhin wurde ein 18-jähriger Motorradfahrer kontrolliert. Der Heranwachsende war den kontrollierenden Beamten nicht unbekannt. Bei einer zurückliegenden Verkehrskontrolle vor wenigen Wochen wurde bereits schon einmal eine Beeinflussung durch THC festgestellt. Auch in dieser Kontrolle reagierte der freiwillig erfolgte Urinschnelltest positiv auf THC, so dass auch bei ihm diesem Fahrzeugführer eine Blutprobenentnahme durchgeführt werden musste. "Da sich der Fahrzeugführer noch in der Probezeit befindet, droht ihm nun das doppelte Bußgeld in Höhe von 1000 EUR sowie ein mehrmonatiges Fahrverbot" erklärt Lindemann. Ferner fiel den Polizeibeamten, die eine Standkontrolle durchführten, ein Fahrradfahrer auf, der die Kontrolle über sein Fahrrad verlor. Durch eine Lenkbewegung konnte er zwar einen Sturz verhindern, er fuhr jedoch vom Gehweg auf die Straße und kam erst kurz vor einem Polizeibeamten zu stehen. Der daraufhin freiwillig durchgeführte Atemalkoholtest ergab bei dem 23-jährigen einen Wert von 2,23 Promille. Auch hier war eine Blutprobenentnahme die Folge. Parallel zu den Verkehrskontrollen wurde eine große Gästeanzahl der Veranstaltung "Wilhelmshaven Tanzt" durch Kräfte des Zolls kontrolliert. Hierbei wurden geringe Mengen Amphetamine sowie Marihuana aufgefunden. Neben der Überprüfung der Fahrtauglichkeit der Verkehrsteilnehmer wurde auch verstärkt Augenmerk auf deren Fahrzeuge gelegt. Das Auto dient bei dieser Gruppe von Verkehrsteilnehmern oftmals als Statussymbol und Freizeitobjekt. Neben optischen Neuerungen an der Karosserie finden auch Veränderungen im Bereich der Lautstärke statt. Häufig sind die Tuningmaßnahmen nicht ordnungsgemäß, sodass die Umbauten ein Erlöschen der Betriebserlaubnis zur Folge haben. Aufgrund der unzulässigen Bauartveränderungen kann auch eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer nicht ausgeschlossen werden. Oftmals werden die getunten Fahrzeuge mit überhöhter Geschwindigkeit im Stadtgebiet geführt. Bei einem 21-jährigen Fahrer eines BMW stellten die kontrollierenden Beamten erhebliche Mängel fest. Am Fahrzeug wurde eine unzulässige Rad-Reifen-Kombination verbaut, die folglich am Radkasten schliff. Für den verbauten Endschalldämpfer konnte der Fahrzeugführer keine Unterlagen nachweisen und die defekte Abgasanlage führte zu einem verschlechterten Geräuschverhalten. Da damit die Betriebserlaubnis erloschen war, wurde die Weiterfahrt bis zur Änderung der Mängel untersagt. Weiter war bei einem Fahrzeugführer die "Rad-Reifen-Kombination" nicht im Fahrzeugschein eingetragen, bei einem anderen war das nachgerüstete Tagfahrlicht nicht ordnungsgemäß verbaut. "Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, auf diesem Sektor nicht nachzulassen" betont Lindemann. "Neben den repressiven Maßnahmen wollen wir durch eine präventive Gesprächsführung bei den Verkehrsteilnehmern eine Beeinflussung ihres Gefahrenbewusstseins und dadurch eine dauerhafte Verhaltens- und Einstellungsänderung erreichen!"
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