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(ots) /- Die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland beschäftigt sich derzeit mit einer Häufung von Taschendiebstählen. Die Täter nutzen die Zeit, um bei den oftmals abgelenkten Einkäufern, in einem für sie günstigen Moment an ihr Geld zu kommen. Alleine in den Monaten März und April sind der Polizei in Wilhelmshaven derzeit sechs Fälle bekannt. In einem exemplarischen Fall, der sich am 11.04.2018, in einem Verbrauchermarkt in der Börsenstraße ereignete, stellte die Geschädigte z.B. erst an der Kasse fest, dass ihr Stoffbeutel vom Griff des Einkaufswagens entwendet worden war. Bei einem anderen Fall, der sich am Freitagvormittag, 20.04.2018, in einem Drogeriemarkt in der Gökerstraße ereignete, wendete der Täter sogar Gewalt an und entriss dem weiblichen Opfer ihre mitgeführte Tasche, die über dem Einkaufswagen hing und sogar mit einer Hand gesichert war. Der mutmaßliche Täter wurde nach seiner Flucht im Nahbereich ohne die Beute angetroffen und konnte durch Zeugen und die Geschädigte selber, wenige Minuten nach der Tat unweit des Tatortes wiedererkannt werden. Bei der Person handelt es sich um einen 53-Jährigen, der derzeit keinen festen Wohnsitz hat. Im Rahmen der polizeilichen Vernehmung gibt er an, drogenabhängig zu sein. So kam es neben den Taschendiebstählen in Verbrauchermärkten auch zu anderen Diebstählen in Wilhelmshaven. Zurzeit werden weitere Fälle geprüft, die dem mutmaßlichen Täter möglicherweise zugeordnet werden können "Geben Sie den Langfingern keine Chance!", betont Andrea Papenroth, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland. "Wir gehen davon aus, dass der oder die Täter gezielt vorgehen, um in einem unbeaufsichtigten Moment an die Geldbörsen zu kommen" ergänzt Papenroth. "Taschendiebe lassen sich z.B. am typisch suchenden Blick erkennen, sie meiden den direkten Blickkontakt zum Opfer und schauen eher nach der Beute." Zum einen suchen die Täter einen günstigen Moment, zum anderen ist auch der sog. Rempel-Trick bekannt: Das Opfer wird im Gedränge angerempelt oder wie in einem aktuellen Fall sogar mittels Gewalt dazu gebracht, die Tasche loszulassen. Tragen Sie Geld, Schecks, Kreditkarten und Papiere immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper. Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen verschlossen auf der Körpervorderseite oder klemmen Sie sie sich unter den Arm. Benutzen Sie einen Brustbeutel, eine Gürtelinnentasche, einen Geldgürtel oder eine am Gürtel angekettete Geldbörse. Legen Sie Geldbörsen nicht oben in Einkaufstasche, Einkaufskorb oder Einkaufswagen, sondern tragen Sie sie möglichst körpernah. Hängen Sie Handtaschen im Restaurant, im Kaufhaus oder im Laden (selbst bei der Anprobe von Schuhen oder Kleidung) nicht an Stuhllehnen und stellen Sie sie nicht unbeaufsichtigt ab. Weitere Zeugenhinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 04421/942-0 entgegen.
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