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(ots) /- Am vergangenen Samstag, 29.06.2019, fand im Stadtgebiet Wilhelmshaven im Zeitraum 21:00 Uhr bis 04:00 Uhr eine geplante Kontrollaktion statt, an der neben Polizeibeamten der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland weiterhin Kräfte des Hauptzollamtes Wilhelmshaven mit zwei Rauschgiftspürhunden beteiligt waren. Schwerpunkt der Kontrolle war neben der Erkennung von Fahrten unter dem Einfluss von Drogen und Alkohol im Straßenverkehr weiterhin die Überprüfung von bauartbedingten Veränderungen. "Veränderungen an der gesetzlich vorgeschriebenen Bauart eines ein- oder mehrspurigen Kraftfahrzeuges führen neben einem möglichen Erlöschen der Betriebserlaubnis häufig zu einer Verschlechterung der Fahreigenschaften", erläutert Julia Lindemann, Koordinatorin des Einsatzes und Sachbearbeiterin im Einsatz- und Streifendienst der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland und warnt vor der Manipulation am Fahrzeug! Mit dieser Aktion setzt die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland ihre angekündigten Verkehrskontrollen im Rahmen der Verkehrssicherheitsarbeit fort. Diese finden während der alltäglichen Streifendienste sowie bei großangelegten Verkehrskontrollen statt. Neben einer Kontrolle, die sich im April dieses Jahres intensiv der Autotuning Szene in Wilhelmshaven widmete, wurde Ende letzten Jahres eine Kontrolle zu dem Bereich "Alkohol und Drogen im Straßenverkehr" im Rahmen einer groß angelegten Verkehrsüberwachungsmaßnahme durchgeführt. Siehe Pressemitteilung vom 11.04.2019 https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/68442/4243143 und 10.09.2018 https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/68442/4057579 Bei der Kontrolle stand insbesondere die Risikogruppe "Junge Fahrerinnen und Fahrer" im Alter von 18-24 Jahren im Fokus der Kontrolle. Neben der generell erhöhten Risikobereitschaft junger Fahrer, welche meist wenig Fahrpraxis aufweisen, kann die Fahruntüchtigkeit zudem durch den vorherigen Alkohol- oder Drogenkonsum zu schweren Verkehrsunfällen führen. "Vor allem der Konsum von Drogen wird oftmals unterschätzt. So geht ein Großteil davon aus, dass die Beeinflussung der konsumierten Drogen nur wenige Stunden anhält. Dabei befindet sich der Wirkstoff auch noch Tage danach im Blut" erklärt Lindemann. Insgesamt wurden zahlreiche Fahrzeuge kontrolliert. Bei einem 20-jährigen Fahrer eines Daimler und bei einer 22-jährigen Fahrerin eines Audi stellten die Beamten eine Beeinflussung durch THC fest. Im Rahmen dieser Kontrolle händigte die Fahrzeugführerin zudem eine geringe Menge eines Marihuana Gemisches aus. Bei beiden Fahrzeugführern wurde jeweils die Entnahme einer Blutprobe erforderlich, außerdem untersagten die Beamten die Weiterfahrt. Weiterhin wurde ein 18-jähriger Motorradfahrer kontrolliert. Der Heranwachsende war den kontrollierenden Beamten nicht unbekannt. Bei einer zurückliegenden Verkehrskontrolle vor wenigen Wochen wurde bereits schon einmal eine Beeinflussung durch THC festgestellt. Auch in dieser Kontrolle reagierte der freiwillig erfolgte Urinschnelltest positiv auf THC, so dass auch bei ihm diesem Fahrzeugführer eine Blutprobenentnahme durchgeführt werden musste. "Da sich der Fahrzeugführer noch in der Probezeit befindet, droht ihm nun das doppelte Bußgeld in Höhe von 1000 EUR sowie ein mehrmonatiges Fahrverbot" erklärt Lindemann. Ferner fiel den Polizeibeamten, die eine Standkontrolle durchführten, ein Fahrradfahrer auf, der die Kontrolle über sein Fahrrad verlor. Durch eine Lenkbewegung konnte er zwar einen Sturz verhindern, er fuhr jedoch vom Gehweg auf die Straße und kam erst kurz vor einem Polizeibeamten zu stehen. Der daraufhin freiwillig durchgeführte Atemalkoholtest ergab bei dem 23-jährigen einen Wert von 2,23 Promille. Auch hier war eine Blutprobenentnahme die Folge. Parallel zu den Verkehrskontrollen wurde eine große Gästeanzahl der Veranstaltung "Wilhelmshaven Tanzt" durch Kräfte des Zolls kontrolliert. Hierbei wurden geringe Mengen Amphetamine sowie Marihuana aufgefunden. Neben der Überprüfung der Fahrtauglichkeit der Verkehrsteilnehmer wurde auch verstärkt Augenmerk auf deren Fahrzeuge gelegt. Das Auto dient bei dieser Gruppe von Verkehrsteilnehmern oftmals als Statussymbol und Freizeitobjekt. Neben optischen Neuerungen an der Karosserie finden auch Veränderungen im Bereich der Lautstärke statt. Häufig sind die Tuningmaßnahmen nicht ordnungsgemäß, sodass die Umbauten ein Erlöschen der Betriebserlaubnis zur Folge haben. Aufgrund der unzulässigen Bauartveränderungen kann auch eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer nicht ausgeschlossen werden. Oftmals werden die getunten Fahrzeuge mit überhöhter Geschwindigkeit im Stadtgebiet geführt. Bei einem 21-jährigen Fahrer eines BMW stellten die kontrollierenden Beamten erhebliche Mängel fest. Am Fahrzeug wurde eine unzulässige Rad-Reifen-Kombination verbaut, die folglich am Radkasten schliff. Für den verbauten Endschalldämpfer konnte der Fahrzeugführer keine Unterlagen nachweisen und die defekte Abgasanlage führte zu einem verschlechterten Geräuschverhalten. Da damit die Betriebserlaubnis erloschen war, wurde die Weiterfahrt bis zur Änderung der Mängel untersagt. Weiter war bei einem Fahrzeugführer die "Rad-Reifen-Kombination" nicht im Fahrzeugschein eingetragen, bei einem anderen war das nachgerüstete Tagfahrlicht nicht ordnungsgemäß verbaut. "Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, auf diesem Sektor nicht nachzulassen" betont Lindemann. "Neben den repressiven Maßnahmen wollen wir durch eine präventive Gesprächsführung bei den Verkehrsteilnehmern eine Beeinflussung ihres Gefahrenbewusstseins und dadurch eine dauerhafte Verhaltens- und Einstellungsänderung erreichen!"
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(ots) /- wilhelmshaven. Am späten Sonntagabend, 26.05.2019, fiel einer Funkstreifenwagenbesatzung gegen 23:30 Uhr in der Bahnhofstraße, auf Höhe der dortigen Parkhausspindel, ein Pkw auf, der mit auffällig lauten "Fahrgeräuschen" unterwegs war. Der Fahrzeugführer des Pkw Opel befuhrt zunächst die Bahnhofstraße in Richtung Westen, die Beamten folgten dem Pkw bis dieser auf bei einer Tankstelle im Banter Weg anhielt. Im Rahmen der Fahrzeugkontrolle stellten die Beamten fest, dass Optisch wurde der Pkw auf den "Look" eines OPC, der am stärksten motorisierten Version dieser Baureihe, verändert, entsprechende Unterlagen konnte der Fahrzeugführer vorzeigen. Tatsächlich handelte es sich bei dem Opel um ein Modell mit der kleinsten Maschine. Aufgrund des deutlich erhöhten Abgasgeräusches der Doppelrohrauspuffanlage baten die Beamten um entsprechende Betriebserlaubnisse. Der 21-Jährige legte zwei EG-Betriebserlaubnisse bzgl. einer geänderten Auspuffanlage vor. Nach jetzigem Sachstand dürfen Teile mit diesem Zeichen zwar gemäß den darin festgehaltenen Vorgaben in Fahrzeugen verbaut werden, ohne dass deren Betriebserlaubnis erlischt, jedoch bestehen aufgrund der sehr lauten Abgasgeräusche Zweifel daran, dass die Teile sich in einem originalen bzw. einem nicht manipulierten Zustand befinden. Zwecks einer genaueren Inaugenscheinnahme des Pkw und einer Messung der Geräuschentwicklung, wurde der Fahrzeugführer gebeten, mit zur Dienststelle zu kommen, wo mit einem Schallpegelmessgerät Messungen durchgeführt wurden. Im Rahmen der weiteren Fahrzeugüberprüfung stellten die Beamten zusätzliche Veränderungen in dem Endrohr des Pkw Opel fest. Aufgrund dieser Auffälligkeit und der hohen Messwerte besteht der Verdacht, dass z.B. eine Manipulation an der Auspufffanlage oder Teilen davon vorliegt. Die Beamten stellten das Fahrzeug sicher, um die bestehenden Zweifel von einem Gutachter überprüfen lassen zu können. Gegen den Heranwachsenden wurde ein Ordnungswidrigkeiten eingeleitet, da das Fahrzeug in Betrieb genommen wurde, obwohl in Bezug auf den erhöhten Schallpegel die Betriebserlaubnis erloschen war. Den Betroffenen erwartet ein Bußgeld in Höhe von 120 Euro und die zusätzlich anfallenden Kosten für das Abschleppen des Pkw und die Gutachterkosten.
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