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Schulwegüberwachung durch die Polizei - Kindersitze können Leben retten! Verkehrssicherheitsberater gibt Tipps

(ots) -

Am Freitagvormittag, 18.09.2015, führten Polizeibeamte der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland, die Schulwegüberwachung im Stadtgebiet Wilhelmshaven durch. Schwerpunkt dieser Überwachung ist u.a. die Kontrolle der genutzten Rückhaltesysteme im Pkw. Um kurz vor acht Uhr stellten die Beamten in der Rheinstraße einen Pkw fest, in dem zwei völlig ungesicherte Mädchen in einem Alter von drei und sechs Jahren auf der Rücksitzbank saßen. Das Schulmädchen trug sogar in dem Pkw ihren Ranzen während der Fahrt auf dem Rücken, Kindersitze waren gar nicht in dem Fahrzeug vorhanden.

Der Unfall vom 19.09.2015 zeigt, wie wichtig entsprechende Kindersitze bzw. Rückhaltesysteme sein können. An dem Abend befuhr ein 23-jähriger mit seinem Pkw die L 812 von Haddien kommend in Richtung Schmidtshörn. In Höhe Maihausen kam das Fahrzeug zunächst nach rechts von der Straße ab und geriet auf die Berme. Im weiteren Verlauf brach das Fahrzeug dann nach links aus, kam gegen einen Straßenbaum und kollidierte letztendlich frontal mit einem weiteren Straßenbaum.

Der Fahrzeugführer und die Beifahrerin mussten aufgrund ihrer Verletzungen zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser verbracht werden, der in einem Maxi-Cosi sitzende drei Monate alte Säugling blieb unversehrt!

"Hier zeigte sich, wie lebenswichtig der richtige Kindersitz sein kann!", so Dominik Tjaden, Verkehrssicherheitsberater der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland. Er betont, dass mehr als ein Drittel der im Straßenverkehr verunfallten Kinder im Auto verunglückten. Damit ist die Mitfahrt im Auto zur gefährlichsten Art der Verkehrsteilnahme von Kindern angestiegen.

Die Polizei rät daher, sich und die Kinder vor Fahrtbeginn abzuschnallen und altersgemäß passende Rückhaltesystem zu benutzen und gibt Tipps und nennt Fakten: -Kinderrückhaltesysteme sind ÜBERLEBENSWICHTIG , denn ohne Sicherung ist die Gefahr bei einem Verkehrsunfall verletzt oder sogar getötet zu werden SIEBENMAL HÖHER. -Bei einem Frontalzusammenstoß mit ca. 50 km/h erhöht sich das Aufprallgewicht eines z.B. zehnjährigen Kindes auf ca. 2 Tonnen -der normale Dreipunktgurt ist für Kinder nicht geeignet, da sich der Gurt wegen der geringen Sitzhöhe im Halsbereich befindet. Bei einem Aufprall kann dies zu schweren Verletzungen führen. -ACHTUNG: Rückwärtsgerichtete Kindersitze auf Vordersitzen dürfen NUR benutzt werden, wenn der Beifahrer-Airbag ausgeschaltet ist. -alle Kinder, die noch nicht 12 Jahre alt oder kleiner als 150 cm sind, müssen in geeigneten Rückhaltesystemen befördert werden.

Bei Fragen wenden Sie sich an Dominik Tjaden, Tel.: 04421/942-109 bzw. per Mail verkehrssicherheitsberater@pi-whv.polizei.niedersachsen.de

Bitte denken Sie an die Sicherheit Ihrer Kinder!

Ort
Veröffentlicht
23. September 2015, 10:28