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Wohnberatg für sehbehinderte und blinde Menschen

Sicher und selbstständig wohnen

Wohnraumanpassungen haben zum Ziel, dass Menschen sicher, selbstständig und möglichst lange in ihren eigenen vier Wänden leben können.

Bei sehbehinderten und blinden Menschen steht die Organisation der Wohnung im Mittelpunkt. In aller Regel sind keine baulichen Veränderungen durchzuführen. Anpassungen können nach und nach bei anstehenden Renovierungen häufig ohne großen Kostenaufwand durchgeführt werden. Wohnraumanpassungen für blinde Menschen werden sich von denen für sehbehinderte Menschen im Wesentlichen dadurch unterscheiden, dass für sie eine kontrastreiche Gestaltung, eine gezielte, blendfreie Aus- und Beleuchtung und Vergrößerungshilfen besonders wichtig sind.

Kontrast, Helligkeit, Farbe und Form, sind die wesentlichen Komponenten bei der optischen Gestaltung und erleichtern die Orientierung. Kontraste dienen der Unterscheidung von visuellen Objekten, z.B. ist das Objekt heller als der Hintergrund,

wird der Kontrast positiv wahrgenommen. Ist der Hintergrund heller als das Objekt, wird es negativ gesehen. Die visuelle Wahrnehmung kann Informationen nur dann erkennen, wenn sich die entsprechenden optischen Zeichen von der Umgebung abheben, z.B. die Farbkombination dunkelrot/dunkelblau ist problematisch, da der Kontrast zwischen beiden Farben nicht groß genug ist. Farbkombinationen, die als positiv eingestuft werden

sind Schwarz auf Weiß, Weiß auf Blau, Weiß auf Lila, Weiß auf Rot, Gelb auf Rot u.v.m.. Die besten Farbkombinationen sollten den Warnhinweisen im Gefahrenbereich vorbehalten sein.

Licht

Um ebenfalls gute Kontraste zu erzielen, ist u.a. eine ausreichende, optimale (gleichmäßige) Beleuchtung erforderlich. Ebenso wie eine zu geringe Beleuchtung kann eine zu intensive Beleuchtung zu Blendungen oder Spiegelungen führen. Beides ist unbedingt zu vermeiden.

Wohnung/Haus

Hauseingang:

  • Hausnummernschild sollte gut lesbar und von der Straße aus zu erkennen sein.
  • gute Außenbeleuchtung, evtl. durch Bewegungsmelder
  • Stolperfallen im Eingangsbereich sollten beseitigt oder kontrastreich gestaltet werden

Treppenhaus:

  • gute Beleuchtung
  • großer, kontrastreicher Lichtschalter
  • ausreichend lange Beleuchtungsintervalle

Treppen:

  • freistehende Treppen sollten unterbaut werden, um Kopfverletzungen zu vermeiden
  • Stufen sollten kontrastreich und, wenn möglich, farblich gestaltet sein. Die Markierungen sollten mindestens 4 cm, am besten 8 cm breit sein und direkt an der Vorderkante der Stufe angebracht werden.
  • an freien seitlichen Stufen ist eine 2 cm hohe Aufkantung nötig.
  • Handläufe sollten kontrastreich zum Hintergrund gestaltet werden. Der Beginn und das Ende des Handlaufes sollten mit der Treppe übereinstimmen.

Eingangsbereich Wohnung:

  • Ein Bewegungsmelder, der das Licht beim Betreten des Wohnungsflurs sofort einschaltet
  • Bei langen Hausfluren können Handläufe die Orientierung erleichtern.
  • Bei Türen, die verwechselt werden können, Türklinken mit Gummi oder Klebeband u.ä. markieren.
SCHLAGWORTE:
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Veröffentlicht
04. Februar 2016, 00:00
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04. Februar 2016, 00:00
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