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Erich Schützendorf im Johanniter-Haus

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Erich Schützendorf im Johanniter-Haus

Im Oktober gab es in Wiehl eine etwas andere Seniorenveranstaltung.

"Wiehl vernetzt"* hatte Erich Schützendorf gewinnen können, an diesem Abend sein neues Buch "Meine Lebensverfügung für ein gepflegtes Alter" vorzustellen.

Erich Schützendorf ist ein in der Altenpflegebranche seit Jahrzehnten bekannter und beliebter Autor, Referent und Vordenker.

Der Diplom-Pädagoge hat der Altenpflege in Deutschland als Vortragender wie als Autor durch seinen Nonkonformismus, seine oft provokante Art und seine ungewöhnliche Sicht auf pflegerisches Handeln wichtige Impulse gegeben. Seine Bücher "In Ruhe verrückt werden dürfen: Für ein anderes Denken in der Altenpflege" (mit Helmut Wallrafen-Dreisow), "Das Recht der Alten auf Eigensinn" oder "In Ruhe alt werden können. Widerborstige Anmerkungen" haben über die Jahre etliche Auflagen erlebt und Generationen von Altenpflegekräften mal inspiriert, mal irritiert.

In seinem neuen Buch "Meine Lebensverfügung für ein gepflegtes Alter" hat er mal wieder "quergedacht":

Viele Menschen machen sich über den letzten Lebensabschnitt Gedanken und sorgen mit Patientenverfügung oder Betreuungsvollmacht vor. Selten denkt man an sein Recht auf Selbstbestimmung in Alltagsdingen. Kann man dann als Pflegebedürftiger seine Vorlieben nicht mehr äußern, werden andere entscheiden, was gut für einen ist. Die "Lebensverfügung" lenkt den Blick auf das tägliche Wohlbefinden: Möchte ich weiter Schokolade essen, auch mit Diabetes? Möchte ich mein Glas Wein am Abend trinken, auch wenn es nicht gesund ist? Möchte ich lieber unterhalten werden oder einfach meine Ruhe? Humorvoll und doch nachdenklich beschrieb der Autor Beispielsituationen und forderte die die Zuschauer auf, ein, ihre Wünsche für ein gepflegtes Alter aufzuschreiben.

Ein weiterer Höhepunkt des Programms waren Sophia Altklug und Heike Bänsch, die Szenen aus ihrem Stück "Paradiso" spielen.

Amüsant und nachdenklich setzen sie zwei Frauen in Szene, die einen Teil ihres Lebens gemeinsam gehen und sich dann doch trennen müssen.

Es war ein kurzweiliger Abend und sowohl von Schützendorf, als auch vom Theater hätten die Zuschauer im voll besetzten Johanniter-Haus gerne mehr gesehen.

*"Wiehl vernetzt" (OASe/Stadt Wiehl, Wiehl Apotheke, PD Cornelia Kumm, Diakonie vor Ort/Wiehl, "alternative Hauskrankenpflege Söhnchen"/Gummersbach, Betreuungsbüro Groß & Mehler/Wiehl, AWO Wiehl, Seniorenzentrum Bethel/Wiehl, HBW/Wiehl, Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. für den Rhein.-Berg. und Oberberg. Kreis, Malteser Hospizdienst Wiehl u. Nümbrecht, PD Zeiske/Wiehl)

Ort
Veröffentlicht
09. November 2018, 06:37
Autor
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