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Auf Spuren von Lessing in Wolfenbüttel

Der Literaturkreis buchte das schöne Wetter gleich mit

(WK) „Auf Spuren von Gotthold Ephraim Lessing" reiste der Literaturkreis Weilerswist auf seiner diesjährigen LiteraturTour. Die Hinfahrt an Christi Himmelfahrt unterbrach die Gruppe für ein italienisches Picknick im Rasthof Auetal.

Die Unterbringung im Hotel AVALON-Königshof in Königslutter am Elm ließ keine Wünsche offen. Nachmittags erfolgte eine Führung im Kaiserdom in Königslutter. Dieser wurde 1135 von Kaiser Lothar III. als Benediktiner-Abteikirche als Grablege für sich und seine Familie gestiftet. Es ist eines der wichtigsten Kulturdenkmäler der Romanik in Deutschland. Der Abend endete mit der Filmvorführung von „Nathan der Weise"

Am Freitag fuhr der Literaturkreis in die ca.30km entfernte Lessingstadt Wolfenbüttel.

Hier wurde Lessing am 7. Mai 1770 als Bibliothekar in der Herzog August Bibliothek angestellt und arbeitete hier bis zu seinem Tode im Jahre 1781, wo er bei einer Reise zu Freunden in Braunschweig verstarb.

Natürlich war am nächsten Morgen das erste Ziel in Wolfenbüttel die Herzog August Bibliothek mit einer Führung, in der sich unter Tausenden von antiken Büchern und wertvollen Artefakten u.a. auch das wertvollste Buch der Welt befindet. Die ebenfalls zurzeit dort befindliche Lutherausstellung zeigte Lutherschätze, wie z.B. seinen Ehering und die erste Lutherbibel.

Nach einem Gruppenfoto auf den Stufen der Bibliothek ging es weiter unter fachkundiger Führung ins Lessinghaus, welches ihm nach seiner Hochzeit mit Eva König als Wohnhaus zugewiesen wurde und er dort bis zum Tode lebte. Hier schrieb er sein wohl berühmtestes Werk „Nathan der Weise". Die über drei Meter große Bronzeskulptur vor dem Lessinghaus ist das bekannteste Wolfenbütteler Werk von Erich Schmidtbochum.

Anschließend war das Ziel Braunschweig, in der auch Lessing auf dem Magnifriedhof begraben liegt. Am Okerufer hieß es an der der Floßstation dann „Leinen los!". Die zweistündige Floßfahrt auf der Oker zeigte die schönsten Stellen Braunschweigs an der Oker.Anschließend folgte ein Besuch der Altstadt mit dem Braunschweiger Löwen. Der Abend schloss mit einem Lichtbildervortrag außergewöhnlicher Fotos von Eberhard Städtler.

Der Samstagmorgen startete mit einer Lessingführung durch die gesamte Altstadt Wolfenbüttels, welche die Schönheiten der Stadt und Wirkungsstätten Lessings zeigte. Zum Abschluss gab es ein gemeinsames Mittagessen beim Italiener Da Giovanni. In der anschließenden Freizeit konnten der historische Stadtmarkt mit dem Hornburger Marktbrunnen, die ev. Marienkirche und die Trinitatiskirche besucht werden, die an diesem Nachmittag auch ein erfgreifendes deutsch-französisches Cellokonzert veranstaltete. Im schattigen Garten des Hofcafes trafen sich fast alle, um einen leckeren Capuccino zu genießen und gemütlich zu plaudern.

Den Abend im Hotel gestaltete Das Literaturkreis-Unterhaltungsteam mit einer besonderen Veranstaltung, bei der kein Auge trocken blieb.

Vor Antritt der Rückreise fand im Wolfenbütteler Schloss eine Führung statt. Diese Schloss ist eine Wasserburg, die 1074 erstmals bezeugt ist und von Widekind von Wolfenbüttel an einer Furt über die Oker errichtet wurde.

Zeitweise wohnte auch Lessing hier in 2 in damaliger Zeit unbeheizten Räumen. Heute ist es ein Museum.

In der gegenüberliegenden Schlossschänke fand das gemeinsame Abschiedsessen statt.

Als Überraschungast trat hier Lessing, alias Ralf Kleefeld auf, ein Schauspieler und Literat, und zitierte die Ringparabel aus „Nathan der Weise" sowie Geschichten aus der Studienzeit Lessings.

Gestärkt und guter Dinge trat der Literturkreis dann die Heimfahrt an.

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Veröffentlicht
10. Juni 2017, 00:00
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