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(ots) - Miese Stimmung, die eine Junggesellen-Abschiedsparty und der Schlag ins Gesicht eines anderen verbreitet hatten, ließen den Kapitän eines Fahrgastschiffes am Sonnabend tätig werden. 50 Minuten von Büsum entfernt teilte er Randalierer und Schläger an Bord seines Schiffes mit und bat die Polizei, zum Liegeplatz zu kommen, um die Störenfriede in Empfang zu nehmen. Wie sich später herausstellte, hatte die größere Gruppe, sie kommt aus dem Bereich Tellingstedt, wohl zu viel Alkohol in sich hineingekippt - offensichtlich war nur einer in Reihen dieser Dithmarscher nicht hochgradig alkoholisiert. Unabhängig davon: Die Gruppe nervte Fahrgäste - und das wohl nicht zu knapp, deshalb erfolgte auch die Beschwerde eines Fahrgastes an den Kapitän. Zwei andere, die nichts mit dem ausgiebig feiernden Bräutigam zu tun hatten, stritten sich vor einem Glückspielautomaten - und dort flog dann auch schon bald die Faust des einen in das Gesicht des anderen Spielers. So etwas bezeichnet das Strafrecht dann auch als Körperverletzung (§223 StGB). Noch bevor das Schiff den Büsumer Hafen erreicht hatte, beruhigte sich die Situation an Bord. Dazu gehört dann auch, dass die durch den Schlag verletzte Person Hilfe von einer medizinisch ausgebildeten Kraft bekam. Die Beruhigung der Situation war dann auch der Grund, warum nach Festmachen des Schiffes nur noch ein Team des Rettungsdienstes bereit zu stehen brauchte, um mit der Polizei an Bord zu gehen. Zum weiteren Vorgehen der Polizei gehörte auch, dass sich die Ordnungshüter die Namen der an der Missstimmung beteiligten Personen notierten und sich Sachverhaltshinweise von Zeugen notierten. Die Ermittlungen dauern an. Hermann Schwichtenberg
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