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Ein Innenverteidiger sorgte 1994 für den letzten Sieg bei einer Norderstedter Mannschaft – Romas Mazeikis köpfte das Tor des Tages an jenem März-Tag. Ein Innenverteidiger machte 25 Jahre später den Deckel drauf. Daniel Halke, heute auf der Position des verletzten Kresimir Matovina, veredelte den Führungstreffer von Ahmet Arslan (36.) drei Minuten später zum entscheidenden 2:0. Der Anschlusstreffer kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit durch Nathaniel Amamoo war am Ende nur Ergebniskosmetik. Ausgangslage Nach der Niederlage beim BSV Rehden konnte der VfB mit drei Siegen in Serie und dem damit verbundenen Sprung an die Tabellenspitze reichlich Selbstbewusstsein tanken. Aber auch Eintracht Norderstedt brachte aus den letzten beiden Auswärtsspielen beim SV Werder Bremen II (3:1) und beim TSV Havelse (1:0) die maximale Punktausbeute zurück ins heimische Edmund-Plambeck-Stadion, nachdem dort das letzte Heimspiel gegen den HSV II verloren ging (0:2). Aufstellungen Der aktuellen Serie entsprechend hatte VfB-Trainer Rolf Landerl wenig Anlass, seine Startelf zu verändern. Lediglich der angeschlagene Kresimir Matovina musste passen, dafür kehrte Tim Weißmann nach abgelaufener Gelb-Rot-Sperre zurück. Auf Seiten der Norderstedter nahm Trainer Jens Martens, der in den 1980er Jahren 130 Spiele für den VfB bestritt, nach dem Erfolg in Havelse ebenfalls nur eine Veränderung vor, Jan Lüneburg ersetzte Michael Kobert. Highlights Die Norderstedter begannen erfrischend offensiv und hatten durch Amamoo, der die Grün-Weißen vor allem in den ersten 20 Minuten über die rechte Angriffsbahn immer wieder vor Probleme stellte, die erste Möglichkeit. Nach einem Brisevac-Freistoß kam er am Fünfmeterraum zum Abschluss, scheiterte jedoch am gut reagierenden Lukas Raeder (3.), beim Nachsetzen hatte der Assistent allerdings auf Abseits entschieden. Doch auch der VfB versteckte sich nicht und kam zu einer Menge guter Offensivaktionen. Arslan verpasste gleich doppelt (7./12.), Riedel prüfte mit einem strammen Flachschuss ebenfalls Torhüter Huxsohl (12.) und Hobsch kam gegen den guten Norderstedter Schlussmann einen Schritt zu spät (22.), und auch Hoins tauchte frei vor Huxsohl auf, verzog aber deutlich (25.). Für Applaus aus beiden Fanlagern sorgte ein sehenswerter Fallrückzieher von Ahmet Arslan, den Huxsohl allerdings klasse parierte (32.). Erst ein an Florian Riedel verursachter Foulelfmeter sorgte für die grün-weiße Führung. Ahmet Arslan ließ sich nicht zwei Mal bitten und verwandelte sicher halb hoch (36.). Nur drei Minuten später erhöhte der aufgerückte Daniel Halke per Kopf schnell auf 2:0, nachdem Ryan Malone mustergültig scharf in den Straftraum geflankt hatte (39.). Auf der anderen Seite sendete Norderstedts Lüneburg ein Lebenszeichen, seinen Kopfball erwischte Raeder mit den Fingerspitzen und lenkte die Kugel gegen die Latte (41.). Den Schlusspunkt eines ereignisreichen ersten Durchgangs hätte Arslan setzen können, als er nach feinem Doppelpass zum Abschluss kam, jedoch knapp vorbeischoss (45.). Nach dem Seitenwechsel, die Zuschauer hatten sich nach der Halbzeit-Bratwurst noch gar nicht richtig gesetzt, hätte Yannick Deichmann auf 3:0 stellen können – ja sogar müssen. Dennis Hoins hatte perfekt durch die Norderstedter Schnittstelle gepasst, frei vor Huxsohl war der Abschluss jedoch nicht perfekt, so dass Norderstedts Schlussmann Sieger blieb (46.). Vier Minuten später schoss Arslan nach zuvor toller Kombination über Deichmann und Malone aus kurzer Distanz über das leere Tor (50.). Der VfB verpasste frühzeitig sehr leichtfertig eine beruhigendere Führung. Und so ließen sich die Grün-Weißen mit zunehmender Spieldauer immer mehr einlullen, hatten durch ein Fast-Eigentor von Bjandgian (55.), einen Versuch des eingewechselten Fernandes (73.) und einen Hoins-Schuss aus der Distanz (83.) weitere, allerdings nicht mehr glasklare Gelegenheiten, während die Gastgeber erst in der Schlussphase wieder aufwachten. Dass überhaupt noch einmal Leben in die Partie kam, war dem Kopfballtreffer zum 1:2 durch Amamoo zu verdanken (89.). Die drei Punkte konnten die Lübecker am Ende aber doch über das Ziel retten und verdientermaßen nach Hause nehmen. So geht´s weiter… Mit einem Auswärtsspiel in Havelse geht es für den VfB am nächsten Sonntag (20.10., 14 Uhr) weiter. Das Spiel im Stenogramm: Eintracht Norderstedt: Huxsohl – Marxen, Brüning (76. Williams), Kummerfeld, Lüneburg, Brisevac, Amamoo, Nyarko, Bojadgian, Koch, von Knebel VfB Lübeck: Raeder – Weißmann, Arslan (87. Lippert), Mende, Deichmann (64. Fernandes), Malone, Grupe, Halke, Hoins, Hobsch (84. Hebisch), Riedel. Schiedsrichter: Benjamin Schmidt Zuschauer: 1.550 Gelbe Karten: Nyarko – Hobsch Tore: 0:1 Arlsan (36./FE), 0:2 Halke (39.) (Quelle: VfB Lübeck) www.unserort.de/Luebeck
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