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Segen bringen, Segen sein

Gemeinsam für Gottes Schöpfung in Kenia und weltweit

„Jetzt ist die Zeit, jetzt ist die Stunde, jetzt wird getan oder nicht getan, worauf es ankommt, wenn er kommt!" So heißt es in einem Kirchenlied.

Bemerkenswert, dass es in „Kiturkana", der Sprache der Menschen von Turkana, kein Futur gibt. Die Menschen leben offenbar nur in der Erinnerung und der Gegenwart, im Hier und Jetzt.

Wie passend erscheint das für die Sternsinger. Die überlegen auch nicht, was vielleicht morgen zu tun sei, die handeln jetzt, wenn sie singend von Tür zu Tür gehen und um Gaben für andere Kinder bitten.

„Wolken und Regen, das ist das Schönste in der Natur." Aweet, 10 Jahre

Worauf es jetzt ankommt, um den Kindern in Turkana im Nordwesten Kenias zu helfen, das konnte erfahren, wer sich den Film zur Sternsingeraktion 2017 (http://www.sternsinger.de hat. Er führte die Zuschauer zu dem Mädchen Aweet, das mit seiner Familie in einer Ansammlung von Hütten lebt. Hütten, die schnell aufgebaut und schnell verlassen werden, wenn die Bauern mit ihren Herden weiterziehen müssen auf der Suche nach Weideland. Das wird immer schwieriger, weil der Regen seit Jahren ausgeblieben ist. Für die Zehnjährige bedeutet das, dass sie täglich weit gehen muss um Wasser für Mensch und Tier zu holen. In die Schule geht sie wie viele Mädchen nicht. Auch das Leben von Pablo, der mit seinem Vater beim Fischen auf dem Turkanasee unterwegs ist, verändert sich. Die Ausbeute für den Fischer verringert sich ständig, weil der See durch die andauernde Dürre schrumpft und der Salzgehalt steigt.

Sehr klar stellt der Film den Zusammenhang zwischen Klimawandel und Dürre her. Er benennt auch die Ursachen, nämlich die zu hohen Emissionen von Treibhausgasen vor allem in den Industrieländern. Er gibt Tipps, wie auch Kinder mit helfen können, damit die Erderwärmung nicht weiter fortschreitet: Zum Beispiel lieber mit dem Rad fahren und zu Fuß gehen, als mit dem Auto fahren. Sorgfältig mit Strom und Wärme umgehen. Weniger Fleisch essen, möglichst regional, fair und biologisch Erzeugtes konsumieren.

In Turkana soll mit dem Geld der Sternsinger die Wasserversorgung verbessert werden. Außerdem werden Projekte unterstützt, die sich den Anbau von Nutzpflanzen mit geringerem Wasserbedarf zum Ziel gesetzt haben. Und schließlich soll in das Schulwesen weiter investiert werden, damit mehr Jungen und vor allem auch Mädchen eine gute Ausbildung erhalten, ausgewogen ernährt, medizinisch versorgt werden - und lernen in Frieden miteinander zu leben. Denn der Kampf vor allem um Wasser zwischen den kenianischen Turkana und den Dassanetsch im benachbarten Äthiopien führte immer wieder zu blutigen Auseinandersetzungen.

60 % der Friedens-, Ernährungs- und Ausbildungsprojekten in Kenia werden von der katholischen Kirche finanziert und gestützt.

Die Waldbröler Sternsinger unterstützen ganz gezielt auch den Kinderhort Kürmi (auf Deutsch: Regenbogen), El Alto, Bolivien.

Ein paar Zahlen:

2016 kamen 45 Millionen Euro zusammen, gesammelt von 330.000 Kindern und 90.000 Begleitern. Damit wurden mehr als 1.500 Projekte in 108 Ländern weltweit unterstützt.

Die Sternsinger im Seelsorgebereich an Bröl und Wiehl sammelten 2016 etwa 50.000 Euro, die Kinder aus Waldbröl waren mit über 9.000 Euro, die aus Nümbrecht mit fast 6.000 Euro und die Denklinger Kinder mit etwa 5.000 Euro daran beteiligt.

Grundsätzliches zum Ablauf der Aktion:

In Waldbröl und Nümbrecht sind die Sternsinger schon vom 26. Dezember an unterwegs. Die Denklinger Könige gehen am 6. und 7. Januar von Haus zu Haus, singen, sammeln und bringen den Segen „20*C+M+B+17" (Er bedeutet: „Christus segne dieses Haus") Die Kinder werden von vielen Menschen gerne erwartet und großzügig beschert. Mitmachen beim Sternsingen darf jedes Kind, die Konfession spielt keine Rolle. Der Waldbröler Bürgermeister empfängt die Sternsinger am Freitag, dem 6. Januar um 9.00 Uhr. Das Rathaus in Nümbrecht ehrt die Teilnehmer der Aktion am selben Tag um 10.00 Uhr. Am 8. Januar werden die Könige in den Kirchengemeinden zum Abschlussgottesdienst erwartet. Danach gibt es wie in jedem Jahr einen Besuch im Kino als Dankeschön.

SCHLAGWORTE:
Ort
Veröffentlicht
07. Januar 2017, 00:00
Autor
Rautenberg Media Redaktion