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Emma: Toleranz Am 16. November feiert die Welt den Internationalen Tag der Toleranz Die Toleranz ist laut UNESCO eine Notwendigkeit für den Frieden und für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung aller Völker dieser Welt. Das Ziel dieses Tages ist, das Problembewusstsein in der Öffentlichkeit zu wecken, die Gefahren der Intoleranz deutlich zu machen und die Menschenrechte und Grundfreiheiten anderer nicht zu missbrauchen. Der Duden beschreibt tolerant als duldsam, nachsichtig, verständnisvoll, weitherzig, entgegenkommend. Das sind wirklich große Worte. Aber wie oft halten sich die Menschen daran? Vielleicht sollte man die Welt mit anderen Augen sehen, also oftmals viel bewusster. Toleranz bedeutet nicht Nachgeben oder Nachsicht, sondern Respekt, Offenheit, sogar Neugier gegenüber anderen Menschen, deren Kulturen und Akzeptanz der Menschenrechte im Allgemeinen. Dieses kann man nur durch Kommunikation, freiheitliches Denken und Bildung erlangen. In einer Welt mit unterschiedlichen Weltbildern und Wertevorstellungen ist Toleranz die tragfähigste und unentbehrliche Grundlage für ein gerechtes, friedliches und menschenwürdiges Miteinander. In der heutigen Zeit ist Toleranz wichtiger als jemals zuvor und bedeutet viel mehr als das, was der Duden schreibt. Gerade jetzt bei der Vertreibung ganzer Völker, zunehmender Flüchtlingswelle und Kriege besteht die große Gefahr der Intoleranz. Doch Toleranz ist auch im Kleinen notwendig, in der Familie oder Nachbarschaft. Sie bedeutet auch Zuhören, Offensein für Andere, die Achtung der Würde jedes Mitmenschen und das Akzeptieren ihrer Eigenarten. Emma hat das Gefühl, dass gerade in diesem grauen Monat November die Menschen intoleranter sind. Das trübe Wetter spielt sicher eine Rolle; es drückt auf das Gemüt. Hinzu kommt der Stress zum bevorstehenden Weihnachtsfest, bei dem Toleranz eine große Rolle spielt. Toleranz ist Harmonie mit allen Menschen, egal in welcher Situation, in welcher Sprache oder Religion. Ein Zitat von Wilhelm Busch: "Toleranz ist gut, aber nicht gegenüber den Intoleranten." (C.v.D.)
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Emma: Rettet die Kastanie Rettet-die-Kastanie-Tag Zunächst war Emma stutzig, als sie las, wem der 9. November gewidmet ist. Doch dann wurde ihr klar, dass es nicht darum geht, die Kastanien für die Sammelaktion bei Haribo zu retten. Die Kastanienfrüchte sind den Kindern nicht nur ein wertvolles Tauschobjekt, sie regen sie auch zum Basteln der beliebten Kastanienmännchen oder Pferdchen an. Deshalb sind die Rosskastanien ihre Lieblingsbäume. Wegen ihrer Widerstandsfähigkeit und der schönen Blüten wurde sie oft entlang von Straßen als Alleebaum und in Parks angepflanzt. Im Wald findet man sie selten, da sie nicht forstwirtschaftlich genutzt werden. Aber als Biergartenbaum sind sie beliebt, weil die dichten Kronen vor Regen und Sonne schützen. Doch nun wird ihre Widerstandsfähigkeit gebrochen. Die Kastanienminiermotte setzt ihnen kräftig zu. Seit 2005 ist diese Motte in ganz Deutschland verbreitet. Weit vor dem Herbst bekommen die Kastanienblätter Flecken und braune, eingerollte Blätter. Schuld daran ist dieser Kleinschmetterling aus der Familie der Miniermotten, deren Larven durch ihre Fresstätigkeit das Innere der Blätter zerstören, die dann abfallen. Durch den jahrelangen Befall der Miniermotte sind die Bäume geschwächt und ihre Abwehrkräfte durch weniger Energieeinlagerung minimiert. Die so geschwächten Bäume müssen sich nun gegen neue Feinde wehren. Sie werden von Bakterien und Pilzen befallen, die sich in Risse und an blutenden Stellen am Stamm setzen. Dadurch kann ein Kastanienbaum innerhalb weniger Wochen absterben. Altbäume widerstehen den Erregern besser als Jungbäume. Um diesen Traditionsbaum zu retten, gibt es diesen heutigen Tag. Die effektivste Art zum Erhalt der Rosskastanien beizutragen, ist das Laub großzügig aufzusammeln, es zu verbrennen oder zu einer Sammelstelle zu bringen. Denn die Kastanienminiermotte überwintert in den Blättern und wird durch das Sammeln in der Entwicklung gestört. Mit dieser umweltschonenden Art kann der Kreislauf durchbrochen und die Bedrohung der Bäume eingedämmt werden. So heißt also das heutige Motto: "Rettet die Kastanien". (C.v.D.)
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