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FBG "Drachenfelser Ländchen"

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FBG "Drachenfelser Ländchen"

Besuch des Reviers Hochpochten im Forstamt Cochem

Wachtberg - Am 13. Mai besuchen Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) "Drachenfelser Ländchen" das Revier Hochpochten im Norden von Rheinland-Pfalz.

Sie wurden von Forstamtsleiter Hans-Peter Schimpgen und Revierleiter Michael Fohl begrüßt. Zur Einführung in die Exkursion stellte Herr Schimpgen das Forstamt Cochem vor. Michael Fohl gab dann eine kurze Einführung in die Situation des Waldes in seinem Revier, dass er schon viele Jahren betreut. Ziel seiner Arbeit ist es einen artenreichen und klimastabilen Mischwald zu schaffen und zu erhalten. Dies konnte er den Exkursionsteilnehmern an Hand verschiedener Waldbilder demonstrieren. Ein Schwerpunkt lag dabei auf den Baumarten Weißtanne und Eiche. Vor allem der heimischen Weißtanne gilt sein besonderes Augenmerk, da sie mit sich ändernden Klimabedingungen wahrscheinlich besser zurechtkommt als die Fichte. Die Weißtannen Naturverjüngung und die Entwicklung gepflanzter Weißtannen in Fichtenbeständen ohne Zaunschutz beeindruckten die Besucher. Michael Fohl wies darauf hin, dass dies nur gelingt, wenn vor allem das Rehwildes konsequent bejagt wird. Dazu hat er ein ausgeklügeltes Jagdkonzept über die Jahre entwickelt, das einheimische Jagdhelfer und zahlende Jagdgäste an der Jagd beteiligt. Dabei setzt er auf das Prinzip der Intervalljagd mit zeitlichen Schwerpunkten zu Beginn der Jagdzeit im Mai sowie Anfang September und Ansitzdrückjagden in den Wintermonaten. An einem weiteren Waldbild zeigte Michael Fohl, dass auch die Naturverjüngung in einem alten Eichenbestand bei entsprechender Pflege und konsequenter Jagd gelingen kann.

Das Revier Hochpochten wurde 2017 im Rahmen der UN-Dekade "Biologische Vielfalt" als vorbildliches Projekt zur Schaffung klimastabiler Wälder besonders ausgezeichnet. Der FBG-Vorsitzende Dr. Christoph Abs dankte Hans-Peter Schimpgen und Michael Fohl für ihre interessante Führung durch das Revier Hochpochten, die sehr anschaulich gezeigt hat, wie man mit waldbaulichem Geschick und einer konsequenten Jagdstrategie einen artenreichen und stabilen Mischwald aufbauen kann. Die extremen Waldschäden als Folge des trockenen Sommer 2018 zeigen, dass nur der Aufbau klimastabiler Mischwälder, wie im Revier Hochpochten, die Chance bieten, die Zukunft unseres Waldes zu sichern. (Dr. Christoph Abs, FBG Drachenfelser Ländchen)

Ort
Veröffentlicht
12. Juli 2019, 04:26
Autor
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