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In einem dramatischen Finale, das vor allem von der Spannung lebte und am Ende die Emotionen im Fußballtempel Lohmühle zum Sieden brachte, setzte sich der VfB gegen Ligakonkurrent SC Weiche Flensburg 08 am Ende verdientermaßen mit 1:0 (0:0) durch. Das Tor des Tages erzielte Ahmet Arslan mit einem verwandelten Elfmeter kurz vor Ende der regulären Spielzeit. Ausgangslage Die Punktrunde wurde bereits am vergangenen Wochenende beendet, der Vorjahresmeister aus Flensburg hatte die Saison mit 59 Zählern auf dem vierten Tabellenplatz beendet. Der VfB lief bekanntermaßen mit 15 Punkten Vorsprung auf den Endspielgegner als Vizemeister übers Ziel. Auch den Landespokalwettbewerb traten die Flensburger als Titelverteidiger an, der VfB wollte diesen indes erstmals nach drei Jahren Auszeit wieder für sich entscheiden und in den lukrativen DFB-Pokal einziehen. Aufstellungen Nach dem 5:2 zum Saisonausklang gegen den VfL Oldenburg nahm Trainer Rolf Landerl zwei Veränderungen in der Startelf vor. Benjamin Gommert kehrte nach überstandener Kopfverletzung ins Tor zurück und verdrängte Kevin Tittel auf die Bank. Auch Yannick Deichmann musste verletzt passen, dafür war der zuletzt gelbgesperrte Sven Mende wieder dabei. Auf Flensburger Seite gab es ein erneutes Wiedersehen mit Gökay Isitan, der im vergangenen Jahr noch das VfB-Trikot trug. Auch Dominic Hartmann und der später eingewechselte Kevin Schulz trugen in ihren Laufbahnen schon Grün-Weiß. Highlights Nach zurückhaltendem Beginn nahm der VfB das Heft des Handelns zunehmend in die Hand. Während die Flensburger zunächst einmal den Fokus auf die Defensive legten, erspielten sich die Grün-Weißen erste Möglichkeiten. Die erste unter gütiger Mithilfe der Förderstädter, denn einen Querschläger am eigenen Strafraum konnte Marvin Thiel erlaufen, seine Direktabnahme klatschte jedoch an den Pfosten (10.). Auch Florian Riedel hatte Pech, dass sein Schuss aufs lange Eck noch leicht abgefälscht wurde und so am Tor vorbeistrich (11.). Kurz darauf war es Flensburgs Paetow, der eine scharfe Flanke nur knapp über das eigene Tor köpfte (19.). Auf die erste Flensburger Chance mussten die 217 mitgereisten Weiche-Fans bist zur 28. Minute warten. Tommy Grupe konnte einen ungenauen Rückpass nicht mehr erlaufen, der flinke Ibekwe entwischte ihm. Seinen Pass auf den mitgelaufenen Hartmann schloss dieser mit einem scharfen Flachschuss aufs linke untere Eck ab, doch Gommert tauchte reaktionsschnell ab und lenkte die Kugel um den Pfosten (29.). Die dickste Flensburger Gelegenheit ließ der schon im ersten Durchgang eingewechselte Kevin Schulz aus, als er nach einer Ecke am langen Pfosten völlig frei stehend den Ball nicht voll erwischte und so das leere Tor verpasste (63.). Auf der anderen Seite kam Riedel noch einmal gefährlich zum Abschluss, Hoins hatte ihm zuvor aufgelegt (66.). Die Dramaturgie nahm ihren Lauf, als Ibekwe im Laufduell mit Grupe spät zu Fall kam und die Flensburger vehement eine Notbremse forderten. Schiedsrichter Malte Göttsch ließ jedoch weiterlaufen. Fünf Minuten vor dem Ende ertönte schließlich der Pfiff – jedoch auf der anderen Seite. Eine knifflige Zweikampfsituation mit Patrick Hobsch, von denen es schon im ersten Durchgang einige gab, entschied der Unparteiische nun zugunsten der Grün-Weißen – Ahmet Arslan ließ sich nicht lange bitten und verwandelte eiskalt zur lübschen Führung (86.). Doch Flensburg drückte noch einmal und hatte Glück, in einer unübersichtlichen Strafraumsituation einen höchst zweifelhaften Handelfmeter zugesprochen zu bekommen. Dominic Hartmann, der im Vorfeld noch ausführlich über die Offensivschwäche des Gegners philosophierte, legte diese nun selbst an den Tag und scheiterte mit einem schwachen Schuss an Benjamin Gommert (89.). Der VfB kam durch den eingewechselten Fabio Parduhn sogar noch zum 2:0 – die Anerkennung verweigerte Göttsch allerdings und ließ sofort weiterspielen, obwohl Trainer, Zeugwarte, Physios und Mannschaftsarzt noch jubelnd auf dem Platz standen – unfassbare Fehlleistung des Mannes in Gelb. Dass der stark abseitsverdächtige Gegenstoß der Flensburger nicht zum Erfolg führte, war der Offensivschwäche des Gegners zu verdanken. Das Spiel im Stenogramm: VfB Lübeck: Gommert – Weißmann, Arslan (90.+3 Richter), Mende, Thiel, Grupe, Halke, Hoins (82. Nogovic), Matovina, Hobsch (90.+2 Parduhn), Riedel SC Weiche Flensburg 08: Kirschke – Jürgensen, Paetow, Wirlmann (37. Schulz), Isitan (78. Empen), Walter, Thomsen, Njie, Pastor Santos (87. Wulff), Ibekwe, Hartmann. Schiedsrichter: Malte Göttsch (TuS Hartenholm) Tor des Tages: 1:0 Arslan (86./FE) Gelbe Karten: Thiel, Arslan, Nogovic, Parduhn – Wirlmann, Schulz Bes. Vorkommnis: Dominic Hartmann (SC Weiche) scheitert per Handelfmeter an Benjamin Gommert (89.) (Quelle: VfB Lübeck) www.unserort.de/Luebeck
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