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Wer schlägt - der geht!

(ots) - Verden (wre.) Zu einem familiären Streit, der in Handgreiflichkeiten gegenüber der 24-jährigen Lebensgefährtin ausartete, wurde die Verdener Polizei am Mittwoch morgen gerufen. Die Lebensgefährten waren in einen Streit geraten, in dessen Verlauf der 25-jährige Mann zunächst mit Geschirr um sich geschmissen hatte. Anschließend trat der Mann seiner Freundin gegen das Bein. Das zweijährige gemeinsame Kind der Beiden war während der Auseinandersetzung anwesend. Die Polizisten nahmen eine Strafanzeige wegen Körperverletzung auf und erteilten dem Mann einen vorläufigen Platzverweis für die gemeinsame Wohnung. Einen vorläufigen Platzverweis gegen den oder die Verursacher(in) der Gewalt auszusprechen ist nach dem Niedersächsischen Gesetz über die öffentliche Sicherheit und Ordnung (Nds. SOG) möglich, wenn von einem der Wohnungsinhaber für einen der anderen Bewohner eine Gefahr ausgeht . Solch ein Platzverweis für die Höchstdauer von vierzehn Tagen ist keine Dauerlösung, aber ein Anfang, um die Gewaltspirale zu stoppen. Die Opfer der Gewalt haben zudem in dieser Zeit die Gelegenheit, weitere zivilrechtliche Schritte gegen den/die Täter(in) einzuleiten. Hierbei können sie sich von den Mitarbeiterinnen der Beratungs- und Interventionsstelle (BISS) Verden unterstützen lassen. Die Beratungen der BISS sind vertraulich und kostenlos. Die Mitarbeiterinnen sind unter der Tel.: 04231-956474 zu erreichen. Weibliche Opfer, die von häuslicher Gewalt betroffen oder bedroht sind, können sich in Verden unter der Tel.: 04231-961970 an den immer erreichbaren Frauennotruf wenden. Außerdem können sich Opfer und Zeugen von Gewalt selbstverständlich im akuten Gefährdungsfall unter der Notruf-Nummer 110 an die Polizei wenden.

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Veröffentlicht
28. Juli 2011, 11:27