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Behindertenbeirat Ludwigsfelde bei Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming Am 6. September trafen sich in der Zweigstelle Luckenwalde der Verkehrsgesellschaft Teltow-Fläming Mario Mannewitz und Maren Ruden, Mitglieder des Ludwigsfelder Behindertenbeirates, mit drei Vertretern der VTF. Neben Geschäftsführer Volker Fleischer wurden die Gäste von Sabine Müller, Abteilungsleiterin Verkehr und IT-Fachmann Uwe Subklebe (Abt. Netzwerke/RBL) empfangen. Ausschlaggebend für den Besuch – und deshalb brannte es den beiden Ludwigsfeldern besonders auf den Nägeln – war die Größe der Schrift auf den Fahrplanaushängen in ihrer Stadt. Die Fahrpläne in A5-Größe, welche in den braunen Aushangkästen der Bushaltestellen zu finden sind, können selbst von nicht Sehbehinderten kaum gelesen werden. „Diese Aushangkästen“, so Volker Fleischer, „gehören nicht der Verkehrsgesellschaft“. „Sie sind Eigentum der Stadt und werden für öffentliche Aushänge genutzt“, erklärte er weiter und berichtete dann von einer Zusammenkunft mit dem Luckenwalder Behindertenbeirat. Auf dessen Anregung hin, würden nun in allen Bussen die Haltestellen angesagt. Dies begrüßten Mario Mannewitz und Maren Ruden ausdrücklich und erkundigten sich, ob es in Ludwigsfelde jemanden gäbe, der für die Fahrplanaushänge zuständig ist. Den Namen des Ansprechpartners bei der Stadtverwaltung Ludwigsfelde, an den die Dateien der Fahrpläne gesandt werden, nannte ihnen der Geschäftsführer der Verkehrsgesellschaft. „Wir werden zeitnah einen Termin mit ihm vereinbaren“, nahmen sich die Mitglieder des Behindertenbeirates vor. Weiterhin drehte sich die Beratung um die Anzahl der Öffnungstaster in den Bussen. Diese sind mittlerweile meist mit Brailleschrift gekennzeichnet. Jedoch ist je nach Länge des Busses die Anzahl und damit auch der Ort der Anbringung verschieden, so dass sich Blinde- und Sehbehinderte stets wieder neu orientieren müssen. „Ein garantierter Taster an der Ausstiegstür würde uns das Leben immens erleichtern“, meinte Mario Mannewitz. Allerdings zeigten sich die Behindertenbeiräte erfreut über die zumeist absenkbaren Busse, die ein großes Stück Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte bedeutet. Man sprach auch über die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft vieler Busfahrer, jedoch gäbe es auch immer wieder Ausnahmen, die auf die Frage nach der Linienführung mit „Steht doch vorne dran“ antworteten, was für einen Sehbehinderten leider kontraproduktiv ist. Als Geschäftsführer Volker Fleischer darauf hinwies, dass die Busfahrer regelmäßig geschult würden, kam man gemeinsam auf die Idee, Mitglieder des Behindertenbeirates könnten dort einen Vortrag halten – als Fachexperten in eigener Sache sozusagen. Der erste Termin soll im November liegen. Um größere Fahrpläne will sich der Ludwigsfelder Behindertenbeirat bemühen. Zwei interessante Informationen nahmen Mario Mannewitz und Maren Ruden aber noch mit: „Uns gehören die kleinen gelben Kästen an den Haltestellenschildern“ und wir denken hier über eine Modernisierung nach, für die es aber noch keine Zeitschiene gibt“, erklärte Uwe Subklebe. „Der Gesetzgeber sieht jedenfalls vor, dass bis 2022 der gesamte ÖPNV barrierefrei sein soll.“ Das Wichtigste für alle Bus-Nutzer ist allerdings: Es gibt eine Telefonnummer, unter der man den Buseinsatz Ludwigsfelde Montag-Freitag von 4 Uhr morgens bis 20 Uhr erreicht – 03378 869511. Hier bekommt man Auskunft zu allen Buslinien, zu Abfahrtszeiten und eventuellen Verkehrsbehinderungen, aus denen sich eine Verspätung ergibt.       M. R.
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1,7 Kilometer von Sputendorf nach Struveshof Die Region Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf wächst immer näher an Ludwigsfelde und Großbeeren heran. Spürbar wurde das beispielsweise am 21. September, als der Ludwigsfelder Bürgermeister Andreas Igel (SPD) gemeinsam mit seinem Stahnsdorfer Amtskollegen Bernd Albers (BfB) und dem Sputendorfer Ortsvorsteher Rolf-Denis Kupsch (Wir Vier) den ersten Spatenstich für den neuen Radweg zwischen dem Sputendorf und Struveshof setzte. Auch einige Bürger aus Sputendorf und Schenkenhorst, den südlichsten Ortsteilen der Gemeinde Stahnsdorf, wohnten dem Ereignis bei, das am südlichen Ausbauende Sputendorfs in der Straße der Freundschaft feierlich begangen wurde. „Für Sputendorf eröffnen sich mit dieser Wegeverbindung neue Horizonte. Neben der Sanierung des Bürgerhauses ist dies sicher der wichtigste Meilenstein des Jahrzehnts für die dortige Ortsentwicklung. Die Anbindung an die Regionalbahn 22 via Struveshof ist hier ähnlich wertvoll, wie es eine Verlängerung der S25 für die Stahnsdorfer wäre“, sagte Bürgermeister Albers. Ausbauziel ist es, den vorhandenen Weg zwischen Sputendorf und Ludwigsfelde-Struveshof zu befestigen, der gleichzeitig die kürzeste Verbindung beider Orte darstellt. Es handelt sich dabei um eine ­Trasse, die sowohl als Wirtschaftsweg für landwirtschaftliche Fahrzeuge dienlich als auch der touristischen Entwicklung förderlich sein wird, etwa für Radfahrer und Skater. Der Wirtschaftsweg mit einer Gesamtlänge von 1.690 Metern beginnt in Sputendorf am Befestigungsende der Straße der Freundschaft, verläuft in südlicher Richtung und endet am befestigten Sputendorfer Weg im Lud­wigsfelder Wohnplatz Struveshof. Er ist derzeit zu zwei Dritteln unbefestigt. Die Kosten für Planung und Bau betragen insgesamt rund 340.000 Euro, wovon die Gemeinde Stahnsdorf zwei Drittel übernimmt, Ludwigsfelde das übrige Drittel. Der Vorschlag zum Bau eines Radweges bzw. kombinierten Rad-/Wirtschaftsweges stammt aus 2015, als im Rahmen der Beteiligung zum damaligen Stahnsdorfer Bürgerhaushalt dies die am drittstärksten votierte Forderung war. PM/CW
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