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Targo-Bank und associated press – was verbindet sie?

Am 23.12. lese ich im Wirtschaftteil der Kölnischen Rundschau, ein Rentner habe das seltene Glück, vor dem Landgericht Düsseldorf seinen Schadenersatzprozess gegen die Targo-Bank. früher Citi-Bank wegen Falschberatung bei LEHMAN-BROS-ZERTIFIKATEN gewonnen zu haben.

Die meisten anderen Geschädigten seien leer ausgegangen.

„Der Rentner gehört damit zu den wenigen, die sich durchgesetzt haben.“

Zur Erinnerung:

2007 ging die US-Bank LEHMAN BROS Pleite. Sie hatte sich u. a. mit den minderwertigen Subprimes, d. h. letztlich uneinbringlichen amerikanischen Hypothekenpapieren eingedeckt (eine Hinterlassenschaft Clintons, der dem Wahn verfallen war, selbst der wohnsitzlose US-Bürger müsse ein Eigenheim haben; bezahlt haben diesen amerikanischen Traum – wie im-mer bei den Umverteilern – die Guten, die Braven, die, die es mit Fließ, Entbehrungen, ihrer Hände oder Kopf Arbeit zu etwas gebracht hatten.

Damit verloren zigtausende Kleinanleger viel bis alles, meist ältere Menschen, die für ihr Al-ter, die Ausbildung ihrer Kinder usw. vorsorgen worden, v. a. auch in Deutschland. Manche verarmten vollständig.

Sie schlossen sich zu einem Kampfverband zusammen, der u. a. überlegte, die Webseiten der Hauptschuldigen an ihrem Elend mit millionenfachen Aufrufen oder der millionenfachen Ü-berweisung 1 Cents tagelang lahm zu legen.

Fast allen einfachen Bürgern war gemeinsam, dass ihnen zweifelhafte Produkte dieser Firma von Bankberatern, in Wirklichkeit reine Verkäufer, entgegen deren Anlegerpraxis und Vor-stellungen angedreht wurden mit dem Versprechen, eine sichere, gut verzinsliche Anlage ei-nes Instituts in der Hand zu halten, das bis vor kurzem noch ausschließlich in der Milliardärs-liga gespielt habe, sich nunmehr auch dem „Normalkunden“ öffne.

Dabei verschwiegen sie einiges. Unter anderem, dass die Aktien der Firma Lehman 2006 / 2007 entgegen dem allgemeinen Trend kräftig gen Süden fielen – ein purer Zufall? Niemand kannte die Hintergründe?

Weiterhin verschwiegen sie, und das brach den meisten Banken das Genick, dass sie von der Fa. Lehman so genannten INNENPROVISIONEN kassierten. Im Klartext: Sie kassierten dafür, dass sie Schrottpapiere an den Kunden brachten.

Die zitierte Meldung stammt von ap (associated press). Die Rundschau hat sie offensichtlich ungeprüft übernommen. In der FAZ mit ihrem fundierten Wirtschafts- und Finanzteil lese ich darüber – nichts.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Meldung schlicht und einfach erfunden, unwahr, irreführend, zumindest schlecht recherchiert ist.

Warum? Da bin ich auf Spekulationen angewiesen.

Ich schreibe der Rundschau (sie veröffentlicht den Lesebrief nicht, ich habe nichts anderes erwartet):

„Das genaue Gegenteil dürfte zutreffen. Als selbst Geschädigte haben wir seit der Pleite von Lehman-Bros. der kampfstarken und entschlossenen Interessengemeinschaft der Lehman-Opfer (in Wirklichkeit der Banken, denen zehntausende meist ältere Kunden – blauäugig – vertraut haben) angehört, an Beratungen, Informationen durch kompetente Anwälte wie Tilp, Gerichtsverhandlungen, Demonstrationen vor Häusern der Dresdner (jetzt Commerzbank), Citi Bank, Bank Coop (Schweiz) usw., dem Europarat in Straßburg teilgenommen.

Daher wissen wir, dass IN FAST ALLEN FÄLLEN – Düsseldorf ausgenommen - zu Guns-ten der Geschädigten entschieden wurde, zum Teil zu 100 %, u. W. nie unter 70 %.In vielen Fällen zogen es die Banken vor, den zum Teil 90 – (!) jährigen „Kunden“ (z. B. einer Schwie-germutter) still den schaden zu ersetzen, um nicht noch größere Imageverluste zu riskieren.

In Köln erließ das OLG etwa vor Jahresfrist ein RICHTUNG-WEISENDES URTEIL, das den Banken nahezu allen Wind aus den Segeln nahm. Danach stehe sinngemäß „fest, dass Banken in allen Fällen Innenprovisionen bezogen“ hätten, „die sie den Geschädigten verschwiegen“. Ferner stehe „fest, dass die Banken in fast allen Fällen Papiere entgegen den Kundenprofilen verkauft“ hätten und „sehr wohl über die Risiken der Papiere informiert waren, diese den An-legern gleichwohl verschwiegen“.

Düsseldorf bzw. dem dortigen Land – und Oberlandesgericht geht der Ruf nach (wegen des Sitzes der Citi, heut Targo-Bank?) seltsam bankenfreundlich geurteilt zu haben.

Noch sind etliche Fälle vor Gerichten anhängig, daher muss dem erweckten falschen Eindruck entgegen getreten werden.

Sollten Sie dazu Fragen haben, wenden Sie sich vertrauensvoll an mich.

Ort
Veröffentlicht
05. Januar 2012, 14:06
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