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ICE bremst bis zum Stillstand

(ots) /- Am heutigen Morgen, den 20.06.2018, gegen 07:05 Uhr musste auf einer Schnellfahrstrecke der Bahn ein Intercity-Express, der aus Richtung Bitterfeld kam, eine Vollbremsung einlegen. Glücklicherweise nahm der Triebfahrzeugführer des ICE in Gräfenhainichen auf der Höhe der Straße Am Anger eine Person in den Gleisen wahr und leitete sofort eine Gefahrenbremsung ein. Der ICE, der mit über 100 km/h unterwegs war, kam komplett zum Stehen. Die Person verließ dann die Gleise und entfernte sich in unbekannte Richtung. Es handelte sich bei dieser vermeintlich lapidaren Gleisüberschreitung keineswegs um ein Kavaliersdelikt. Die Person, die sich durch diese Tat in enorme Lebensgefahr begab, machte sich auch wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr strafbar. Die Bundespolizei fahndet nun nach dieser Person. Sachdienliche Hinweise werden in der Bundespolizeiinspektion Magdeburg (Tel.: 0391 / 56549-555), unter der kostenfreien Bundespolizei - Hotline (Tel.: 0800 / 6888 000) oder bei jeder anderen Polizeidienststelle entgegengenommen.

Da der Aufenthalt von Personen in diesen lebensgefährlichen Bereichen leider keinen Einzelfall darstellt, weist die Bundespolizei erneut auf die Lebensgefahr in diesen Bereichen hin. Die Züge nähern sich fast lautlos und können je nach Windrichtung oft sehr spät wahrgenommen werden. Der Bremsweg eines Zuges bei 100 Kilometer in der Stunde kann bis zu 1000 Meter betragen. Kostenlose Flyer zu dieser Problematik stellt die Bundespolizei gern zur Verfügung.

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Veröffentlicht
20. Juni 2018, 12:30
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