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Der Tod kam dazwischen Posthum hohe Ehrung für Reinhart Marschall - Mitglied im "Club der 100" des DFB Heimerzheim. "Reinhart Marschall hat es mit seinem Engagement geschafft, den SSV Heimerzheim wiederzubeleben und ihn von einem reinen Fußballverein zu einem Mehrspartenverein weiterzuentwickeln. Auch lag ihm die Integration von Flüchtlingen sehr am Herzen und als Koordinator hat er den Umbau vom Asche- zum Hybridrasenplatz entscheidend vorangetrieben." Mit diesen Worten würdigte der 1. Vorsitzende Jürgen Bachmann beim Ehrenamtstag des Fußballkreises Bonn im Dezember 2018 Reinhart Marschall, den 1. Vorsitzenden des SSV Heimerzheim, und zeichnete ihn mit dem Ehrenamtspreis des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) aus. Anschließend berief ihn der DFB in seinen "Club der 100". In diesem Kreis sind für ein Jahr die besten 100 Ehrenamtler aus den insgesamt 280 Fußballkreisen in Deutschland versammelt. Damit verbunden ist unter anderem die Einladung zu einem Länderspielwochenende. Doch der Tod kam im April dazwischen. So konnte Reinhart Marschall selbst nicht mehr seine hohe Ehrung genießen. Im Rahmen eines großen Sporttages anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Gemeinde Swisttal erinnerte Bachmann auf dem Hybridrasenplatz am Höhenring nochmals ausführlich an die großen Verdienste des Verstorbenen und übergab die DFB-Ehrenurkunde an seine Frau Marion und Sohn Robert, die inzwischen ein Wochenende in Hamburg mit Bankett und persönlicher Ehrung verbringen durften. Für die mit der persönlichen Ehrung verbundene Vereinsehrung übergab Bachmann dem SSV zwei hochwertige Minitore und ein Ballpaket. Der Verein verlieh Reinhart Marschall posthum die Ehrenmitgliedschaft, mit der auch das langjährige Vorstandsmitglied Andreas Engels ausgezeichnet wurde. Beim zuvor ausgespielten Swisttal Bambini-Cup setzte sich in einem spannenden und hartumkämpften Finale der SV Swisttal mit 2:0 im Siebenmeter-Schießen gegen den SSV Heimerzheim durch. Der absolute Höhepunkt des von SSV-Geschäftsführer Thomas Wicht und seiner Crew bestens organisierten Sporttages, der eine größere Zuschauerzahl verdient gehabt hätte, war die Partie zwischen der mit zahlreichen ehemaligen Bundesliga-Spielern gespickte Traditionsmannschaft des 1. FC Köln und einer Swisttal-Auswahl. Am Ende siegte der EffZeh mit 8:1. Den Ehrentreffer erzielte Udo Schaar vom TuS Odendorf. (WDK)
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GSV-Ehrenpreis geht an Taekwondo Verein Swisttal Erstmals geht der SwistTaler an einen Verein - Sportlicher Erfolg und beispielhaftes ehrenamtliches Engagement gewürdigt Swisttal. "Man kann sich kaum vorstellen, was dieser Verein und seine Mitglieder unter der Leitung des Vorsitzenden Dimitrios Lautenschläger ehrenamtlich gestemmt haben. Dazu kommen die herausragenden sportlichen Erfolge und die beispielhafte Jugendarbeit. Der Taekwondo Verein Swisttal (TVS) ist zudem ein hervorragender Repräsentant unserer Gemeinde in der Region, Deutschland und im internationalen Sport." Mit diesen vier Punkten begründet Klaus Jansen, 1. Vorsitzender des 2015 gegründeten Gemeindesportverbandes Swisttal (GSV), die Wahl des diesjährigen Preisträgers. "Damit zeichnen wir erstmals einen Verein aus, nachdem die ersten beiden SwistTaler, der Ehrenpreis des GSV, an die Einzelsportler Michael-Tito Muntu (American Football) aus Heimerzheim (2017) und den Judoka Andreas Tölzer (2018) gingen. Im Jahre 2000 wurde aus einer Abteilung des SV Swisttal der eigenständige Taekwondo Verein Swisttal e.V. Im Jahre 2016 konnte endlich eine eigene Trainingsstätte in Buschhoven bezogen werden, die im Wesentlichen durch Eigeninitiative und ehrenamtlichen Einsatz fertiggestellt wurde. Drei Weltmeister stellte der Verein in den letzten Jahren. Dazu kommen 58 Deutsche Meistertitel seit 2001 und viele weitere nationale und internationale Auszeichnungen. Auch organisierte der Verein große internationale Turniere wie die Europameisterschaften 2005 in der Hardtberghalle oder 2016 den President's Cup, das größte Weltturnier in dieser Sportart, im Telekom Dome mit über 2.000 Teilnehmern aus über 50 Nationen. Derzeit hat der Verein 150 Mitglieder, davon rund 90 Prozent im Jugendbereich. Sechs Trainer fördern und fordern die Athleten. Der Verein achtet besonders darauf, die Nachwuchssportler nicht nur im sportlichen Bereich zu betreuen, sondern sie ebenso bei der schulischen und beruflichen Ausbildung zu unterstützen. Eine Kooperation mit dem Sportgymnasium in Bonn-Tannenbusch gehört genauso dazu wie die Zusammenarbeit mit der Sportprofilklasse der Georg-von-Boeselager Sekundarschule in Heimerzheim. Ebenso hat Integration einen hohen Stellewert beim TVS. Dass Lautenschläger immer schon über den Tellerrand hinausgeschaut hat, belegt unter anderem auch die Gründungsmitgliedschaft beim Gemeindesportverband Swisttal. "Taekwondo ist ein Sport, mit dem im Alter von vier Jahren begonnen werden kann", erläutert Dimitrios Lautenschläger und freut sich über jeden, der zum TVS kommt. "Jeder kann bei uns zweimal ein kostenloses Probetraining absolvieren. Und niemand muss eine lange Vertragsbindung eingehen. Da sind wir ganz unkompliziert", wirbt der 2013 mit dem Ehrenpreis Bonner Sport ausgezeichnete Meistertrainer für seinen Sport. "Um diese umfassende und erfolgreiche Vereinsarbeit in allen Bereichen, diese beispielhafte Eigeninitiative und den unermüdlichen Einsatz der Ehrenamtler würdigen zu können, haben wir uns entschlossen, dieses Jahr mit dem Taekwondo Verein Swisttal die Gesamtleistung eines Vereins auszuzeichnen", begründet Klaus Jansen die Entscheidung. "Da dieses der letzte Sporttag vor den Olympischen Sommerspielen 2020 in Tokio ist, verbinden wir damit auch den Wunsch, dass TVS-Sportler dort nicht nur um Medaillen kämpfen, sondern auch die Gemeinde Swisttal und Deutschland würdig repräsentieren werden." Der Vorsitzende hofft, dass diese Ehrung zugleich Ansporn für andere Vereine sein möge, ihr Engagement fortzuführen und, wo immer möglich, weiterzuentwickeln und auszubauen. (WDK)
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