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Für ein Mehr an Miteinander: Kreis verleiht Siegel "Interkulturell orientiert" Auszeichnung für Stadt Troisdorf, Gemeinde Swisttal, Jobcenter Rhein-Sieg und Siegtal-Gymnasium Eitorf Rhein-Sieg-Kreis (an) - Integration beginnt in den Köpfen der Menschen, beide Seiten müssen den Willen haben, aufeinander zuzugehen. Um das zu stärken, vergibt der Rhein-Sieg-Kreis zusammen mit den Integrationsagenturen des Caritasverbandes Rhein-Sieg e.V., dem Diakonischen Werk des Ev. Kirchenkreises an Sieg und Rhein sowie der Kurdischen Gemeinschaft Rhein-Sieg/Bonn jährlich das Siegel "Interkulturell orientiert" an Verwaltungen, Institutionen oder Organisationen. Die Einrichtungen starten einen Prozess der interkulturellen Öffnung, bei dem ganz unterschiedliche Themenbereiche betrachtet werden: Gibt es beispielsweise ein interkulturelles Leitbild? Welche personelle Situation im Hinblick auf die kulturellen Hintergründe liegt vor? Gibt es Fortbildungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter? Ziel ist es, die eigene Einstellung zu reflektieren, Vielfalt als Chance zu sehen und offen für Neues zu bleiben. In diesem Jahr überreichte Dieter Schmitz, der Sozialdezernent des Rhein-Sieg-Kreises, zusammen mit Patrick Ehmann, Sprecher der AG Wohlfahrt und Antje Dinstühler, Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums des Rhein-Sieg-Kreises (KI), je ein Siegel an die Stadt Troisdorf, die Gemeinde Swisttal, das Jobcenter Rhein/Sieg und das Siegtal-Gymnasium Eitorf. "Das Siegel bietet Verwaltungen und Organisationen im Rhein-Sieg-Kreis eine Orientierung und eine Struktur für den Prozess der interkulturellen Öffnung", sagte Sozialdezernent Schmitz bei der Übergabe der Urkunden. "Kern dieser Öffnung ist es, Gleichberechtigung für alle Menschen mit oder ohne Migrationshintergrund zu ermöglichen." Dafür erfasste z.B. das Sozial- und Wohnungsamt der Stadt Troisdorf die Sprachkenntnisse aller Mitarbeitenden, um sie gezielter einsetzen zu können. Für die ländliche Gemeinde Swisttal ist Mobilität mitentscheidend für die Förderung der Gleichberechtigung: Neubürgerinnen und Neubürger erhalten ein (gebrauchtes) Fahrrad als Willkommensgeschenk. Das Siegtal-Gymnasium Eitorf übersetzte die Schulordnung in leichte Sprache und etablierte Sprachpaten, die in der Schule für neuzugewanderte Schülerinnen und Schüler zuständig sind. Und etwa 470 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Job-Centers des Rhein-Sieg-Kreises nahmen an Schulungen teil, um in den Beratungsgesprächen noch intensiver auf die individuellen Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden eingehen zu können. Eine Jury, bestehend aus dem Sozialdezernenten des Rhein-Sieg-Kreises, der Leitung des Kommunalen Integrationszentrums des Rhein-Sieg-Kreises sowie den Leitungen der drei o.g. Integrationsagenturen im Rhein-Sieg-Kreis, überprüfte nach einem Jahr den durchlaufenden Prozess und entschied über den Erhalt des Siegels. Das Projekt ist bundesweit einmalig, die ersten Ausgezeichneten in 2018 waren die Verwaltungen der kreiseigenen Städte Niederkassel und Königswinter. "Interkulturelle Öffnung ist eine wichtige Aufgabe für alle Organisationen und Arbeitgeber", sagt Patrick Ehmann, Sprecher der AG Wohlfahrt und Geschäftsführer des Diakonischen Werks des Ev. Kirchenkreises an Sieg und Rhein. "Sie ermöglicht u.a. die Wahrnehmung und die Sensibilität der Menschen über die Vielfalt der Gesellschaft." Das Kommunale Integrationszentrum des Rhein-Sieg-Kreises Der Rhein-Sieg-Kreis hat mit Beschluss des Kreistages und durch Förderung des Landes NRW ein Kommunales Integrationszentrum (KI) eingerichtet. Am 6. November 2014 hat das KI seine Arbeit aufgenommen. Organisatorisch ist das multiprofessionelle Team aus Sozialpädagoginnen, Verwaltungsfachkräften, Lehrerinnen und Lehrern unter Leitung von Antje Dinstühler als Stabsstelle unmittelbar an das Dezernat II unter Sozialdezernent Dieter Schmitz angebunden. Als Schnittstelle zwischen allen Akteuren der Integrationsarbeit im Rhein-Sieg-Kreis umfasst das Netzwerk des KI mittlerweile weit mehr als 300 Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartner. Der Fokus des KI richtet sich darauf, Integration als Querschnittsaufgabe auszugestalten. Der Schwerpunkt liegt in diesem Handlungsfeld bei der Interkulturellen Öffnung von Verwaltungen und Institutionen sowie der Antidiskriminierungsarbeit. Darüber hinaus gehört die Verbesserung der Bildungssituation von Kindern und Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte zu einer weiteren Kernaufgabe des KI. Das KI ist telefonisch unter der Rufnummer 02241 / 13-3066 oder per E-Mail an zu erreichen. Weitere Informationen sind über das Integrationsportal ( ) abrufbar.
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