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Nebelunfall vor 30 Jahren

Swisttal-Miel. Die Gemeinde Swisttal hatte am Donnerstag, den 28. Mai 2015, zu einer Erinnerungsveranstaltung zum Nebelunfall vor 30 Jahren auf der A 61 eingeladen. Bürgermeister Maack begrüßte viele ehemalige Helfer und Beteiligte sowie Vertreter heutiger Einsatzkräfte im Dorfhaus Miel.

Zum Auftakt wurde ein Dokumentationsfilm des Malteser Hilfsdiensts Rheinbach gezeigt. Am 1. Januar 1985 ereigneten sich auf der Autobahn 61 mehrere Massenunfälle schlimmsten Ausmaßes, die bei einem plötzlichen und sehr dichten Nebel verursacht wurden. Zwischen Weilerswist und Rheinbach prallten rund 150 Fahrzeuge an mehreren Unfallstellen aufeinander. Die schwierigen Wetterbedingungen erschwerten die Rettungsarbeiten der Einsatzkräfte. Besonders die Kälte, die Nässe, das Eis auf der Straße und Temperaturen um 16 Grad minus waren eine große Herausforderung. Verschiedene Behörden und Hilfsorganisationen waren an dem Einsatz beteiligt, darunter die Autobahn- und die Bundespolizei, das Deutsche Rote Kreuz, die Freiwillige Feuerwehr und der Malteser Hilfsdienst.

Balthasar Schumacher, damaliger Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde, Heinz Löhrer vom Malteser Hilfsdienst und Dieter Zeller, ehemals Einsatzleiter der Autobahnpolizei, schilderten ihre Eindrücke und Erlebnisse von diesem Einsatz im Gespräch mit Moderator Dirk Lüssem. In einer weiteren Diskussionsrunde erläuterten Vertreter der Feuerwehr, der Ärzte und der Polizei, was sich heute im Vorgehen bei Massenunfällen und im Umgang mit beteiligten Einsatzkräften und Unfallopfern bei schweren Unfällen verändert hat. Im Anschluss daran hatten die Teilnehmer Gelegenheit sich bei einem kleinen Imbiss miteinander auszutauschen.

„Die Idee zu der Erinnerungsveranstaltung wurde vom Ortsteil Miel an mich herangetragen", sagte Bürgermeister Eckhard Maack. Einer der Unfallorte war die Autobahnauffahrt Swisttal-Miel. Die Anteilnahme in der Bevölkerung war groß und viele Mieler Bürger unterstützen an jenem Tag vom Unfall betroffene Menschen. Den Verantwortlichen in der Gemeinde ist durch das Ereignis von 1985 klar geworden, welche Verantwortung die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Swisttal im Hinblick auf die BAB 61 trägt und welche Konsequenzen für die Vorhaltung von Fahrzeugen und Geräten sowie Organisationsmaßnahmen zu treffen sind.

Von links nach rechts: Dirk Lüssem, Dieter Zeller, Balthasar Schumacher, Heinz Löhrer

Vertreter der Feuerwehr, der Ärzte und der Polizei

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Veröffentlicht
20. Juni 2015, 00:00
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