Sag uns, was los ist:

  • 0Likes
  • 0Shares

Besuch der Abtei Maria Laach

whatsapp shareWhatsApp

Am ersten Adventssamstag besuchte die Volkshochschule Meckenheim Rheinbach Swisttal mit Wachtberg die Benediktinerabtei Maria Laach. Zu Beginn bot eine stimmungsvolle Orgelmatinee mit dem Abteiorganisten Gereon Krahforst die Möglichkeit vom hektischen Arbeitsalltag Abstand zu gewinnen, in sich Ruhe einkehren zu lassen und die hochmittelalterliche Basilika auf sich wirken zu lassen. Choralvorspiele aus Opus 67 von Max Reger sowie Trumpet Tunes in D-Dur und F-Dur von David N. Johnson bildeten hierzu einen würdigen Rahmen. Besonders in das Betrachtungsfeld fiel natürlich das imposante Mosaik im Chorraum in der Ostapsis, in dem Christus als Welterlöser thront und ein aufgeschlagenes Buch nach vorne hält „Ego sum via veritas et vita" - ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.

Nach der musikalischen Einstimmung informierte ein Film über die Gründungshistorie um Pfalzgraf Heinrich II und über die wechselvolle Geschichte des über 900 Jahre alten Klosters in Maria Laach. Bei einem Gang über das Klostergelände hinter den ansonsten verschlossenen Klostermauern gewährte Bruder Jakobus Einblicke in das Klosterleben und in Biographien von Ordensbrüdern. Die Teilnehmenden lernten die Regeln des heiligen Benedikts von Nursia kennen und erfuhren so etwas über den Tagesablauf in einem Benediktinerorden. Kurz zusammengefasst gilt für Benediktiner: Ora et labora - bete und arbeite. Maria Laach verfügt daher über zahlreiche Klosterbetriebe, die in Eigen- oder Fremdregie geführt werden. Die Klosterbetriebe sind für den Orden von besonderer Bedeutung, da ein Orden unabhängig von Bistümern ist und ihm somit zur Finanzierung keine Kirchensteuer zusteht. Der Orden beschäftigt rund 220 Mitarbeiter.

Zum Abschluss konnten die Teilnehmenden die sehenswerte, historische Galerie-Bibliothek erkunden, die Grundstein für eine der größten Privatbibliotheken in Deutschland ist, die Maria Laach mittlerweile beherbergt. Aus Platzgründen wurden für den stetig wachsenden Bestand allerdings moderne Räumlichkeiten in ehemaligen Stallungen eingerichtet.

VHS-Direktor Adrian Grüter dankte Bruder Jakobus für den spannenden und informationsreichen Einblick in die wechselvolle Geschichte der Abtei, der durch die vielen kleinen Anekdoten lebendig und kurzweilig zugleich gestaltet worden war. Der Besuch der Abtei Maria Laach ermöglichte zudem durch seine ansprechende und meditative Umgebung eine kleine Auszeit aus der Hektik des Alltags in der Vorweihnachtszeit und vermittelte Zeit und Raum für Reflexion - ein wunderbares Erlebnis für alle Teilnehmenden!

SCHLAGWORTE:
Ort
Veröffentlicht
24. Dezember 2016, 00:00
Autor
whatsapp shareWhatsApp