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Unverschämt und unsozial! #### Behindertengleichstellungsgesetz Eine Anfrage der Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Troisdorf brachte es ans Tageslicht: In Troisdorf wird die Inklusion mit Füßen getreten. In der Anfrage wurde der Umfang des städtischen Sprachangebotes in sogenannter,,Leichter Sprache" erfragt. Dabei handelt es sich um eine Erweiterung der Standardsprache für Menschen mit kognitiven Einschränkungen, die durch einfache Verständlichkeit Informationen für alle Menschen zugänglich machen soll. Laut dem §11 des Behindertengleichstellungsgesetzes sollen auch die Kommunen,,Informationen vermehrt in,,Leichter Sprache" bereitstellen". Damit die Kommunen damit nicht überfordert werden, gibt es den Verein Netzwerk Leichte Sprache e.V. Dieser legt die Grundregeln der Spracherweiterung fest und steht mit Rat und Tat zur Seite.Doch die Troisdorfer Stadtverwaltung scheint dieses Gesetz äußerst eigenwillig zu interpretieren. Denn nach ihren eigenen Angaben umfasst das gesamte Sprachangebot der Stadt eine Broschüre des Rhein-Sieg-Kreises. Sie haben richtig gelesen: Eigene städtische Broschüren oder gar Informationen sind nicht vorhanden. Doch das dicke Ende kommt erst noch: Die Stadt sieht davon ab, mit dem Verein Leichte Sprache e.V. Kontakt aufzunehmen. Die Begründung: Die Menschen mit kognitiven Einschränkungen könnten das Internet benutzen, um sich auf Übersetzungsseiten die städtischen Informationen übersetzen zu lassen.Dazu Gudrun Hamm, Ratsfrau der Fraktion DIE LINKE und Gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Landschaftsversammlung des LVR:,,Die Ausführungen der Stadt auf unsere Anfrage sind ein schlechter Witz und an Zynismus kaum zu übertreffen. Gerade durch meine Arbeit im LVR bin ich mit mehreren Kommunen im Austausch und kann über mehrere Fälle berichten, in denen durch den Einsatz von Leichter Sprache Informationshürden abgebaut werden konnten. Inklusion ist nämlich nicht nur das Aufbauen von Rollstuhlrampen. Es benötigt ein ganzheitliches Konzept, um alle Barrieren einzureißen. Gerade von den Grünen, die nach eigenen Angaben Handycaps abbauen möchten, bin ich sehr enttäuscht, dass sie nach mehreren Jahren als Teil der schwarz-grünen Koalition diesem Thema anscheinend keinen Stellenwert einräumen. "Wolfgang Aschenbrenner, Fraktionsvorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Troisdorf, ergänzt:,,Wir geben uns mit dieser selbstherrlichen Antwort der Stadtverwaltung nicht zufrieden und kündigen für die Zukunft weitere Anträge an, damit die,,Troisdorfer Verhältnisse" in puncto Intransparenz endlich ein Ende haben." Die B/G Eitorf/Windeck unterstützt die Kolleginnen und Kollegen im Rat der Stadt Troisdorf. Weiter Informationen unter:
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