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Die schönste Regattawoche der Welt ist in diesem Jahr bereits 129 Jahre alt, aber jung wie am ersten Tag. 1889 feierte die Travemünder Woche ihre Premiere – auch wenn sie damals noch nicht so hieß. Die Hamburger Kaufleute Hermann Wentzel und Hermann Dröge segelten vor Travemünde um die Wette. Der Sieger erhielt eine Flasche Lübecker Rotspon. Dieses Rennen gilt als Ursprung des Segelevents und wird durch das Bürgermeisterrennen am Mittwoch, 25. Juli, aber auch durch die Seeregatten hochgehalten. Die Regatten der seegehenden Yachten bilden immer noch einen zentralen Punkt der Travemünder Woche. Auf allen Kursen, der Kurz-, Mittel- und Langstrecke, werden die Crews während der neun Regattatage segeln. Den Auftakt bildet traditionell die Mittelstrecke. Und sie eröffnet auch insgesamt den Regattareigen der gesamten Travemünder Woche. Um 10 Uhr fällt am Samstag, 21. Juni, der erste Startschuss der TW. Die Crews werden sich wohl auf einen sonnigen Auftakt, allerdings auch auf schwache Winde einstellen müssen. Daher hat Seebahn-Wettfahrtleiter Uwe Wenzel schon im Plan, die Kurslänge von den ursprünglich geplanten 30 Seemeilen auf 20 Seemeilen (rund 37 Kilometer) zu begrenzen. Und der Kurs in der Lübecker Bucht wird so gestaltet, dass jederzeit ein Verkürzen der Bahn möglich ist. „Wir wollen um ca. 16 Uhr die Yachten im Ziel haben“, sagt Wenzel. Er freut sich über ein starkes Meldeaufkommen von über 50 Yachten. „Das ist ein super Ergebnis, aus allen ORC-Klassen und aus der Yardstick-Wertung sind Yachten dabei. Wir werden sie wohl in drei Starts auf die Bahn schicken.“ Große Zufriedenheit über den Andrang herrscht auch beim Lübecker Yacht-Club und der Orga-Gruppe Seesegeln. „Das Angebot des ORC-Segelns in mehreren Gruppen hat sich bewährt und die Attraktivität für viele Crews erhöht. Man segelt jetzt mehr mit Yachten gleicher Größe zusammen“, erklärt Hinrich Klatt aus der Orga-Gruppe, der selbst mit der „Jacaranda“ am Start sein wird. Mit Workshops im Winter hat die Orga-Gruppe die Hemmschwelle, sich um einen ORC-Messbrief zu bemühen, bei den Mannschaften herabgesetzt. Zudem zahlt sich aus, dass in den vergangenen Jahren das Ambiente rund um die Regatta verschönert wurde. Mit einem Bier zum Empfang der Yachten im Hafen und geselligen Abend wird ein Rundum-Vergnügen für die Teilnehmer geboten. Dieses Gesamtpaket sollte auch an höherer Stelle Aufmerksamkeit finden. „Wir wollen gern zur Travemünder Woche die Deutsche Meisterschaft im Seesegeln ausrichten. In den vergangenen Jahren waren unsere Bewerbungen nicht erfolgreich. Aber ich denken, über 50 Boote hier am Start sind eine erstklassige Visitenkarte für künftige Bewerbungen“, sagt Jens Kath, der Sportliche Leiter der TW. Neben den Regatten der Seebahn starten am ersten Samstag der Travemünder Woche auch die Segel-Bundesligen in ihre Wettbewerbe sowie die Finn-Dinghys und die RS-Klassen. (Quelle: TW) www.unserort.de/Luebeck
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Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau hat am heutigen Freitag bei seiner Premiere in offizieller Mission die Travemünder Woche in ihrem 129. Jahr eröffnet. Mit dem traditionellen Signal „Heißt Flagge!“ brachte der Verwaltungschef der Hansestadt das Segel- und Festivalevent von der „Lisa von Lübeck“ offiziell auf Kurs. Getrübt wurde die Feierstunde indes durch eine Messerattacke in einem Lübecker Bus, bei der wenige Stunden zuvor in Kücknitz mehrere Menschen zum Teil schwer verletzt wurden. Bürgermeister Lindenau hatte sich gemeinsam mit Landesinnenminister Hans-Joachim Grote direkt vor Ort ein Bild der Lage gemacht und konnte berichten, dass die Verletzten inzwischen in ärztlicher Versorgung seien und der Täter gefasst wurde. Nach der Eröffnung machte sich Lindenau direkt wieder auf den Weg nach Kücknitz. Zur Eröffnung des Events erklärte der Bürgermeister, dass sich die Besucher von solch einer feigen Aktion die Travemünder Woche, die aus den vergangenen Jahren in bester Erinnerung sei, nicht verderben lassen dürften. Man müsse das Leben leben, so der Verwaltungschef. Aufgrund des Vorfalls in Kücknitz hatte Innenminister Grote seine Teilnahme an der Eröffnung abgesagt. In Person von Tilo von Riegen, Abteilungsleiter im Innenministerium, war das Land aber dennoch vertreten. Und viele Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Sport waren zum Empfang im Restaurant Marina gekommen, um sich auf die Travemünder Woche einzustimmen. Natürlich war auch die höchste Repräsentantin des deutschen Segelsports vertreten. DSV-Präsidentin Mona Küppers ist stets ein gern gesehener Gast in Lübeck und zeichnet sich dadurch aus, dass sie das Ohr an der Basis ihres Verbandes hat. Bereits im Winter war sie zum Gold- und Silberdinner des Lübecker YC gekommen, und jetzt wird sie das gesamte erste TW-Wochenende an der Trave verbringen und sich in diversen Gesprächen und Terminen vom Event begeistern lassen. „Es ist wirklich großartig, dass die großen Segelwochen in Deutschland jeweils ihre eigene Ausrichtung haben. Die Travemünder Woche bietet die gesamte Palette des Segelsports und rückt damit auch Sportler in den Mittelpunkt, die sonst nicht so im Fokus stehen. Das gefällt mir sehr gut“, sagte Mona Küppers. Das Angebot des inklusiven Schnuppersegelns am zweiten TW-Wochenende bereitet ihr dabei besondere Freude: „Das ist ein ganz tolles Angebot. Der Segelsport ist ohnehin die inklusivste Sportart überhaupt. Diese Blüte zu pflegen, sollte uns besonders am Herzen liegen.“ Bis zum 29. Juli warten rund 200 Programmpunkte auf den Bühnen und Präsentationsflächen des Festivalareals auf die erwarteten mehrere Hunderttausend Besucher. Zudem werden Segelwettbewerbe in 22 Disziplinen ausgetragen. Rund 700 Boote mit 1400 Seglern aus 24 Nationen sind vertreten. Über 180 Starts sind insgesamt geplant. (Quelle: TW) www.unserort.de/Luebeck
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