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"Man nehme" oder "Es war einmal". Zum Weihnachtsmarkt gibt es auch in diesem Jahr wieder eine Sonderausstellung im Leverner Heimathaus. Der Titel "Sind Kochbücher auch Märchenbücher?" verspricht so einiges. Alte Kochbücher mit zum Teil handgeschriebenen Rezepten aus Großmutters Zeiten stehen in Konkurrenz zu alten Märchenbüchern. Schon Henriette Davidis verfasste in ihren zahlreichen Kochbüchern nicht nur Anleitungen für schmackhafte Gerichte, sondern gab auch Tipps für die Haushaltsführung sowie Ratschläge für das tägliche Leben. Ein Ausspruch von ihr: Sprüche wie "Ehret die Männer, sie schaffen und geben jedes Bedürfnis ins häusliche Leben" oder "Dem Mann die Öffentlichkeit, der Frau das Haus" lesen sich heute eher wie aus einem Märchen. Auch wenn Kochbücher heute im Zeitalter von Google und Facebook vielleicht aus der Mode kommen, kann man spannend in ihnen lesen und so manchen Kniff erlernen. Ähnlich ist es mit alten Märchenbüchern. Werden sie heute überhaupt noch gelesen oder gar vorgelesen? Hörbücher stehen da sicher an erster Stelle. Das Blättern in einem alten Märchenbuch mit seinen bunten Bildern lässt Kinderaugen auch heute noch leuchten und die Älteren erinnern sich gerne an das Vorlesen auf Omas Schoß. Fragt man den Duden was Märchen sind, so lautete die Antwort: Erzählungen von wundersamen Begebenheiten in denen Naturgesetze nicht gelten und neben Menschen Phantasiegestalten ihr Wesen treiben. Durchaus spannend also! Am Weihnachtsmarktwochenende werden in der Schulklasse des Heimathauses alte Märchenbücher ausgestellt und aus ihnen vorgelesen. Auf dem Spinnboden klappern die Webstühle und so manche Erinnerung an alte Zeiten wird beim Gang durch die festlich geschmückten Räume wach. Nach dem Stöbern auf der Deele kann man bei einer guten Tasse Kakao und Glühwein und den selbstgebackenen Keksen noch ein wenig verweilen. Die Spinn- und Webgruppe lädt herzlich ein und freut sich über viele Weihnachtsmarktbesucher.
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