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Nicht gemeckert ist genug gelobt Bernd Gieseking auf Mühlentour in Levern LEVERN (hm). Es macht Spaß Bernd Gieseking zuzuhören. Am Freitagabend hat der Mindener Kabarettist auf dem Mühlengelände in Levern seine Zuhörer begeistert. Die hatten viel zu lachen. Bernd Gieseking kam mit seinem Programm "Ostwestfalen-Spezial" beim Publikum richtig gut an. Die Leverner Mühle ist letzter Halt der Mühlentour 2019 gewesen. Sowieso sei er, als gelernter Zimmermann großer Freund der Mühlentechnik und fühlte sich geehrt, dass er während der Tour Einblicke in so manch historische Technologie der Mühlen gewinnen konnte. Laut Leverner Mühlenvereinsvorsitzendem Friedrich Klanke waren um die 110 Besucher gekommen, die bestgelaunt den lauen Sommerabend unter freiem Himmel genossen. Sichtlich wohl zu fühlen schien sich auch Bernd Gieseking. Im Schatten der Mühlenflügel berichtete er humorvoll über Erlebnisse in seinem Leben und sprühte vor Energie, als er beispielsweise vom Klassentreffen berichtete. "Die sehen aber alt aus. Die müssen zu einem anderen Jahrgang gehören", war er sich derzeit sicher. Im Nu hatte er damit wohl alle Zuschauer gewonnen, die größtenteils wohl etwa im gleichen Alter waren wie Gieseking auch. Mit viel Spannung lauschte das Publikum den Erlebnissen Giesekings mit dessen Eltern Ilse und Hermann, die sich unter die Besucherschar auf dem Mühlengelände gemischt hatten. "Nicht gemeckert ist genug gelobt", sei die Erziehungsmethode der damaligen Generation gewesen, erinnerte er sich. Liebevoll beschreibt er die Lebenssituation der betagten Eltern aus dem Kultdorf Kutenhausen. Ihnen zuliebe hatte er auf seinen geplanten Bali-Urlaub verzichtet und sich stattdessen fürsorglich als Fahrer für den geplanten Finnland-Trip zur Verfügung gestellt. In detailreichen Anekdoten berichtete er über diese Tour, wie die Besichtigung einer Kirche. Der Weg vom Altar zum Kirchenausgang leicht ansteigend, sei ein Symbol für frisch Verheiratete, dass der Weg von jetzt ins gemeinsame Leben auch mal anstrengt wird und bergauf geht. "Plötzlich haut meine Mutter unserem Vater in die Seite und sagt: "Wenn Sie mir gezeigt hätten, wie anstrengend der Weg mit dir wird, dann hätten sie eine Leiter aufstellen müssen"." Der kabarettistische Abend verging wie im Fluge, wobei die humorvollen Worte von Bernd Gieseking wohl noch lange in den Köpfen der Zuhörer nachklingen werden.
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Medienworkshop an der Sekundarschule Wie wichtig sind Likes bei Instagram? Wie schütze ich meine Privatsphäre in sozialen Medien? Was veranlasst Menschen, stundenlang online zu spielen? Wie sollen wir mit der Nachrichtenflut, mit Konflikten bis hin zu Cybermobbing umgehen? Bei den Antworten auf diese schwierigen Fragen befinden sich Schule und Elternhaus gleichermaßen in einem Lernprozess. Deswegen taten sich der Verein "Bildung in Stemwede e. V." und die Stemweder-Berg-Schule zusammen und verpflichteten einen externen "Medienprofi" vom Verein smiley e.V, der kurz vor den Sommerferien einen Medienworkshop mit allen 7. Klassen durchführte. Es ging überhaupt nicht darum, den Schülern die Nutzung von Instagram und Co. grundsätzlich zu verbieten, sondern um das "wie": wie finde ich mich in einer Welt der Online-Spiele, der sozialen Netzwerke und der Smartphones zurecht? Denn was auch immer bei WhatsApp, Snapchat oder Instagram passiert: Es ist immer ein Mensch, der es gepostet hat. Umso dramatischer, dass es nicht selten zu übergriffigem Verhalten kommt und junge Menschen bloßgestellt, beleidigt und ausgegrenzt werden. Wichtig war es, dass die Schüler lernen, künftig soziale Medien konstruktiv und verantwortungsbewusst zu nutzen. So wurde in der Gruppe an eigene Erfahrungen angeknüpft, eigenes Verhalten reflektiert und Fallbeispiele des Workshop-Leiters diskutiert. Dabei zeigte sich, dass die Schüler und Schülerinnen sich mittlerweile dem Problem des Datenschutzes zunehmend bewusst sind. Durch die positive Resonanz der Schüler sehen sich die 1. Vorsitzende des Verein "Bildung in Stemwede" Frau Gutt und IT-Spezialist Karsten Knigge bestätigt, diesen Workshop jährlich als festen Termin in die Jahresplanung einzubinden.
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