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Kolthoffsche Hofmühle und Kornspeicher als Modell

Levern. Der Bauer Kolthoff errichtete im Jahr 1922 auf seiner Hofstelle in Niedermehnen unweit der Flurgrenze zu Levern eine Windmühle. Mit der Umsetzung und dem Wiederaufbau am heutigen Standort in Levern konnte 1979 die kleinste Windmühle im Kreisgebiet vor dem endgültigen Verfall und Abbruch gerettet und somit auch ein Stück Mühlengeschichte erhalten werden.

Das Mühlengelände in Levern hat seit dem Wiederaufbau der Windmühle und ihrem als hölzernen Sechskant ausgebildeten Mühlenturm, der einmalig im Kreisgebiet ist, eine große Fangemeinde. Dies wurde jetzt auch bei der offiziellen Übergabe eines Modells und einer Wandtafel der Windmühle aus Baumberger Sandstein deutlich.

Modellbau als Hobby betreibt der 23-jährige Maschinenbaustudent Henrich Klenke aus Isenstedt und dessen Freundin Katharina Krämer aus Getmold. Die Studentin des Lehramtes an der Uni in Osnabrück erinnert sich gerne daran, dass sie schon als Kind erste Ausflüge zum Mühlengelände unternehmen konnte. Von ihr kam der Vorschlag, für das gemeinsame Modellprojekt die Windmühle in Levern mit den daneben stehenden Kornspeicher zu wählen.

Das Mühlenmodell im Maßstab von 1: 32 bildet sehr präzise die frühere Hofmahl-mühle und den über 220 Jahre alten Kornspeicher ab, welcher bis 1981 auf dem Hofgelände Warner in Varl stand. Flügel und Haube der Mühle sind so wie das Orginal beweglich ausgebildet. Rund 70 Arbeitsstunden waren für die Erstellung der filigranen Arbeit erforderlich.

Auch wenn er jahrzehntelang schon sein Steinmetzwerkzeug nicht mehr in die Hand genommen hatte, kann sichdie jetzt dem Leverner Mühlenverein übergebene Steinmetzarbeit des 85-jährigen Wilhelm Schönenberg aus Pr. Oldendorf-Harlinghausen sehen lassen.

Das Wandbild zeigt als Motiv die Kolthoffschen Mühle und hat eine Größe von rd. 80 mal 45 cm und ist aus einer 5 - 8 cm starken Steinplatte aus Baumberger Sandstein gehauen. Rund 100 Arbeitsstunden investierte Wilhelm Schönenberg, unterstützt von Uwe Metzig aus Niedermehnen, in diese Arbeit.

Nach Beschaffung der Sandsteinplatte begann die Steinmetzarbeit im letzten Jahr zunächst an der Sommerakademie in Borgholzhausen. Uwe Metzig hatte Wilhelm Schönenberg eingeladen und animiert, mit ihm an diesem bereits 12. Jahrestreffen von Hobbykünstlern aus dem norddeutschen Raum teilzunehmen. Auf die Frage, warum er als Motiv für seine Arbeit die Windmühle in Levern gewählt habe, antwortete Wilhelm Schönenberg wörtlich: „Für mich war der schon seit vielen Jahren hier auf dem Mühlengelände gezeigte unermüdliche Einsatz der ehrenamtlich tätigen Vereinsmitglieder und die ansprechende Gestaltung der Mahl- und Backtage der Hauptbeweggrund. Meine Arbeit soll auch eine Anerkennung dafür sein."

Mühlenvereinsvorsitzender Friedrich Klanke bedankte sich herzlich für die Über-reichung der beiden, sehr gelungenen Arbeiten, die im Kornspeicher ausgestellt sind und auch bei der JHV des Kreismühenvereines am Samstag im Bäuerlichen Museum auf dem Mühlengelände schon besichtigt werden können.

Der zweistöckige Kornspeicher soll nach den Worten des Vorsitzenden durch die Einbeziehung der 1. Etage des Speichers mit der Auslage von Schriften und Plänen zu einem kleinen Infozentrum über den Auf - und Ausbau des Mühlengeländes und die dort vorhandenen Einrichtungen in den kommenden Monaten noch weiter ausgestaltet werden.

Die Hobbyarbeiten von Henrich Klenke (Isenstedt) und Katharina Krämer (Getmold) mit dem angefertigen Modell von Windmühle und Speicher sowie

Auf eine massive Steinplatte aus Baumberger Sandstein wurde als Motiv

SCHLAGWORTE:
Ort
Veröffentlicht
01. Mai 2015, 00:00
Autor
Rautenberg Media Redaktion