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(ots) - In der närrischen Zeit finden auch im Kreis Steinfurt vielerorts Saalveranstaltungen und Karnevalsumzüge statt. Gerade an den "Tollen Tagen" zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch gehört für viele Jecken auch der Alkohol dazu. Neben dem Frohsinn musste sich die Polizei in den letzten Jahren aber auch immer wieder mit den Schattenseiten des Karnevalstreibens auseinandersetzen und betrunkene Fahrzeugführer aus dem Verkehr ziehen. Allein im letzten Jahr überprüfte die Polizei zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch über 2600 Fahrzeugführer. Erfreulicherweise konnten die Beamten feststellen, dass sich die allermeisten Verkehrsteilnehmer ihrer Pflichten im Straßenverkehr und ihrer Verantwortung gegenüber Dritten durchaus bewusst waren. Das Problem stellten in der Vergangenheit immer wieder Einzelne dar, die sich trotz des vorherigen Alkoholkonsums hinter das Steuer gesetzt hatten. So wurden im letzten Jahr während der tollen Tage 20 Blutentnahmen angeordnet und 10 Führerscheine sofort sichergestellt. Diesen Fahrzeugführern scheint nicht bewusst gewesen zu sein, dass sie durch ihr rücksichtsloses Verhalten nicht nur sich selbst, sondern auch andere Menschen in einem erheblichem Maße gefährden. Landrat Thomas Kubendorff macht darum deutlich: "Alkohol hat im Straßenverkehr nichts zu suchen. Das Fahren unter Alkohol ist kein Kavaliersdelikt, sondern absolut inakzeptabel und unverantwortlich. Darum wird die Polizei des Kreises Steinfurt auch in diesem Jahr besonders zwischen Weiberfastnacht und Rosenmontag konsequent mit geplanten Kontrollen gegen die Uneinsichtigen vorgehen." Autofahrer müssen damit rechnen, auch tagsüber in eine Polizeikontrolle zu geraten und möglicherweise mit "Restalkohol" aufzufallen. Wer glaubt, dass ein paar Stunden Schlaf oder eine Tasse Kaffee nach der Feier reichen, um wieder nüchtern zu werden, der irrt. Der Abbau des Alkoholspiegels im menschlichen Kreislauf erstreckt sich über viele Stunden. Schon bei 0,3 Promille kann der Führerschein entzogen werden, wenn Anzeichen von Fahruntauglichkeit oder eine Beteiligung an einem Verkehrsunfall vorliegen. Denn schon relativ geringe Alkoholmengen wirken sich auf das Fahrverhalten aus; der Mut zur riskanten und unangepassten Fahrweise wächst. Gleichzeitig lässt das Wahrnehmungsvermögen nach. Das Sichtfeld ist stark eingeschränkt. Geschwindigkeit und Abstände werden falsch eingeschätzt. Alkohol im Straßenverkehr führt zu Fehleinschätzungen, zur Selbstüberschätzung und häufig zu folgenschweren Verkehrsunfällen. Landrat Thomas Kubendorff: "Planen Sie Ihren Heimweg so, dass Sie auf Busse, Bahnen sowie Taxen zurückgreifen können oder Fahrgemeinschaften mit nicht alkoholisierten Fahrern bilden. Lassen Sie Ihr Auto stehen, wenn Sie Alkohol getrunken haben!"
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