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Senior bei Überqueren der Straße von Autofahrer übersehen / 88-Jähriger verstirbt an Unfallstelle

(ots) - Ein 88-jähriger Senior aus Siegen-Geisweid

überquerte am frühen Donnerstagmorgen (06.20 Uhr) bei noch dunklem

und regnerischem Wetter in Siegen-Geisweid im Bereich der

Wartburgstraße / Marktstraße die dortige Fahrbahn.

Ein zu diesem Zeitpunkt aus Richtung Kreuztal kommender und in

Fahrtrichtung Geisweider Straße fahrender 42-jähriger Autofahrer

übersah nach Feststellungen der Polizei den 88-Jährigen beim

Überqueren der Fahrbahn.

Es kam zu einer Frontalkollision, bei der der Senior von dem Fahrzeug

"aufgeladen" wurde, anschließend mit dem Körper gegen die

Windschutzscheibe prallte und danach auf die Straße geschleudert

wurde.

Der Geisweider Senior verstarb noch an der Unfallstelle an seinen

erlittenen schweren Verletzungen.

Die Polizei verständigte einen Notfallseelsorger, der sich um

Familienangehörige des Seniors kümmerte.

Die Unfallörtlichkeit musste im Rahmen der polizeilichen

Unfallaufnahme kurzzeitig gesperrt werden.

Die Kreispolizeibehörde weist aus gegebenem Anlass nochmals

eindringlich darauf hin, dass reflektierende Kleidung in der dunklen

Jahreszeit mitunter lebenswichtig bzw. -rettend sein kann.

Am vergangenen Sonntag endete nämlich die Mitteleuropäische

Sommerzeit ( MESZ ).

Die Uhr wurde eine Stunde zurückgedreht und es wird nun eine Stunde

früher dunkel.

Insbesondere Fußgänger und Radfahrer sind jetzt erheblichen Gefahren

ausgesetzt.

Ursächlich dafür sind die in der so genannten dunklen Jahreszeit

auftretenden ungünstigen Witterungs- und Sichtverhältnisse wie

Dunkelheit, Regen, Nebel, Glätte und Schnee,

die allen Verkehrsteilnehmern große Probleme bereiten.

Fußgänger verunglücken hauptsächlich, weil sie sich falsch

verhalten.

Viele Fußgänger gehen an ungesicherten Stellen über die Fahrbahn,

ohne genügend auf den Fahrzeugverkehr zu achten.

Sehr oft ist auch festzustellen, dass Fußgänger dunkle, wenn nicht

gar schwarze Kleidung tragen.

Das mag zwar modisch sein, birgt aber auch immense Gefahren.

Denn die Fußgänger werden dadurch von den anderen Verkehrsteilnehmern

nur sehr schwer bis gar nicht erkannt.

Aber der Grundsatz "Sehen und gesehen werden"

sollte deshalb in der dunklen Jahreszeit für alle Verkehrsteilnehmer

oberste Priorität besitzen.

Fußgängern wird geraten, unbedingt helle, reflektierende Kleidung zu

tragen und helle, reflektierende Gegenstände mitzuführen.

Einen hell gekleideten Fußgänger sieht ein Autofahrer bereits aus

einer Entfernung von 80 bis 90 Metern, einen dunkel gekleideten erst

aus einer Entfernung von 25 Metern.

An der Kleidung befestigte Reflektoren lassen Fußgänger bereits aus

150 Metern Entfernung "leuchten".

Weiterhin ist festzustellen, dass viele Fußgänger die Fußgängerfurten

vorsätzlich bei Rot überqueren.

Gerade Kinder ahmen diese Unsitte kritiklos nach.

Radfahrer auf Gehwegen sowie Radfahrer mit defekter Beleuchtung

stellen besonders in der dunklen Jahreszeit eine erhöhte Gefahr dar.

Immer wieder gibt es Radfahrer, die offensichtlich die Mühe scheuen,

gegen den Widerstand eines Dynamos "anzutreten".

Aber auch für Radfahrer gilt uneingeschränkt:

"Sehen und gesehen werden"

An die Autofahrer richtet sich der Appell, die Geschwindigkeit den

Sichtverhältnissen anzupassen.

Als Faustregel gilt:

Nicht schneller fahren, als man sehen kann.

Beispiel: 50 Meter Sicht = 50 Km/h.

Ort
Veröffentlicht
04. November 2010, 12:37
Autor
Rautenberg Media Redaktion