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Den eigenen Weg finden Mentoren begleiten Talente mit Migrationshintergrund Wie lässt sich mit den eigenen Talenten eine erfolgreiche Karriere aufbauen? Worauf kommt es bei den ersten Schritten in die Berufswelt an? Neulinge im Job stehen bei ihrer Zukunftsplanung vor einem Berg an Fragen. Noch mehr trifft dies auf junge Menschen mit Migrationshintergrund zu, die womöglich erst wenige Jahre in Deutschland leben. Helfen können in dieser Situation neutrale und erfahrene Mentorinnen und Mentoren, die bei Herausforderungen zur Seite stehen und beraten. Höchst pragmatisch und erfolgreich begleitet das Programm "Geh Deinen Weg" der Deutschlandstiftung Integration junge Talente mit Einwanderungsgeschichte bei ihren Karriereschritten und bei Fragen außerhalb des Jobs. Vertrauen ist die Basis Yana Golod beispielsweise wurde in der Ukraine geboren, ihre Eltern wanderten nach Deutschland aus, als sie sieben war. "Damit war es für mich vergleichsweise einfach, mich hier einzuleben. Meine Einschätzung ist, dass positive soziale Kontakte eine gelungene Integration ausmachen", schildert die Studentin, die seit zwei Jahren bei "Geh deinen Weg" von Clemens Krebs begleitet wird. Er arbeitet seit 2007 bei Coca-Cola und ist Sales Training Manager. So kann er seine Erfahrungen aus einem globalen Unternehmen einbringen, das allein in Deutschland Menschen aus mehr als 64 Nationen beschäftigt. "Wir haben von Anfang an etwas gehabt, was uns verbindet", fasst Clemens Krebs seine Erfahrungen als Mentor zusammen. Ob es um die inhaltliche Ausrichtung einer Seminararbeit oder die konkrete Wahl des Berufszweiges ging, beide haben verschiedenste Fragen miteinander diskutiert. "Die regelmäßigen Gespräche waren sehr bereichernd für mich. Offen hat er mir auch von seinen beruflichen Erfahrungen berichtet", sagt die Studentin. Unverzichtbare Erfahrungen "Als ich vor dem Abschluss meines Bachelor-Studiengangs stand, musste ich mich entscheiden, ob ich direkt mit dem Master fortfahre (wie die meisten Studierenden der Psychologie) oder noch ein Brückenjahr mache", so Yana Golod weiter. Dabei hat es ihr sehr geholfen, dass sie mit ihrem Mentor die Vor- und Nachteile bewerten konnte. "Heute bin ich froh, dass ich das Brückenjahr absolviert habe und durch ein sechsmonatiges Praktikum meine Kenntnisse in der Praxis anwenden konnte." Und auch der Mentor möchte die Erfahrungen nicht mehr missen: "Ich kann es jedem nur empfehlen, so eine Rolle zu übernehmen. Dies ist nicht nur ein Geben, sondern absolut auch ein Nehmen. Als Mentor lernt man über sich selbst eine ganze Menge dazu." Für die beiden steht fest: Auch wenn die Mentorenzeit zu Ende geht, werden sie in Kontakt bleiben. "Es ist wirklich etwas gewachsen, was sehr vertrauensvoll ist." 800 Stipendiaten aus 80 Ländern Die Deutschlandstiftung Integration wurde 2008 gegründet und steht unter der Schirmherrschaft von Angela Merkel. Seit mehr als sechs Jahren läuft das Mentorenprogramm der Stiftung "Geh Deinen Weg" für begabte junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Über 800 Stipendiaten aus fast 80 Ländern haben das Angebot seitdem genutzt. Seit 2015 ist Coca-Cola einer der offiziellen Partner der Stiftung und unterstützt Mitarbeiter, die im Mentorenprogramm aktiv werden möchten. Entstanden ist das Engagement des Unternehmens ursprünglich aus der Hilfe, die Mitarbeiter während des Höhepunkts des Flüchtlingszustroms im Jahr 2015 leisteten. Aus der Akuthilfe ist die Unterstützung für eine langfristig erfolgreiche Integration geworden. (djd)
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