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Pfarrerin für Behindertenarbeit: "Bei Gott ist keiner ausgeschlossen" "Schon Jesus hat vor 2000 Jahren Inklusion vorgelebt. Er hat Menschen, die von anderen ausgeschlossen waren, in die Mitte geholt und sie an Gottes Reich teilhaben lassen." Das sagt die Theologin Christiane Böcker, die neue Pfarrerin für Behindertenarbeit des Evangelischen Kirchenkreises An Sieg und Rhein. Ihre Aufgaben: Religionsunterricht und Seelsorge an der LVR-Frida-Kahlo-Schule in Sankt Augustin. Die 45-Jährige wird im Gottesdienst am Mittwoch, 5. Februar, 10 Uhr, in der Klosterkirche der Steyler Missionare in Sankt Augustin von Superintendentin Almut van Niekerk in ihr neues Amt eingeführt. Religiöse Inhalte vermitteln sich den Kindern in der Förderschule nicht so sehr über den Kopf. Vielmehr gelinge der Zugang über die sinnliche und gefühlsmäßige Dimension. Das macht für die Pfarrerin den Reiz des Unterrichts aus. Und so hat sie beispielsweise die biblische Geschichte von der Kindersegnung Jesu erzählt und die Kinder eingeladen, einander die Hand auf die Schulter zu legen und ein Segenswort zuzusprechen. Ein "Gänsehaut"-Moment, wie eine Schülerin kommentierte. Geboren in Siegburg, ist Christiane Böcker in Herchen aufgewachsen. Sie kommt also in den Kirchenkreis zurück, aus dem sie stammt. Nach dem Theologiestudium in Tübingen, Heidelberg und Bonn wechselte sie zum Vikariat nach Essen und zum Probedienst nach Dormagen. In den vergangenen elf Jahren hat die Theologin in der Evangelischen Kirchengemeinde bei der Stiftung Tannenhof in Remscheid gearbeitet. Sie war in der dortigen psychiatrischen Klinik Seelsorgerin für Menschen mit psychischen Erkrankungen und deren Angehörige. Die Pfarrstelle an der LVR-Frida-Kahlo-Schule ist eine von zwei kreiskirchlichen Pfarrstellen für Behindertenarbeit An Sieg und Rhein; über die Nachbesetzung der zweiten Stelle wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Interview mit Pfarrerin Christiane Böcker:
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