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Theater- und Künstlerfestival der Richard-Schirrmann-Schule feiert Jubiläum

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Zum 10. Mal Theater für Kinder und Jugendliche im Siegburger Stadtmuseum

(mw) – Ein kleines Jubiläum konnten die Akteure des Theater- und Künstlerfestivals für Kinder und Jugendliche der Richard-Schirrmann-Schule feiern: Bereits zum 10. Mal hieß es „Vorhang auf“ im Siegburger Stadtmuseum. Auf Einladung der Förderschule des Rhein-Sieg-Kreises mit Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung in Hennef wirkten auch in diesem Jahr wieder rund einhundert Schülerinnen und Schüler im Alter von sieben bis siebzehn Jahren aus neun Förder- und Regelschulen sowie Kinder aus dem Kinderheim Pauline von Mallinckrodt Siegburg bei dem Festival mit.

Unter dem Motto „Theater im Museum – Mensch ist da der Teuefel los“ boten die jungen Künstlerinnen und Künstler auch in diesem Jahr wieder unter der Projektleitung von Daniela Lüdenbach und Irmgard Velder eine interessante Vielfalt von heiteren und ernsten Beiträgen: Ungewöhnliche Gestalten aus magischen Welten bevölkerten die Bühne, poetische Beiträge bezauberten die Zuhörer, Vampire vermittelten Gruselatmosphäre. Mit dem „Mülltonnenblues“ wurde auf witzige Weise die sachgerechte Mülltrennung erklärt. Afrikanische Percussion und Indianermusik ließ die Zuschauer in Gedanken in ferne Erdteile reisen. Für heiße Rhythmen sorgten HipHop, Stomp und die Musik der BigBand „voll daneben“. Das Schlusslied „Bewahrt die Welt“ regte mit leisen Tönen zum Nachdenken an.

Die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernahm auch in diesem Jahr wieder Landrat Frithjof Kühn. In seiner Vertretung begrüßten Hans Clasen, der Leiter des Kreisschulamtes, und Jürgen Heinzer, Leiter der Richard-Schirrmann-Schule, die zahlreichen Gäste und die jungen Akteure.

„Das Theater- und Künstlerfestival bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, selbst auf der Bühne aktiv zu werden“, sagte Jürgen Heinzer. „Der Aspekt der Öffentlichkeit ist von großer Bedeutung. Schüler unterschiedlicher Schulformen begegnen sich „auf den Brettern, die die Welt bedeuten“ können. Die Kinder erfahren, dass auch außerhalb ihrer Schule ihr künstlerisches und musikalisches Können Interesse findet. Außerdem ist es für viele das erste Mal, dass sie mit der Aufführung im Museum mit einem öffentlichen Kulturort in Berührung kommen.“ Jürgen Heinzer dankte der Stadt Siegburg, die das Forum des Stadtmuseums bereits zum 10. Mal für diese Veranstaltung zur Verfügung stellte.

Kreisschulamtsleiter Hans Clasen – mit buntem Schirm gut erkennbar als stellvertretender „Schirmherr“ – hob bei seiner Begrüßung hervor: „Die Zusammenarbeit der verschiedenen Schulen und Schulformen für dieses Festival ist eine tolle Sache, um sich gegenseitig kennen zu lernen. Dass Kunst und Kultur im Unterricht in der Schule stattfindet, ist sehr wichtig, weil dies auch dem Lernen in den übrigen Fächern zugute kommt. Gleichzeitig ist es ganz offensichtlich, dass es den Schülerinnen und Schülern sehr viel Spaß und Freude macht, tolle Aufführungen zu produzieren und vor Publikum darzubieten.“

An dem Festival wirkten mit: die Richard-Schirrmann-Schule (Förderschule des Rhein-Sieg-Kreises in Hennef und Siegburg), die Grundschule Ruppichteroth, die Gemeinschaftshauptschule Hennef, die Gesamtschule Hennef, die Sankt Ansgar-Schule Hennef, die Gutenbergschule (Förderschule Lernen, Sankt Augustin), die Frida-Kahlo-Schule (Förderschule für Körperliche und motorische Entwicklung, Sankt Augustin), die Förderschule des Rhein-Sieg-Kreises mit Schwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung in Troisdorf, das Kinderheim Pauline von Mallinckrodt, Siegburg sowie die BigBand „voll daneben“ des Siegburger Gymnasiums.

Die Richard-Schirrmann-Schule ist eine von drei Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung in der Trägerschaft des Rhein-Sieg-Kreises.

Die Richard-Schirrmann-Schule hat die Aufgabe, Schülerinnen und Schüler zu unterrichten, die infolge emotionaler, psychischer und/oder sozialer Probleme in der allgemeinen Schule nicht hinreichend gefördert werden können. Vorrangiges Ziel ist es, den hier geförderten Jungen und Mädchen möglichst zügig den Übergang in eine Regelschule zu ermöglichen

Zurzeit besuchen insgesamt 123 Schülerinnen und Schüler die Richard-Schirrmann-Schule, 25 davon die Nebenstelle in Siegburg und 9 die Nebenstelle in Eitorf. 23 Lehrerinnen und Lehrer und eine Sozialarbeiterin unterrichten und fördern die Kinder in ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung.

Ort
Veröffentlicht
13. April 2011, 15:51
Autor
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