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Rhein-Sieg-Kreis und RSAG entwickeln Konzept für kommunale Altkleidersammlung

Rhein-Sieg-Kreis (ke) – Der Rhein-Sieg-Kreis und die Rhein-Sieg-Abfallwirtschaftsgesellschaft (RSAG) haben den Auftrag, eine Konzept für eine kommunale Altkleidersammlung zu erarbeiten – das ist eines der Ergebnisse der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Klimaschutz des Rhein-Sieg-Kreises.

Erste Überlegungen zum Thema „kommunale Altkleidersammlung“ haben RSAG und Kreis bereits entwickelt: Das vorläufige Konzept sieht vor, dass die RSAG gemeinsam mit den im Kreisgebiet tätigen gemeinnützigen Organisationen eine Containersammlung durchführt. Die RSAG würde für das Standort- und Behältermanagement verantwortlich zeichnen, Standortreinigung, Behälterentleerung und das Umladen der Altkleider könnten im Wesentlichen durch die Arbeiterwohlfahrt (AWO) im Rahmen eines integrativen Projektes erfolgen. Auch andere karitative Einrichtungen sollen die Möglichkeit erhalten, in die kommunale Altkleidersammlung einzusteigen. Vorgesehen ist weiterhin, dass die RSAG-Tochtergesellschaft EntsorgungsService Rhein-Sieg (ERS) gemeinsam mit der AWO die Vermarktung der Altkleider übernimmt. Bei der Vermarktung sollen dann ethische Grundsätze und nicht die Erlösmaximierung im Vordergrund stehen – angedacht ist die Zusammenarbeit mit dem Dachverband „Fairwertung“, der soziale und ökologische Mindeststandards garantiert und bisher nur mit karitativen Einrichtungen kooperiert.

„Die geplante kommunale Altkleidersammlung kommt nicht nur den karitativen Einrichtungen zugute, die in Konkurrenz mit gewerblichen Sammlern sinkende Sammelergebnisse beklagen, sondern ist auch ökologisch sinnvoll, denn die Weiterverwendung und -verwertung von gebrauchten Textilien spart Ressourcen“, so Christoph Schwarz, Umweltdezernent des Rhein-Sieg-Kreises.

Derzeit gibt es im Rhein-Sieg-Kreis sowohl gemeinnützige als auch gewerbliche Sammlungen von Altkleidern – je nach Stadt oder Gemeinde variiert deren Anteil. Neben diesen Container- und Straßensammlungen sind auch eine Vielzahl von Kleiderstuben vorhanden, die gebrauchte Kleidung direkt an Bedürftige weitergeben. Ebenso wie private und gewerbliche Sammler geben diese aber auch nicht mehr abzusetzende Kleidung ab, denn nur für maximal zwei Prozent der ca. 750.000 Tonnen Altkleider, die in Deutschland jährlich gesammelt werden, besteht bei hilfebedürftigen Menschen in der BRD ein Bedarf.

Die RSAG geht davon aus, Anfang 2013 mit der Sammlung von Altkleidern beginnen zu können.

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Veröffentlicht
26. Oktober 2012, 13:56
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