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Fronleichnam

"Volles Haus"

am sonnendurchglänzten Fronleichnamstag, die Bänke auf dem Marktplatz reichten nicht aus, alle kirchlich katholischen Vereinigungen waren im großen Fahnenschmuck mit eingezogen und ergänzten das bunte Bild.

Pastor Thomas Jablonka hielt die Festpredigt. Er knüpfte an den Gedanken an, dass die Kirche ein offener, aber auch ein heiliger Ort für alle Gläubigen zu sein habe, an dem der Weihe des Ortes in - ja, auch diesen altertümlich klingenden und doch so wichtigen Begriff benutzte er - in Ehrfurcht Rechnung zu tragen sei. Dann, auf die Fronleichnamsprozession überleitend, auf der in der Monstranz der gewandelte Heiland zum Segen der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger durch die Straßen getragen wird, ging er Gedanken zur Wichtigkeit dieses Festes nach. Schön die Formulierung: "Fronleichnam - der Staatsbesuch des Herrn Jesus Christus, des Herrn der Welt bei seinem Volk.

Darum das große Fest. Die Freude darüber, dass ER mitten unter uns ist im Sakrament seines Leibes und Blutes, das sind der Grund und der Sinn des Fronleichnamsfestes."

Dem wurde dann in gelungener Form in der sich anschließenden, heiteren Prozession vom Markt nach St. Anno, Rechnung getragen. Begleitet vom Schellenklangklang, von Gebeten, Chören und Bläsern war es wirklich ein Glaubenszeugnis, wenn auch in den sich füllenden Straßencafés einige dem bunten Aufzug hinterher starrten, als ob da Außerirdische herumgeisterten.

Das Anliegen, christlich-katholischen Glauben in unsere Zeit der Glaubensdiskussionen, aber der fehlenden Bereitschaft der Glaubenszeugnisse nachzukommen, wurde durch hohe Präsenz und Authentizität Rechnung getragen.

Das zeigte nicht zuletzt die wieder zunehmende Zahl das Hausaltärchen (jetzt 3 Stück) entlang der Kaiserstraße, wundervoll geschmückt mit ausgestreuten Blütenblättern, von denen man sich noch mehr wünscht.

Das volle Geläut der Annokirche begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Prozession schon von Ferne. Mit dem Segenswunsch entlassen: es war wunderschön und deshalb bringen wir im nächsten Jahr noch mehr Gäste mit, ging man frohgestimmt nach Hause. Doch, gemeinsames Glaubenszeugnis lohnt sich.

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Veröffentlicht
03. Juni 2016, 00:00