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Abgrundtiefer Menschenhass

KZ-Überlebender spricht mit Schülern im Anno-Gymnasium

Nicht nur ein Bild, ein Symbol für den abgrundtiefen Menschenhass der Nazis. Bis auf die Knochen abgemagerte Menschen liegen übereinander gestapelt auf Holzpritschen im KZ Buchenwald. Naftali Fürst ist der jüngste der auf dem berühmten Foto abgebildeten Überlebenden (siehe Pfeil) bei der Befreiung des KZ Buchenwald im April 1945 durch die amerikanische Armee. Gemeinsam mit seiner Familie hat er vier KZs überlebt und nach dem Todesmarsch von Auschwitz nach Buchenwald im April 1945 als 12-Jähriger seine Befreiung durch die Amerikaner erlebt. Später wanderte er zusammen mit seiner Familie von Slowenien nach Israel aus. Über 50 Jahre lang hatte er nicht mehr Deutsch gesprochen und wollte eigentlich nie mehr deutschen Boden betreten, bis die Bundesrepublik ihn 2005 anlässlich der 60. Gedenkfeier der Befreiung des KZ Buchenwald nach Deutschland einlud. Im Anno-Gymnasium berichtete Naftali Fürst im November 2006 zusammen mit zwei weiteren auf dem Foto abgebildeten Überlebenden erstmals über seine Erfahrungen. Aus der damaligen Begegnung im Anno-Gymnasium entwickelte sich eine herzliche Freundschaft zur Schul-Pfarrerin Annette Hirzel, die ihn bei einer Berlin-Reise 2007 begleitete und die auf seine Bitte hin seine Lebensgeschichte in Deutschland als Buch herausgab. Das Werk erschien im April 2008 unter dem Titel "Wie Kohlestücke in den Flammen des Schreckens". Am Mittwoch, 21. April, wird Naftali Fürst vor Schülern der Jahrgangsstufe 10 bis 12 des Anno-Gymnasiums sprechen. Von 11.45 bis 13.10 Uhr steht er in der Aula Rede und Antwort.

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Veröffentlicht
17. April 2010, 10:06
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