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(ots) - (CK) - Nach umfangreichen polizeilichen Ermittlungstätigkeiten konnte die Kriminalpolizei Gütersloh einen schweren Raub auf eine Familie in Sende aufklären. Der Tatverdächtige, ein 44-jähriger Mann aus Bielefeld, ist ermittelt, jedoch zurzeit noch flüchtig. Die polizeilichen Fahndungsmaßnahmen laufen auf Hochtouren und dauern an. Am späten Abend des 08. Juli dieses Jahres kehrte ein Familienvater zu seinem abseits gelegenen Wohnhaus in Sende zurück. Als der Mann hier aus seinem Auto stieg, wurde er hinterrücks durch einen maskierten und bewaffneten Täter überfallen und nach einer kurzen körperlichen Auseinandersetzung ins Haus dirigiert. Hier hielten sich seine Ehefrau, der erwachsene Sohn sowie dessen ebenfalls erwachsene Freundin auf. Der Täter fesselte alle anwesenden Personen und hielt sie über mehrere Stunden im Haus fest. Zudem ließ er sich Bargeld und EC-Karten mit den zugehörigen PIN aushändigen. Nach mehreren Stunden ließ der Täter die Familie gefesselt und körperlich unversehrt zurück. Diese konnte sich kurze Zeit später selbst befreien und schließlich die Polizei benachrichtigen. Wie anschließend bekannt wurde, wurde noch in der Tatnacht von einem Geldautomaten in Bielefeld-Brackwede mit den geraubten EC-Karten Bargeld abgehoben. Dabei wurde ein Mann, der eine auffällige Tätowierung am Unterarm hatte, videografiert. Intensive polizeiliche Ermittlungen führten dann über ebenjene Tätowierungen zu einem 27-jährigen Mann aus Schloß Holte-Stukenbrock. Dieser konnte am Freitag vergangener Woche (15.07.) an seiner Wohnanschrift vorläufig festgenommen werden. Weiterhin wurde seine Wohnung aufgrund eines erwirkten Durchsuchungsbeschlusses durchsucht. In seinen polizeilichen Vernehmungen machte der 27-Jährige Schloß Holter Angaben, die deutlich machten, dass der Bielefelder den Raub geplant und alleine ausgeführt hatte. Der 27-Jährige war nach bisherigen Erkenntnissen am dem Raub selbst nicht beteiligt, wurde nur später von dem Tatverdächtigen ins Vertrauen gezogen. Gegen den 44-jährigen Bielefelder wurde daraufhin ein Haftbefehl beantragt; weiterhin wurden umgehend umfangreiche polizeiliche Fahndungs- und Durchsuchungsmaßnahmen eingeleitet.
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