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(ots) /- Genau wie die Anreise so verläuft auch die Abreise nahezu reibungslos. Das gelungene Verkehrskonzept und die jahrelange Erfahrung haben dazu geführt, dass die Wacken Fans inzwischen ohne größere Behinderungen und Staus an dem Festival teilnehmen können. Bis um 10 Uhr waren rund 50 Prozent der Besucher auf dem Heimweg. Die Kontrollen von Polizei und Zoll haben in 11 Fällen zu Blutproben geführt. 10 mal davon wegen Verdachts des Rauschgiftkonsums. Der Konsum - insbesondere von Cannabisprodukten - scheint wieder ein wenig zugenommen zu haben. Bei den Kontrollen aber auch auf dem Gelände wurden etliche Rauschmittel sichergestellt. Zu Beginn des Festivals kam es zunächst zu einem relativ sprunghaften Anstieg von Diebstählen - insbesondere aus Zelten. In der Nacht zu Freitag ist es der Polizei dann gelungen, eine Bande von 4 Briten festzunehmen, die bereits auf anderen Festivals durch sog. Zeltschlitzen aufgefallen waren. Nachdem die 4 Diebe aus dem Verkehr gezogen waren , gingen auch die Diebstahlstaten fast gegen null zurück. Offensichtlich ist durch das - aus dem Verkehr ziehen - der Diebe die bislang niedrigste Bilanz im Bereich der Eigentumsdelikte zu verzeichnen. Während im Jahr 2017 noch 161 Taten zu verzeichnen waren, waren es in diesem Jahr nur 77. Auch die Zahl der Körperverletzungen ist mit 9 auf einem sehr niedrigen Niveau. Allerdings waren auch im Vorjahr nur 12 zu verzeichnen. Polizei, Ordnungsamt und Feuerwehr sind mit dem Verlauf des Festivals mehr als zufrieden. Die Sicherheit auf dem Gelände konnte wieder einmal sehr gut gewährleistet werden. Neben der immer zu bedenkenden -allerdings eher abstrakten - Gefahr von Anschlägen, hatten Polizei und Feuerwehr dieses Jahr durch die extreme Trockenheit Vorsorge vor Brandentwicklungen zu treffen. Der Mix aus Sensibilisierung der Fans und Wässerung der Flächen hat sich bestens bewährt. Die Feuerwehr hatte sehr wenige Einsätze zu verzeichnen. Anders sah es bei den Sanitätern aus: Durch die große Hitze hat die Zahl der zu versorgenden doch ordentlich zugenommen. Größere Verletzungen blieben jedoch eher die Seltenheit. Insgesamt ist auch das WOA 2018 als sehr gelungen, sehr heiß und wieder einmal äußerst friedlich zu bewerten. Ein großes Dankeschön an die Metall- Fans: "Ihr seht zwar böse aus und seid echt schrill - seid aber für die Polizei die besten Fans der Welt !!!" Stefan Hinrichs
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(ots) - Natürlich waren es die Ermittlungen zur Aufklärung des tragischen tödlichen Unfalls in Wacken, die die Arbeit der Einsatzkräfte des W:O:A die letzten Stunden geprägt haben. Dennoch gab es rund um das Festival weitere Einsätze, die die Polizei von gestern auf heute wahrgenommen hat. Insgesamt beurteilt die örtliche Einsatzleitung die Lage jedoch als nach wie vor entspannt und sieht dem offiziellen Veranstaltungsbeginn gelassen entgegen. Bis zum heutigen Morgen lag das Besucheraufkommen bei rund 68.000, die Camp-Flächen waren beinahe voll belegt, etwa 10 Prozent sind noch frei. Nach dem gestrigen Hauptanreisetag kann die Polizei das Verkehrskonzept betreffend eine durchaus positive Bilanz ziehen. Dank neuer und flexibler Streckenführungen war es gelungen, größere Staus, insbesondere auch auf der Autobahn 23, zu verhindern und die Besucher möglichst stressfrei nach Wacken zu führen. Was die registrierten Straftaten innerhalb der letzten 24 Stunden angeht, gibt es neben 60 Eigentumsdelikten zwei Verkehrsstraftaten und drei Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz zu vermelden. In der Zeit von 00.00 Uhr bis 08.00 Uhr zeigten zwölf Geschädigte Diebstähle aus Zelten an. Abgesehen hatten die Täter es in allen Fällen auf Bargeld und Smartphones. Ein Festivalbesucher rangierte gestern um 21 Uhr in alkoholisierten Zustand mit seinem Wagen auf dem Zeltplatz und beschädigte dabei zwei Autos, einen Anhänger und ein Zelt. Der verursachte Schaden dürfte bei mehreren tausend Euro liegen. Der 18-Jährige, der einen Atemalkoholwert von 0,89 Promille hatte, musste sich einer Blutprobe unterziehen und wird sich wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs infolge des Alkoholgenusses verantworten müssen. Der Rettungsdienst hat seit Montag bis heute, 09.00 Uhr, insgesamt 71 Rettungsdiensteinsätze wahrgenommen. Ein Großteil der beförderten Personen kam in das Itzehoer Klinikum, schwer verletzt war keine von ihnen. Im DRK-Behandlungszelt wurden bisher 692 Menschen versorgt. Hier reichten die Maßnahmen von der Ausgabe einer Kopfschmerztablette über das Anlegen eines Voltaren-Verbandes bis hin zur Nachbehandlungen von Verletzungen, mit denen die Patienten bereits nach Wacken gereist waren. Merle Neufeld
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