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(ots) - Ein reges Einsatzaufkommen registrierte die Bonner Polizei für die ersten beiden Tage der 648. Pützchens Markt - Veranstaltung. "Rund 120 Einsätze sorgten insbesondere in den Nachtstunden für eine hohe Auslastung unserer Streifen", erklärte Einsatzleiter Gerd Mainzer hierzu. Bei bestem Wetter strömten dann auch entsprechend viele Besucher auf das Marktgelände. Zur Entlastung der intensiven Verkehrssituation sperrte die Polizei zeitweise die zum Gelände führenden Autobahnausfahrten ab. In den frühen Abendstunden wurde der Bereich der Friedensstraße zur Entspannung des Besucherstroms ebenfalls kurzzeitig gesperrt. Nachdem der Nachmittag des ersten Markttages recht ruhig verlaufen war, beschäftigten 11 Körperverletzungsdelikte mit zumeist glimpflichen Ausgang die Polizeistreifen doch erheblich. So kam es beispielsweise im Bereich des Bayernzeltes in den Abend- und Nachtstunden zu mehreren Auseinandersetzungen zwischen zumeist alkoholisierten Personen. "Der guten Zusammenarbeit mit dem zuverlässigen Sicherheitsdienst des Festzeltes ist es auch zu verdanken, dass wir die von Gewalt Aggression geprägten Situationen immer schnell unter Kontrolle bekamen", erklärt Einsatzleiter Mainzer hierzu. Die Polizei sprach schließlich gegen drei Personen Betretungsverbote für das Marktgelände aus, die für alle Markttage Geltung haben. Darüber hinaus wurden bei den Überprüfungen auch zwei Personen festgestellt, die sich ungeachtet des im Vorfeld der Veranstaltung verfügten Betretungsverbotes auf dem Gelände aufhielten - die beiden erwartet nun ein empfindliches Zwangsgeld. Eine der Personen zeigte sich zudem gegenüber der Polizeistreife aggressiv und beleidigend und wurde daraufhin dem Polizeigewahrsam zugeführt. Einen weiteren Punkt mussten die gemeinsamen Streifen von Polizei und Ordnungsamt im Auge halten: In unmittelbarer Nähe des Autoscooters waren mehrere Automaten mit Boxbirnen aufgebaut. Die Streifen stellten hier in den Abendstunden eine Ansammlung mehrerer aggressiv agierender Jugendlicher und Jungerwachsener fest, die sich augenscheinlich durch das Bedienen der Boxbirne weiter "aufheizten". Nachdem die übrigen Besucher diesen Bereich schließlich weiträumig umgingen, wurden die "Boxautomaten" in Absprache mit den zuständigen Schaustellern schließlich abgebaut - dies führte dann auch zur Beruhigung der Lage. Während die Kriminalitätslage auf dem Marktgelände neben den festgestellten Körperverletzungsdelikten grundsätzlich überschaubar blieb, waren aber Einbrecher im Bereich des Wohnwagengeländes nahe des Geländes unterwegs: In den Nachmittagsstunden des ersten Pützchen-Tages brachen noch unbekannte Täter in den Wagen einer Schaustellerin ein und entwendeten nach den bisherigen Feststellungen eine Münzsammlung - die polizeilichen Ermittlungen zu dem Geschehen dauern aktuell an. Die Durchsagen und Hinweise der Schausteller zum Thema Taschendiebstahl trugen bislang Früchte - es wurden zunächst keine Taschendiebstähle registriert. In den frühen Morgenstunden des 12.09.2015 bemerkte ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes im Bayernzelt eine 21-Jährigen, der in verdächtiger Art und Weise mit einem Handy zugange war und dieses augenscheinlich "ablegen" wollte. Der Sicherheitsmitarbeiter informierte sofort die Polizei und hielt den Verdächtigen bis zum Eintreffen der Streife fest. Bei der anschließenden Überprüfung des 21-Jährigen stellte sich dann heraus, dass er das festgestellte Handy offensichtlich gerade gestohlen hatte. Darüber hinaus stellten die Polizisten bei dem jungen Mann vier weitere Handys mit noch ungeklärter Herkunft sicher. "Möglicherweise ist der Dieb auch zu den Tanzklängen 'Die Hände zum Himmel' aktiv geworden," sagte Gerd Mainzer zur vorläufigen Festnahme des mutmaßlichen Taschendiebes. In den späten Abendstunden des 12.09.2015 kam es dann zu einem versuchten Taschendiebstahl im Bayernzelt. Gegen 23:30 Uhr beobachteten Besucher einen 16-Jährigen, der sich augenscheinlich an abgelegten Taschen und Kleidungsstücken zu schaffen machte. Eine alarmierte Polizeistreife stellte den Jugendlichen und überprüfte ihn. Die Rettungsdienste waren auch mit der Versorgung einiger erheblich alkoholisierter Personen beschäftigt. Ein Streifenteam von Polizei und Ordnungsamt traf in den Abendstunden des 12.09.2015 eine erheblich alkoholisierte, 15-jährige Besucherin auf dem Marktgelände an - die Jugendliche wurde von der Wache Pützchen dann in die Obhut der Erziehungsberechtigten übergeben. Am 13.09.2015, gegen 01:30 Uhr, setzte sich ein 20-jähriger Beteiligter einer körperlichen Auseinandersetzung im Bereich des Fahrgeschäftes "Break Dancer" unschön in Szene: Nachdem er einem polizeilich ausgesprochenen Platzverweis zur Beruhigung der Lage nicht nachgekommen war, wurde er schließlich in Gewahrsam genommen. Hierbei leistete der alkoholisierte junge Mann erheblichen Widerstand und verletzte die Polizisten hierbei leicht. Der 20-Jährige wurde in das Polizeigewahrsam eingeliefert. Das Besucheraufkommen des zweiten Markttages war maßgeblich von der Wetterlage geprägt. Durch das Einsetzen des stärkeren Regens in den frühen Abendstunden waren umfängliche Abwanderungstendenzen vom Marktgelände gut wahrnehmbar. Ein aus Sicht der Polizei erfreuliches Ergebnis brachte eine durchgeführte Alkoholkontrolle im Bereich der Pützchens Chaussee um die Mitternachtsstunde auf den 13.09.2015: Von den gut 50 überprüften Verkehrsteilnehmern stand keiner unter Alkoholeinfluss. Durch den Ordnungsaußendienst der Stadt Bonn mussten bislang 32 Fahrzeuge abgeschleppt werden. Zu guter Letzt fielen einer Polizeistreife in den späten Abendstunden des 12.09.2015 noch zwei alkoholisierte Personen auf, die in der Nähe des Marktgeländes mit einem augenscheinlich zuvor entwendeten Verkehrszeichen unterwegs waren - hierzu dauern die Ermittlungen an.
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(ots) - Radfahren ist gesund, schont Umweltressourcen und entlastet das Verkehrswegenetz. Diese Vorteile werden auch in großem Umfang in Sankt Augustin gesehen und von den Bürgerinnen und Bürgern wahrgenommen. Mit Sorge beobachten die Kreispolizeibehörde und die Stadtverwaltung jedoch seit Jahren, dass sich die Zahl der verunglückten Radfahrer auf einem vergleichsweise hohen Niveau bewegt. Fahrradunfälle: o In keiner Kommune des Zuständigkeitsgebietes der Kreispolizei verunglückten in 2010 mehr Radfahrer als in Sankt Augustin. o Im vergangenen Jahr gab es in Sankt Augustin 62 durch Unfälle zum Teil schwer verletzte Radfahrer. o Auch bereits in den Vorjahren erreichten die Verunglücktenzahlen in Sankt Augustin im Vergleich der Kommunen untereinander einen Höchstwert. o Bemerkenswert ist die Tatsache, dass 40,3 % der verunglückten Radfahrer in 2010 die Unfälle selbst verursacht haben. o Durchschnittlich sind die Radfahrer im Rhein-Sieg-Kreis nur zu 35,3% Unfallverursacher Im Rahmen der Kommunalen Sicherheitskonferenz (KoSi) haben die Kreispolizeibehörde und die Stadt Sankt Augustin deshalb hier einen gemeinsamen Handlungsbedarf erkannt und beschlossen, dem Trend entgegenzuwirken. Stadt und Polizei arbeiten zusammen: o Die Radfahrerinnen und Radfahrer sollen noch intensiver über die Bedeutung der Verkehrsvorschriften informiert werden, die nicht Hindernisse der freien Fahrt, sondern wichtige Sicherheitsregeln darstellen. o Faires und rücksichtsvolles Verkehrsverhalten soll gefördert werden. o Es soll für mehr Sicherheit im Verkehrsraum gesorgt werden. o Die Einhaltung von Verkehrvorschriften soll noch intensiver überwacht und Verstöße konsequent geahndet werden. Die Stadt Sankt Augustin gehörte zu den Kommunen, die in der Zeit von April 2007 bis März 2010 an einer durch die Uni Bonn begleiteten wissenschaftlichen Untersuchung unter dem Projektnamen "Bleib fair ... im Radverkehr !" beteiligt war. Unter anderem kommt die Untersuchung zu dem Ergebnis, dass die Ahndung von Verkehrsverstößen und die präventive Aufklärung zu den Folgen von Verkehrsunfällen als kombiniertes Maßnahmenpaket zur Verhinderung von Radfahrunfällen beitragen. Unfallauffällige Stellen In Sankt Augustin wurden im Bezug auf Fahrradunfälle folgende unfallauffällige Stellen erkannt: - Bonner Str. (B 56) / Südstr. / Wehrfeldstr. - Bonner Str. (B 56 - L 16) im Bereich der BAB-Anschlussstellen zur A 560 - Südstr. zwischen Rathausallee und Bonner Str. - Meindorfer Str. (L 16) im Verlauf - Frankfurter Str. (L 333) im Verlauf - Alte Heerstr. im Verlauf Erkannte Ursachen Eine Überprüfung durch die Direktion Verkehr der Polizei Rhein-Sieg ergab folgende Rangfolge der Unfallursachen: o Fahren auf Radwegen entgegen der erlaubten Fahrtrichtung o Vorfahrtverletzungen o Radfahren unter Alkoholeinwirkung Daneben ist häufig zu beobachten, dass sich Radfahrer an Fußgängerüberwegen häufig einen vermeintlichen Vorrang gegenüber Kraftfahrern erzwingen. Offenbar besteht in Reihen der Radfahrer trotz umfangreicher Aufklärungsarbeit noch immer der Irrglaube, dass der Fußgängerüberweg auch dem Radfahrer Vorrang gewähre. Die Verkehrsexperten der Polizei stellen erneut klar: Radfahrer sind, wenn sie Fußgängerüberwege zum überqueren der Straße nutzen, im Gegensatz zu Fußgängern, wartepflichtig. Wollen Radler die Vorrangregelung des "Zebrastreifens" genießen, müssen sie absteigen und als Fußgänger das Rad beim Überqueren schieben. Schwerpunktkontrollen in den nächsten Tagen Um das Radfahren in Sankt Augustin sicherer zu machen und die gegenseitige Rücksichtnahme von motorisierten Verkehrsteilnehmern und Radfahrern zu stärken, werden die Polizeiwache Sankt Augustin unterstützt durch den Verkehrsdienst der Polizei und die Stadt Sankt Augustin im Rahmen ihrer Ordnungspartnerschaft in den nächsten Tagen zwei Schwerpunktaktionen im Rahmen der Verkehrsüberwachung durchführen. Fahrrad verkehrssicher machen Auskünfte zum "Sicheren Fahrrad" und zur Sicherheitsbekleidung erhalten interessierte Bürgerinnen und Bürger bei der Direktion Verkehr der Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg unter den E-Mail-Adressen: v-kverkehrsunfallpraev.rhein-sieg-kreis@polizei.nrw.de Tel: 02241/541-3970 bis -3977 oder V-Fuest.Rhein-Sieg-Kreis@polizei.nrw.de Tel: 02241/541-3902 bis -3904 Tipp : Immer wieder zeigt sich, das die Kopfverletzungen bei Unfällen von Radlern mit Helm weit geringer ausfallen. Das Tragen des Fahrradhelms reduziert das Verletzungsrisiko erheblich - also Helm auf, die Straße ist hart!
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