Sag uns, was los ist:

Tipps und Informationen rund um das Thema Hygiene Rhein-Sieg-Kreis (rl) – „Manchmal reichen Kleinigkeiten wie ein mobiles Handwaschbecken, Seife und Papierhandtücher aus, um der Hygiene beim Lebensmittelverkauf in ausreichendem Maße gerecht zu werden“, erläutert Dr. Johannes Westarp, Leiter der Abteilung Verbraucherschutz beim Kreisveterinäramt. Dass dies nicht immer der Fall war, stellten zwei Teams des Kreisveterinäramtes am Sonntag, 19.06.2011 auf Flohmärkten in Meckenheim und Sankt Augustin fest. Imbiss- und Grillstände, Verkaufsstände für Backwaren, Crèpes und Molkereiprodukte – insgesamt mussten sich 17 Stände den Untersuchungen der Tierärzte, Lebensmittelkontrolleure und Kontrollassistentinnen unterziehen. Hierbei wurde – im Interesse der Verbraucherinnen und Verbraucher - ein besonderes Augenmerk auf die hygienischen und baulichen Zustände in den Verkaufsständen, die Einhaltung der vorgeschriebenen Kühltemperaturen und die ordnungsgemäße Kennzeichnung gelegt. In allen Bereichen gab es Anlass zu Beanstandungen: So fehlten Handwaschbecken bzw. die vorhandenen waren defekt, Warmwasser war nicht vorhanden, Arbeitsflächen waren unsauber oder Wurst- und Joghurtprodukte waren zu warm gelagert. „Wichtig ist hier, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort sofort beraterisch tätig werden und beispielsweise die Folgen von nicht-gereinigten Händen deutlich machen. Oft ist es den Verkäuferinnen und Verkäufern gar nicht bewusst, welche Vielzahl von Keimen auf Lebensmittel übertragen werden können“, so Dr. Westarp. In einigen Fällen konnten die Mängel dann auch direkt vor Ort behoben werden; sollte dies nicht der Fall sein, kommt es zu einer Nachkontrolle. Insgesamt wurden bei 14 Betrieben Mängel festgestellt, was mündliche Verwarnungen, Verwarnungsgelder, Bußgeldverfahren sowie den sofortigen Standabbau zur Folge hatte. Aber, es gab auch positive Beispiele: Vier Betriebe hielten den intensiven Prüfungen Stand; es wurden keine Mängel gefunden.
mehr