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(ots) /- Zu einem zunächst undurchsichtigen Verkehrsunfall wurde die Polizei in der Samstagnacht (17.08.2019) gegen 03.30 Uhr gerufen. Auf der Frankfurter Straße in Sankt Augustin war ein schwarzer BMW in insgesamt fünf geparkte Autos gekracht und hatte erheblichen Sachschaden verursacht. Nach Zeugenangaben war eine Frau vom Unfallort weggelaufen. Der BMW war anhand des Spurenbildes auf der Frankfurter Straße in Richtung Hennef unterwegs gewesen. In Höhe des Hauses Nr. 40 war der Wagen aus ungeklärten Gründen nach links von der Fahrbahn abgekommen. Der BMW geriet ins Schleudern und prallte nach einer Kollision mit einem Stein gegen ein am Fahrbahnrand ordnungsgemäß geparktes Auto. Die Aufprallwucht reichte aus, um die dahinter geparkten Autos zusammen zu schieben und zu beschädigen. Der Sachschaden beläuft sich auf über 20.000 Euro. An der Unfallstelle trafen die Beamten auf den Eigentümer des BMW. Der deutliche betrunkene 24-jährige Mann aus Eitorf (Alkotest 1,4 Promille) tischte den Beamten eine Geschichte auf, dass er nach einem Streit mit seiner Partnerin mit einer unbekannten Frau, die er kurz zuvor kennengelernt hatte, nach Hause fahren wollte. Weil er getrunken hatte, habe er der Unbekannten das Steuer seines Autos überlassen. Es kam dann zu dem Unfall und die fremde Frau sei in Richtung Siegburg weggelaufen. Kurze Zeit später kam die ebenfalls betrunkene 22-jährige Partnerin (Alkotest 2 Promille) des BMW-Eigentümers zur Unfallstelle. Sie wurde von den Zeugen sofort als die Frau identifiziert, die nach dem Unfall weggelaufen war. Sie erzählte den Polizisten eine völlig andere Story. Nach ihren Angaben war der Wagen mit vier oder fünf weiteren Personen besetzt gewesen. Sie selbst habe auf der Rücksitzbank gesessen und könne nicht sagen, wer am Steuer saß. Wo die anderen Personen nach dem Unfall hin seien, wusste sie auch nicht. Aufgrund der Aufzeichnungen einer Videoüberwachungsanlage einer Firma in Höhe der Unfallstelle konnte der Ablauf nach dem Unfall schnell rekonstruiert werden. Nachdem der BMW in die geparkten Autos gekracht war, stieg die 22-jährige Beifahrerin aus und lief davon. Unmittelbar danach verließ der 24-Jährige den Fahrersitz, ging um das Auto herum und nahm auf dem Beifahrerseite Platz. Die Beamten stellten den Wagen und die Oberbekleidung des mutmaßlichen Fahrers sicher. Eine Blutprobe wurde ihm ebenfalls entnommen. Die Ermittlungen wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs durch Fahren unter Alkoholeinfluss dauern an. (Bi)
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(ots) /- Ein 16-jähriger Fahrradfahrer ist am Mittwochmittag (03.07.2019) auf der Lindenstraße in Sankt Augustin in einen einparkenden Audi gekracht und gestürzt. Der junge Mann aus Sankt Augustin musste zur Versorgung seiner Verletzungen ins Krankenhaus. Ein 80 Jahre alter Mann wollte seinen Audi rückwärts auf dem Parkstreifen entlang der Lindenstraße einparken. Er sah, dass sich von hinten aus Richtung der "Alte Heerstraße" der 16-jährige Fahrradfahrer näherte. Der Senior hielt an, damit der Radler an ihm vorbeifahren konnte. Der 16-Jährige hatte jedoch ein Smartphone in der rechten Hand und war nach eigenen Angaben dabei, eine Telefonnummer einzutippen. Dadurch war er abgelenkt und schaute statt auf die Straße auf das Display. Zur Ablenkung trugen vermutlich auch die Kopfhörer bei, die der Jugendliche in den Ohren hatte. Er fuhr mit seinem Fahrrad in die linke Fahrzeugseite des Audis, stürzte und zog sich eine Kopfverletzung zu. Der Autofahrer kümmerte sich bis zum Eintreffen der Rettungskräfte um den Verletzten. Fahrradfahrer gehören zu den am stärksten verletzungsgefährdeten Verkehrsteilnehmern, da sie ohne Knautschzone im Straßenverkehr unterwegs sind. Um rechtzeitig auf Hindernisse oder Gefahren reagieren zu können, werden beide Hände am Lenker gebraucht. Dennoch greifen immer mehr Fahrradfahrer während der Fahrt zum Smartphone, und auch Navigationsgeräte am Lenker sind inzwischen verbreitet und werden teilweise im Fahren bedient. Auch Ablenkung durch Kopfhörer erhöht bei Fahrradfahrern wie Fußgängern das Unfallrisiko. Bereits bei Musik in der Lautstärke eines normalen Gesprächs oder einem Telefonat per Headset verlängert sich die Reaktionszeit um ein Fünftel, wie eine Studie des Instituts für Arbeit und Gesundheit (IAG), Dresden, zeigt. Bei Musik, die so laut ist wie ein mit 50 km/h vorbeifahrendes Auto, steigt die Reaktionszeit sogar um die Hälfte. Die Nutzung von elektronischen Geräten, insbesondere von Smartphones, durch Fahrzeugführende birgt erhebliche Risiken und Gefahren für die Sicherheit im Straßenverkehr. Vermehrt steht dieses Verhalten von Verkehrsteilnehmenden während der Fahrt im Fokus der polizeilichen Aufnahme und Sachbearbeitung schwerer und schwerster Verkehrsunfälle. Daher führt die Polizei NRW verstärkte Kontrollen gegen Ablenkung im Verkehr durch. Beim letzten landesweiten Kontrolltag am 8. Mai 2019 wurden 2.887 Verkehrsteilnehmer bei der Nutzung eines Handys oder eines anderen elektronischen Geräts nach Paragraf 23 (1a) der Straßenverkehrsordnung ertappt. Die meisten von ihnen (2.476) waren mit dem Auto unterwegs, allerdings wurden auch 256 Lastwagenfahrer und 155 Radfahrer sanktioniert. (Bi)
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