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Polizei und Stadtverwaltung Sankt Augustin gehen gegen Fahrradunfälle vor

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(ots) - Radfahren ist gesund, schont Umweltressourcen und entlastet das Verkehrswegenetz. Diese Vorteile werden auch in großem Umfang in Sankt Augustin gesehen und von den Bürgerinnen und Bürgern wahrgenommen. Mit Sorge beobachten die Kreispolizeibehörde und die Stadtverwaltung jedoch seit Jahren, dass sich die Zahl der verunglückten Radfahrer auf einem vergleichsweise hohen Niveau bewegt.

Fahrradunfälle: o In keiner Kommune des Zuständigkeitsgebietes der Kreispolizei verunglückten in 2010 mehr Radfahrer als in Sankt Augustin. o Im vergangenen Jahr gab es in Sankt Augustin 62 durch Unfälle zum Teil schwer verletzte Radfahrer. o Auch bereits in den Vorjahren erreichten die Verunglücktenzahlen in Sankt Augustin im Vergleich der Kommunen untereinander einen Höchstwert. o Bemerkenswert ist die Tatsache, dass 40,3 % der verunglückten Radfahrer in 2010 die Unfälle selbst verursacht haben. o Durchschnittlich sind die Radfahrer im Rhein-Sieg-Kreis nur zu 35,3% Unfallverursacher

Im Rahmen der Kommunalen Sicherheitskonferenz (KoSi) haben die Kreispolizeibehörde und die Stadt Sankt Augustin deshalb hier einen gemeinsamen Handlungsbedarf erkannt und beschlossen, dem Trend entgegenzuwirken.

Stadt und Polizei arbeiten zusammen: o Die Radfahrerinnen und Radfahrer sollen noch intensiver über die Bedeutung der Verkehrsvorschriften informiert werden, die nicht Hindernisse der freien Fahrt, sondern wichtige Sicherheitsregeln darstellen. o Faires und rücksichtsvolles Verkehrsverhalten soll gefördert werden. o Es soll für mehr Sicherheit im Verkehrsraum gesorgt werden. o Die Einhaltung von Verkehrvorschriften soll noch intensiver überwacht und Verstöße konsequent geahndet werden.

Die Stadt Sankt Augustin gehörte zu den Kommunen, die in der Zeit von April 2007 bis März 2010 an einer durch die Uni Bonn begleiteten wissenschaftlichen Untersuchung unter dem Projektnamen "Bleib fair ... im Radverkehr !" beteiligt war. Unter anderem kommt die Untersuchung zu dem Ergebnis, dass die Ahndung von Verkehrsverstößen und die präventive Aufklärung zu den Folgen von Verkehrsunfällen als kombiniertes Maßnahmenpaket zur Verhinderung von Radfahrunfällen beitragen.

Unfallauffällige Stellen In Sankt Augustin wurden im Bezug auf Fahrradunfälle folgende unfallauffällige Stellen erkannt:

  • Bonner Str. (B 56) / Südstr. / Wehrfeldstr. - Bonner Str. (B 56 - L 16) im Bereich der BAB-Anschlussstellen zur A 560 - Südstr. zwischen Rathausallee und Bonner Str. - Meindorfer Str. (L 16) im Verlauf - Frankfurter Str. (L 333) im Verlauf - Alte Heerstr. im Verlauf

Erkannte Ursachen Eine Überprüfung durch die Direktion Verkehr der Polizei Rhein-Sieg ergab folgende Rangfolge der Unfallursachen:

o Fahren auf Radwegen entgegen der erlaubten Fahrtrichtung o Vorfahrtverletzungen o Radfahren unter Alkoholeinwirkung

Daneben ist häufig zu beobachten, dass sich Radfahrer an Fußgängerüberwegen häufig einen vermeintlichen Vorrang gegenüber Kraftfahrern erzwingen. Offenbar besteht in Reihen der Radfahrer trotz umfangreicher Aufklärungsarbeit noch immer der Irrglaube, dass der Fußgängerüberweg auch dem Radfahrer Vorrang gewähre.

Die Verkehrsexperten der Polizei stellen erneut klar: Radfahrer sind, wenn sie Fußgängerüberwege zum überqueren der Straße nutzen, im Gegensatz zu Fußgängern, wartepflichtig. Wollen Radler die Vorrangregelung des "Zebrastreifens" genießen, müssen sie absteigen und als Fußgänger das Rad beim Überqueren schieben.

Schwerpunktkontrollen in den nächsten Tagen Um das Radfahren in Sankt Augustin sicherer zu machen und die gegenseitige Rücksichtnahme von motorisierten Verkehrsteilnehmern und Radfahrern zu stärken, werden die Polizeiwache Sankt Augustin unterstützt durch den Verkehrsdienst der Polizei und die Stadt Sankt Augustin im Rahmen ihrer Ordnungspartnerschaft in den nächsten Tagen zwei Schwerpunktaktionen im Rahmen der Verkehrsüberwachung durchführen.

Fahrrad verkehrssicher machen Auskünfte zum "Sicheren Fahrrad" und zur Sicherheitsbekleidung erhalten interessierte Bürgerinnen und Bürger bei der Direktion Verkehr der Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg unter den E-Mail-Adressen:

v-kverkehrsunfallpraev.rhein-sieg-kreis@polizei.nrw.de Tel: 02241/541-3970 bis -3977 oder V-Fuest.Rhein-Sieg-Kreis@polizei.nrw.de Tel: 02241/541-3902 bis -3904 Tipp : Immer wieder zeigt sich, das die Kopfverletzungen bei Unfällen von Radlern mit Helm weit geringer ausfallen. Das Tragen des Fahrradhelms reduziert das Verletzungsrisiko erheblich - also Helm auf, die Straße ist hart!

Ort
Veröffentlicht
07. Juli 2011, 10:34
Autor
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