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Die Steyler Mission, ein internationaler Konzern

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Die Steyler Mission, ein internationaler Konzern

Die Steyler leisten Aufklärungsarbeit beim Unternehmerfrühstück

Das Unternehmerfrühstück, veranstaltet von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Sankt Augustin mbH, der VR-Bank Rhein-Sieg und der Kreissparkasse Köln fand am vergangenen Mittwoch im Kloster in Sankt Augustin statt. Die Steyler Missionare sind Unternehmer? Oh ja. Aufklärungsarbeit leisteten Pater und Missionssekretär Xavier Alangaram SVD und Michael Schlusemann als Verwaltungsleiter der Steyler Mission, die amtsgerichtlich als Gemeinnützige Gesellschaft für Auswärtige Missionen mbH eingetragen ist. Kernauftrag der hier ansässigen Missionsprokur ist das Bereitstellen von Geldern und Gütern für die rund 6.000 im Ausland tätigen Missionare einschließlich deren medizinischer Versorgung und auch Altersvorsorge. Damit ist die Missionsprokur in über 80 Ländern tätig, also quasi ein internationaler Konzern und mit rund 10.000 Angestellten. Dafür kann nicht auf die Kirchensteuer zurückgegriffen werden. Die Finanzierung basiert auf Spenden, Zuwendungen und Einnahmen aus Dienstleistungen. Neben diesem Serviceauftrag für die Missionare agiert die Mission als weltweit tätige Hilfsorganisation in den Aufgabenfeldern Seelsorge, Entwicklungs- und Umwelthilfe sowie praktische Projektarbeit. Beispiele sind Projekte, die den Zugang zu Wasser sicherstellen und Impfkampagnen. Weitere Standbeine sind die Durchführung von Workshops zur missionarischen Bewusstseinsbildung, gewaltfreien Kommunikation und interkulturellen Kompetenz an Schulen und in Unternehmen sowie ganz praktisch die Bereitstellung von Räumlichkeiten und Ausrichtung von Veranstaltungen in der Klosteranlage selbst. Großen Wert legt Pater Xavier auf den seit Gründung der Steyler Missionsarbeit verfolgten Leitsatz zur Bewahrung der Schöpfung. Es ist den Steylern angesichts der ökologischen Krise ein zentrales Anliegen, die Welt so zu erhalten, wie sie von Gott vollendet erschaffen wurde. Zeitlos aktuell. Und auch hier ein Beispiel für die praktische Umsetzung: Auf dem Dach der Sankt Augustiner Missionsprokur sind 90 Quadratmeter von Solarkollektoren bedeckt, die sich finanziell rechnen. Kurzum: Hinter den Klostermauern wird nicht nur gebetet. (hdp)

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Veröffentlicht
12. Dezember 2019, 14:04
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