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DIE LINKE im Kreistag sichert Tafel-Zuschuss

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DIE LINKE im Kreistag sichert Tafel-Zuschuss

Nach dreijährigen Bemühungen hat DIE LINKE im Kreistag erreicht, dass Tafeln die Müllgebühren ersetzt werden

Für 10.000 € muss man bei CDU und GRÜNEN anscheinend sehr dicke Bretter bohren. Diese Koalition im Kreistag verhinderte es drei Jahre lang, dass den Armen-Tafeln im Kreis die Müllgebühren ersetzt oder erlassen wurden. Im dritten Anlauf erst bewilligten sie, statt der benötigten 20.000 für den ganzen Landkreis, immerhin einen Dauerzuschuss von jährlich 10.000, der auf die Tafel-Organisationen im Kreis aufgeteilt werden muss. Damit können die anderen Spenden wenigstens sinnvoll eingesetzt werden; es fallen ja immer noch Mietkosten und Fahrtkosten an.

Ein Trauerspiel ist es aber weiterhin, dass Hartz IV so niedrig ist, dass Betroffene nicht auf die kostenlosen Lebensmittelspenden verzichten können. Ja, es können ja noch nicht mal alle Betroffenen etwas wöchentlch bekommen. Das ist die Folge des schändlichen Hartz IV-Systems und des damit zusammenhängenden Niedriglohn-Sektors.

Kritisieren muss man aber auch die "spendenden" Firmen, da sie sich ja damit die Sortier- und Entsorgungskosten sparen, und diese auf die ehrenamtlichen Tafeln verlagern. Von hier hätte man auch finanzielle Spenden erwarten können. Unser Fazit bleibt: 10.000 € sind ein Tropfen auf den heissen Stein der Armut in einer reichen Gesellschaft - Hartz IV muss wieder weg!

Raymund Schoen, Sachkundiger Bürger im Kreis-Umwelt-Ausschuss.

Autor Raymund Schoen

Ort
Veröffentlicht
14. Dezember 2018, 04:41
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