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Seniorinnen von Trickbetrüger bestohlen/ Gauner gibt sich als Steuerfahnder und Jackenverkäufer aus/ Polizei warnt: Lassen Sie keine Fremden ins Haus

(ots) - Trickbetrüger suchen sich immer wieder ältere

Menschen als Opfer aus. Sie täuschen die Senioren, erschleichen sich

deren Vertrauen und bestehlen sie dann skrupellos. So auch am

Dienstagnachmittag (27.4.), als zwei Frauen im Alter von 71 und 84

Jahren von einem bislang Unbekannten um Geld, Scheckkarten und ein

Sparbuch gebracht wurden.

Die 84-jährige Frau wurde von dem unbekannten Mann zunächst an

ihrer Haustür in der Weinbergstraße angesprochen. Er gab sich als

Verkäufer aus und bot der alten Dame zwei Lederjacken und eine Tasche

zu einem Preis von 100 Euro an. Die arglose Frau ließ ihn in die

Wohnung ein, holte das Geld und gab es dem Betrüger. Er ließ ihr die

minderwertige Ware zurück, nahm jedoch unbemerkt von der Frau zwei

Geldbörsen, eine Bankkarte und ein Sparbuch an sich und verschwand

damit spurlos. Die betrogene Rentnerin bemerkte den Diebstahl erst

später.

Etwa eine Stunde später klingelte vermutlich der gleiche Mann an

der Haustür der 74-Jährigen in der Georg-Treber-Straße. Hier gab er

sich als ein Mitarbeiter der Steuerfahndung aus und log der Frau vor,

deren Geld prüfen zu müssen. Er schaffte es auf diese Weise, sich das

Vertrauen der älteren Frau zu erschwindeln und wurde in die Wohnung

eingelassen. Auch hier gelang es ihm, in einem unbeobachteten Moment

die Scheckkarte der Frau zu stehlen.

In beiden Fällen beschreiben die Frauen den Trickbetrüger als etwa

1,75 Meter groß und zirka 45 Jahre alt. Er hat dunkle kurze Haare.

Bekleidet war er mit einem dunklen Sakko und einer dunklen Hose. Die

Kripo in Rüsselheim geht davon aus, dass es sich um ein und denselben

Täter handelt. Die Ermittler bitten unter der Rufnummer 06142/ 696-0

um weitere Hinweise von Zeugen.

Die Polizei warnt erneut besonders ältere Menschen: Lassen Sie

keine Fremden ins Haus. Öffnen Sie die Tür nur bei vorgelegtem

Sperrriegel. Verlangen Sie von Amtspersonen grundsätzlich den

Dienstausweis. Denken Sie daran: Banken, Sparkassen, Polizei oder

andere Behörden schicken Ihnen nie "Geldwechsler" oder

"Falschgeld-Prüfer" ins Haus. Verständigen Sie über das Auftauchen

derartiger Personen umgehend die Polizei über den Notruf 110. Sperren

Sie im Falle eines Diebstahls sofort Ihre Bankkarten. Wenden Sie sich

an Ihre Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle (06151/ 969-4030). Dort

erhalten Sie wertvolle Tipps und hilfreiche Broschüren. Weitere

Informationen erhalten Sie auch im Internet unter

www.polizei-beratung.de.

Ort
Veröffentlicht
28. April 2010, 10:25