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(ots) - Unfallkommission tagte in Rotenburg: Kein Rezept gegen Wildunfälle ## Fotos in der digitalen Pressemappe ## Landkreis Rotenburg. Seit Jahren stellen Wildunfälle ein erhebliches Problem für Polizei, Jägerschaft und vor allem für die Autofahrer auf den Straßen des Landkreises dar. Jeder dritte Verkehrsunfall resultiert aus einer ungewollten Begegnung mit einem Wildtier. Alle zwei Jahre trifft sich aus diesem Grund die Unfallkommission Wildunfälle bei der Rotenburger Polizei mit dem Ziel diese Unfallzahlen zu senken. Landkreis, Straßenbauamt, Straßenmeisterei, Jägerschaft, Verkehrswacht und Polizei schickten ihre Vertreter, um über die Möglichkeiten der Unfallprävention zu diskutieren. "2012 hat die Anzahl der Wildunfälle auf den Straßen des Landkreises einen Spitzenwert erreicht," so Polizeihauptkommissar Rüdiger Radtke. 1750 Zusammenstöße verzeichnete er nach einem Wildwechsel. In den meisten Fällen kam es zu Blechschäden. Bei 17 Unfällen wurden Menschen leicht, bei fünf allerdings auch schwer verletzt. Erfahrungsgemäß ereigneten sich die meisten Wildunfälle während der Brut- und Setzzeit im Mai und der Brunft im Oktober und November. Unterschiedliche Maßnahmen hatten in den vergangenen Jahren bei der Unfallbekämpfung nicht zum Erfolg geführt. Die Gemeinschaftsaktion "3Beine-ein Ziel", bei der seit 2009 mit magentafarbenen, hölzernen Gestellen am Fahrbahnrand vor Unfallgefahr durch Wildwechsel gewarnt wurde, zeigte auch 2012 keine durchschlagende Wirkung. Nun wurde das Ende dieser Aktion beschlossen. Die 3-Beine werden aus dem Verkehrsraum entfernt. Auch blaue Reflektoren an Leitpfosten, die aufmerksamen Autofahrer sicherlich aufgefallen sein dürften, standen zur Diskussion. Die Leuchtmittel sollen das Fahrlicht der Autos in den Seitenraum lenken und so den Wildwechsel verhindern. Auch hier gab es keine eindeutigen Fortschritte. So brachte es Karl-Heinz Wilshusen von der Jägerschaft Bremervörde schließlich auf den Punkt:" Es ist offensichtlich utopisch, wenn wir glauben, dass wir Autofahrer positiv zum langsamen Fahren in wildgefährdeten Bereichen erziehen können." Damit hatte er das Hauptproblem benannt. Angepasste Geschwindigkeit und besondere Vorsicht an Wildstrecken scheint das einzig wirksame Mittel zu sein, um sich vor einem Wildunfall zu schützen. Sollte es doch zum Unfall gekommen sein, müssen sich Betroffene künftig umstellen. Versicherung werden in Zukunft Bescheinigungen von Jägern zur Schadensregulierung nicht mehr erstatten. Es wird empfohlen bei Wildunfällen immer die Polizei zu rufen.
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(ots) - Polizei Rotenburg legt Unfallstatistik 2012 vor: Schwere Unfälle gingen deutlich zurück ## Diagramm und Fotos in der digitalen Pressemappe! ## LK Rotenburg. Von einer positiven Entwicklung beim Verkehrsunfallgeschehen spricht die Rotenburger Polizei beim Blick auf die nun veröffentlichten Zahlen des vergangenen Jahres. Zwar habe man im Landkreis Rotenburg einen Anstieg der Gesamtunfälle um 8,4% zu verzeichnen, doch seien die schweren Unfälle mit Getöteten und Schwerverletzten deutlich zurückgegangen, beschreibt Polizeihauptkommissar Rüdiger Radtke als Sachbearbeiter für den Verkehrsbereich die Situation. Eine ähnliche Entwicklung zeichnete sich innerhalb der Polizeidirektion Lüneburg als übergeordnete Dienstselle ab. In den Landkreisen Stade, Harburg, Lüneburg, Lüchow, Uelzen, Celle, Rotenburg und im Heidekreis stieg die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle um 3,6 %. Der Chef der Polizeidirektion, Polizeipräsident Friedrich Niehörster, dazu:" Die Senkung der Zahl der Verkehrsunfälle mit schwerem Personenschaden um 3,2 % ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Wir haben gezielt Verkehrsüberwachung betrieben, um dem Ziel "mehr Verkehrssicherheit" ein Stück näher zu kommen." - mehr Blechschäden - Auf den Straßen des Landkreises Rotenburg nahmen die Beamten insgesamt 5169 Verkehrsunfälle auf. Das waren 399 Unfälle mehr als im Vorjahr. Eine Erklärung bietet der erneute Anstieg bei den Wildunfällen. "Wir haben in den vergangen Jahren bei der Bekämpfung dieser Unfälle einiges versucht. Eine Lösung haben Polizei, Verkehrsbehörde und Jägerschaft leider noch nicht gefunden", kommentiert Rüdiger Radtke den Anstieg. Hauptunfallursache sei nach wie vor die nicht angepasste Geschwindigkeit. Dann erst folgen Vorfahrts- und Abbiegeunfälle. Polizei und Landkreis werden auch weiterhin Geschwindigkeitskontrollen durchführen, um zu schnelles Fahren als Unfallursache einzudämmen. - weniger Verletzte - Wenn bei Personenschäden überhaupt von erfreulich gesprochen werden kann, ist es die Tatsache, dass 2012 im Landkreis Rotenburg weniger Menschen bei Unfällen schwer verletzt oder gar getötet wurden. Mit sieben Unfalltoten und 169 Schwerverletzten zeigt die Kurve der Unfallstatistik den niedrigsten Stand der letzten 10 Jahre an. Auch bei der Beteiligung junger Fahranfänger an schweren Unfälle konnte die Polizei einen Rückgang um 39% verzeichnen. Hier zeigen sich unter Umständen schon erste Erfolge der Projektgruppe "Sicher ankommen", die im letzten Jahr bei der Rotenburger Polizei im Rahmen der europaweiten Verkehrssicherheitsinitiative 2020 eingerichtet wurde. - Bauarbeiten auf der A1 beendet - weniger Unfälle - Ende letzten Jahres konnten alle Fahrbahnen der nun 6-spurigen A1 freigegeben werden. Das drückt sich auch in den Unfallzahlen aus. Mit 683 Unfällen wurde hier ein ähnliches Niveau wie vor Baubeginn erreicht. Befürchtete Verkehrsunfälle durch zu hohe Geschwindigkeiten auf der unbeschränkten A1 blieben bislang aus. " An der eigentlichen Unfallproblematik im Landkreis Rotenburg hat sich im vergangenen Jahr nichts geändert. Die meisten schweren Unfälle ereignen sich auf Landstraßen durch überhöhte Geschwindigkeit. Oft stand dann ein Straßenbaum im Weg", verdeutlicht Hauptkommissar Radtke die größte Unfallgefahr.
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