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Freiwillige Feuerwehr Jahreshauptversammlung Interview Rundblick Rösrath (RR) mit Bürgermeister Marcus Mombauer (MM) RR: Lieber Herr Mombauer, als Bürgermeister sind sie oberster Chef der Feuerwehr. Ende November war wieder Jahreshauptversammlung. Wir würden Sie dazu gerne interviewen. MM: Natürlich sehr gerne! Die freiwillige Feuerwehr ist eine meiner wichtigen Aufgaben als Dienstvorgesetzter der Feuerwehr. Gleichzeitig eine wirkliche Herzensangelegenheit. Was wären wir ohne die Frauen und Männer, die sich täglich ehrenamtlich für unser Gemeinwohl einsetzen? Oder unsere Jugendlichen und Kinder, die Gewähr für soliden Nachwuchs in unserer Freiwilligen Feuerwehr bieten? RR: Bitte erzählen Sie uns ausführlich von der Jahreshauptversammlung die in der Aula des Schulzentrums Freiherr-vom-Stein stattfand. MM: Das will ich gerne in Auszügen aus der Versammlung tun. Ich hatte zunächst das zurückliegende Jahr und die "brennenden" Themen des nächsten Jahres angesprochen. Gleich zu Beginn war mir ein persönlicher Dank wichtig, den ich wie folgt formulierte: "Stellvertretend für die hier anwesenden Kommunalpolitiker, die Ihrer aller Arbeit sehr schätzen und in besonderem Maße begleiten und unterstützen, gilt mein Dank Ihnen, den Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern, denn Sie stehen am Tag und in der Nacht zum Einsatz bereit. Sie haben auch in 2019 wieder unter Beweis gestellt, in unserer Stadt an vorderster Front zu helfen. Wenn es darum ging, Schadensabwehr oder Hilfe in den unterschiedlichsten Bereichen zu gewährleisten, waren Sie da. Sicherlich auch mit den neuen Herausforderungen in diesem Sommer, nämlich der hohen Waldbrandgefahr. Wieder einmal konnte ich, nicht zuletzt durch das Zahlenwerk des Controllings feststellen, wie leistungsfähig unsere Feuerwehr ist. Ich merke daher in Dankbarkeit an, dass unsere Familien, alle Einwohner der Stadt und zuletzt auch ich selbst, beruhigt und sicher sein können, im Falle einer Einsatzlage die richtige und vor allen Dingen kompetente Hilfe durch Sie zu erlangen. Ich konnte das besonnene und professionelle Handeln unserer Feuerwehr bei mehreren Einsätzen hautnah miterleben. Sie wissen vielleicht, dass ich zumeist unmittelbar vom Wehrführer über bedeutende Einsätze unverzüglich informiert werde. Darüber hinaus durch eine App, die den gesamten Verwaltungsvorstand informiert, so dass wir - sofern nötig - verwaltungsseitig unverzüglich unterstützen können. In besonderer Erinnerung bleibt mir der Brand eines Einfamilienhauses am Birkenweg. Das Bewohnerehepaar war nicht daheim. Wohl aber die Dachdecker, die einen über die Ortsgrenze Rösraths von weitem erkennbaren Brand des Dachstuhls auslösten. Die Freiwillige Feuerwehr hat an diesem Tag erfolgreich gerettet, geborgen und letztlich auch gelöscht. Die Bewohner konnten bei ihrer Rückkehr glücklicherweise in einem Haus in Forsbach unterkommen. Ich möchte daher meinen ganz besonderen Dank an Sie alle, Feuerwehrmänner, Feuerwehrfrauen, Mitglieder der Unterstützungs- und Ehrenabteilung, die Jungen und Mädchen der Jugend- und Kinderfeuerwehr richten. Durch Ihren ehrenamtlichen Einsatz und ihr bürgerschaftliches Engagement dürfen sich die Menschen dieser Stadt ein ganzes Stück sicherer fühlen! Mein Dank gilt auch der Wehrführung für die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung". RR: Was gibt es denn für Neuigkeiten aus dem Bereich der Freiwilligen Feuerwehr? MM: Das war eine ganze Menge! Gleich zu Beginn der Versammlung wurde der Leiter der Feuerwehr, Herr Eltner, durch die Kameradinnen in seinem Amt bestätigt. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung habe ich eine entsprechende Anhörung durchgeführt. Seine äußerst zuverlässige Arbeit kann nun also nach Zustimmung durch den Rat über das Jahr 2020 fortgeführt werden. Die Feuerwehr konnte im Oktober dieses Jahres das neue Kinderfeuerwehrfahrzeug in den Dienst stellen. Hier gilt mein Dank u. a. auch dem Land als Fördergeldgeber und natürlich auch dem Kämmerer und der Politik, die die Eigenmittel aus dem städtischen Haushalt zur Verfügung stellen konnten. Rösrath ist übrigens eine der wenigen Kommunen, die eine eigene Kinderfeuerwehr haben. Das Mehrzweckfahrzeug (MZF) für die Löschgruppe Forsbach konnte im Frühjahr in Betrieb genommen werden. Auch für die Löschgruppe Kleineichen gab es ein neues Fahrzeug mit zugleich neuer Aufgabe: Der Gerätewagen (GW)-Gefahrgut konnte im Oktober in Dienst gestellt werden. Ausgeschrieben und vergeben wurde die Beschaffung für den GW-Nachschub für den Standort Venauen. Mit der Lieferung des Fahrzeugs wird im kommenden Jahr gerechnet. Darüber hinaus wurden viele größere und kleinere Ausrüstungsgegenstände und Einsatzmittel beschafft. Die Arbeiten am Feuerwehrhaus Rösrath schreiten nun mit großen Schritten voran. Ich habe mich selbst von den Fortschritten aber auch baustellenbedingten Einschränkungen an einem Dienstabend überzeugt. Daher auch mein Dank und meine Anerkennung an die Kameradinnen des Löschzug Rösraths, die weiterhin in der Baustelle den Einsatzbetrieb aufrechterhalten. Der Probebetrieb (ohne Außenanlagen) ist für Ende Januar 2020 avisiert. Wir sollten beim Feuerwehrhaus Kleineichen auf Kurs bleiben und uns weiterhin am Ziel des Brandschutzbedarfsplans in seiner 3. Fortschreibung aus dem Jahr 2014 orientieren. Dazu gehört die Suche nach einem neuen Standort für die Löschgruppe Kleineichen. Diese Suche muss jedoch einhergehen mit einer Ertüchtigung des aktuellen Standorts. Hier steht für mich die Sicherheit und Einsatzfähigkeit der Feuerwehr bei den geplanten Maßnahmen im Vordergrund. RR: Lieber Herr Mombauer, wir danken an diese Stelle für dieses Gespräch und bitten Sie noch um ein kurzes Schlusswort. MM: Die Bereitschaft zum Dienst in unserer Freiwilligen Feuerwehr und auch das Geschehen in den zahlreichen Einsätzen ist von überragender Bedeutung für unsere Stadt. Den politisch Verantwortlichen und der Verwaltung ist das sehr bewusst. Daher auch das hohe Maß an Unterstützung und die rege Teilnahme an der Jahreshauptversammlung. (mrs) Fotos: RS
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