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Die "Schweinchenjagd" kann bald beginnen Bouleplatz in Hoffnungsthal Mit großem Gerät und unter Teilnahme zahlreicher Pressevertreter und interessierter Boulefans wurde Ende Oktober 2018 der erste "Spatenstich" für den Bouleplatz in Hoffnungsthal gemacht. Die Bauunternehmer Andreas Hartenfels und Sohn Marco Hartenfels ließen es sich nicht nehmen, den ersten Aushub im Park hinter dem Rathaus mit dem Schaufelbagger persönlich vorzunehmen. Bürgermeister Marcus Mombauer und Stifter Dr. Jürgen Rembold legten mit dem Spaten nach. Damit ist der offizielle Startschuss für ein Bürgerprojekt gefallen, das vor über einem Jahr initiiert wurde. Die Stadt stellt dazu kostenlos das Grundstück im Park zur Verfügung. Die Baukosten teilen sich die Rembold Stiftung und die Hartenfels GmbH. "Hier wird ein tolles Projekt tatkräftig in die Hand genommen", bedankte sich Bürgermeister Mombauer für das Engagement und lobte auch die Gründung der Interessengemeinschaft Boule. Nach einem Aufruf in den Medien haben sich inzwischen über 30 Freiwillige zusammengeschlossen, die den zukünftigen Bouleplatz pflegen und verwalten wollen. "Das bürgerschaftliche Engagement war Voraussetzung für die Realisierung", betonte Stifter Rembold und zeigte sich überzeugt davon, dass das "Open-Air Begegnungszentrum" den ganzen Ortsteil inklusive Einzelhandel und Gastronomie beleben wird. Die Fertigstellung wird noch in diesem Jahr erwartet. "Wir wollen es zügig wegarbeiten", stellte Marco Hartenfels in Aussicht. Stadtratsmitglied Robert Scheuermeyer spornte die Akteure mit seinem Versprechen an, für den Eröffnungstag B(o)uletten zu sponsern. Auch Silvia Hüllenhütter, Sprecherin der IG-Boule, freut sich schon jetzt auf die erste rollende Kugel. Ihr wichtigster Antrieb sei die Freude an Geselligkeit. "Beim Boulen kann man Spiel und Spaß ideal verbinden", findet sie und kann sich durchaus das ein oder andere Freizeitturnier vorstellen. Der Platz im Stadtpark ist ideal, Bänke und Mülleimer sind vorhanden, der Tageslichteinfall ist gut und für die Dämmerstunden sind Laternen in der Nähe. Fachliches Know-how steuert der erfahrene Boulespieler Ralph Dargel aus Kürten-Dürscheid bei. "Beim Boulen lernt man strategisch denken, ähnlich wie beim Eisstockschießen", schwärmte er, "die Schweinchenjagd ist anspruchsvoller als man denkt." In Hoffnungsthal soll das Spielen ab 2019 auf dem rund 8 Meter breiten und 15 Meter langen Platz spontan möglich sein. Reservierungen für Gruppen sind möglich. Regelmäßige Treffen der IG Boule sind geplant. Weitere helfende Interessenten können sich per Mail an die wenden. (mrs)
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Erfreulicher städtischer Haushalt 2019 Interview mit dem Bürgermeister von Rösrath Interview des Rundblick Rösrath (RR) mit Bürgermeister Marcus Mombauer (MM) RR: Lieber Herr Bürgermeister, in der letzten Ratssitzung vor den Herbstferien wurde der Haushalt für 2019 eingebracht. Dazu hielten Sie traditionell eine Rede. Dürfen wir Ihnen einige Fragen dazu stellen? Wie steht es denn um den aktuell eingebrachten Haushalt? MM: Die kommunalen Finanzen und das Zahlenwerk sind, anders als zumeist in der Vergangenheit, überwiegend erfreulich. Der eingebrachte Entwurf des Haushalts 2019 sieht ein positives Jahresergebnis vor und das auch ohne Erhöhung der Hebesätze im Bereich der Grundbesitzabgaben. Am Ende des Jahres wird absehbar erstmals ein Plus von rund 250.000,- Euro stehen. RR: Erfreulich und wie kam es dazu? MM: Dass dies offenbar gelingt, ist Verdienst einer restriktiven Haushaltsführung. Da bin ich Herrn Nicodemus als Stadtkämmerer, sowie allen Verantwortlichen in der Stadtverwaltung aber auch dem Stadtrat sehr dankbar. Es gab eine Reihe von Sparmaßnahmen, die einvernehmlich auf den Weg gegeben wurden. Hinzu kam erfreulicherweise eine deutlich verbesserte Einnahmesituation. RR: Erfreulich. Gibt es denn auch Sorgen? MM: Leider ja. Die Kreisumlage belastet uns als Kommune sehr. Erfreulich ist, dass Landrat Santelmann und auch sein Rösrather Vertreter im Amt hierzu Verständnis signalisiert und Unterstützung in Aussicht gestellt haben. Zudem ist es vordringliche Aufgabe, unsere Liquiditätsdarlehen zurück zu führen, bevor das Zinsniveau steigt und damit alle erfolgreichen aber auch schmerzhaften Sparbemühungen zunichte gemacht werden. RR: Wofür sind denn Ausgaben geplant und erforderlich? MM:Trotz der schwierigen Lage auf dem Bausektor und der nicht auskömmlichen Ausschreibungsergebnisse wurde dort mit vorgezogenen Maßnahmen begonnen. Sanitäranlagen wurden hergestellt und ebenso eine provisorische Mensa mit angrenzendem Bereich für Ganztagsbetreuung. Auch die Maßnahmen für den vorgezogenen Brandschutz sind auf dem Weg und in den nächsten Wochen wird es weitere Vergaben geben. Im Vorgriff auf die Errichtung einer Kindertagesstätte an der evangelischen Versöhnungskirche in Rösrath, konnte für eine Übergangszeit eine Kita am Schulzentrum eingerichtet werden. Ein geeignetes Betreuungsangebot für alle Kinder unter 6 Jahren. Auch wurde der Auftrag für die Gestaltung der Grünflächen rund um das Ehrenmal angrenzend an das Feuerwehrhaus in Forsbach vergeben. Diese Arbeiten sollen im Frühjahr 2019 fertiggestellt sein. Mein Dank gilt neben der Landschaftsarchitektin Carina Pfeffer für deren Gestaltung, auch den Stadtwerken, die sich hier weit im Vorfeld bereits besonders verdient gemacht haben. Da freue ich mich doch tatsächlich heute schon auf die Kranzniederlegung anlässlich des Volkstrauertags 2019. Auch die Leserinnen und Leser des Rösrather Rundblicks sind herzlich zur Teilnahme an dieser Veranstaltung eingeladen. Es gibt was zu sehen! Im Bereich der Feuerwehr Rösrath laufen gerade die Umbauarbeiten am und im Haus an der Schillerstraße, Ecke Kölner Straße. Auch im Bereich des kommunalen Straßenbaus geht es weiter voran. In diesem Jahr wurde der 2. Bauabschnitt der Rotdornallee mit dem Kreisel zur Hofferhofer Straße fertiggestellt. Und auch der dritte Bauabschnitt der Rotdornallee wird in naher Zukunft abgeschlossen. Was im Bereich der Verkehrsinfrastruktur weiter Sorgen bereitet, sind die Maßnahmen im Bereich der Hauptstraße auf Höhe von Schloss Eulenbroich. Hier hat ein privater Neubau die Standsicherheit der Hauptstraße in Mitleidenschaft gezogen. Leider hat die Stadt hier nur minimalste Einflussmöglichkeiten. Da es sich um eine Landesstraße handelt, liegt die Entscheidung zum Maßnahmekatalog und der zeitlichen Abfolge beim Landesbetrieb Straßen NRW. Ich habe allergrößtes Interesse, dass diese in jeder Hinsicht einschränkende Situation schnellstmöglich beendet wird. Hier werde ich zudem jede Möglichkeit ergreifen, die auch im Ansatz entschärfend wirken könnte. Es werden Gespräche auf höchster Ebene geführt. Und auch bei der Hofferhofer Straße ist noch nicht absehbar, welche Beeinträchtigungen und welche Dauer die Sanierung der Straße mit sich bringt. Der Zeitpunkt des Beginns der Maßnahme ist von entscheidender Wirkung. Dort ist im oberen Teil der Straße durch Unterspülung ein Teil der Böschung abgegangen. Da es sich um eine Kreisstraße handelt, wurden unverzüglich Gespräche mit der Kreisverwaltung aufgenommen. Das Echo aus Bergisch Gladbach im Hinblick auf Abstimmung und Zusammenarbeit ist durchweg positiv. Nachdem die Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern hohe Wellen geschlagen haben, ist dieses Thema, gerade auch durch die dezentrale Unterbringung hier in Rösrath erfreulicherweise in den Hintergrund getreten. Dennoch besteht auch weiterhin Bedarf an geeignetem Wohnraum. Nach den Gebäuden in der Burggasse werden derzeit Wohnungen im Bereich der Hans-Katzer-Straße gebaut. RR: Und was kommt im Jahr 2019? MM: Auch im kommenden Jahr werden die Investitionen in die Zukunft unserer Stadt weitergehen. Die Grundschule Hoffnungsthal steht im Plan. Hier sollen die baulichen Möglichkeiten verbessert werden um dem Raumbedarf für die offene Ganztagsbetreuung, die hier an deutliche Grenzen stößt, gerecht zu werden. Und um zugleich auch die Möglichkeiten der Grundschule zu verbessern. Im Bereich der neuen Medien soll ab dem kommenden Jahr mit dem Anschluss der Schulen an schnelles Internet, also ans Glasfasernetz und die Herrichtung der technischen Notwendigkeiten in den Schulen, den Entwicklungen und Anforderungen Rechnung getragen werden. Im Hinblick auf Tiefbaumaßnahmen steht zu berichten, dass der Ausbau des Sandwegs ebenso auf der Agenda steht, wie der Ausbau der Straße "An der Foche" und des Gerottener Wegs. Hier treffen Straßenbau und Schulwegsicherung aufeinander. Weitere geplante Maßnahmen sind der Ausbau des Heinrich-Heine-Wegs und weiterer Ausbau des Lindenwegs. Doch nicht nur für den PKW-Verkehr werden Maßnahmen angeschoben, denn auch für Radfahrer und den ÖPNV sind Maßnahmen im Haushaltsplan 2019 enthalten. Seien es Radwege, die weiter ausgebaut werden, eine Mobilstation am Bahnhof Rösrath oder auch die Verbesserung von Park & Ride - Parkplätzen. Schließlich geht es auch bei den Feuerwehrgerätehäusern weiter. Im nächsten Jahr soll das Objekt in Kleineichen ertüchtigt werden. Hierfür haben erst kürzlich die Mitglieder des Hauptausschusses den Bedarf festgestellt. Und für die Entwicklung des Feuerwehrstandortes Hoffnungsthal mit den Zentralen Werkstätten stehen erhebliche Investitionsmittel zur Verfügung. Auch die Siedlungsentwicklung in Rösrath steht in besonderem Fokus. Die Nachfrage nach Wohnungen und Baugrundstücken ist ungebrochen hoch. Leider haben sich nicht alle Planungen realisieren lassen. Dennoch wird in Rösrath die Siedlungsentwicklung weitergehen, mit Bauvorhaben und Baugebieten in Rösrath an der Bensberger Straße, in Venauen und in Forsbach "Heidchenwiese". Hier werden zusätzliche Wohn-Kapazitäten in unterschiedlicher Ausprägung entstehen, von gefördertem Wohnraum bis hin zu hochwertigen Baugrundstücken. RR: Haben Sie für unsere Leser ein Schlusswort? MM: Ich bin dankbar für die vielen ehrenamtlich aktiven Menschen in der Stadt, ohne die zahlreiche Projekte nicht gelingen könnten. Den Vereinen und Organisationen, die unsere Stadt so sehr vielfältig lebenswert machen, ebenfalls all den Mitarbeitenden im Rathaus, die vorausschauend und kreativ mitwirken. Mein Dank gilt auch der Ratsmannschaft, die oftmals bis in die Nacht hinein kontrovers diskutiert und inhaltlich nur das Beste für die Stadt erreichen möchte. Aus dem Entwurf des Haushalts ist abzulesen, dass trotz der nach wie vor angespannten wirtschaftlichen Situation, die Zukunft gestaltet wird und gestaltet werden kann. Dies ist auch notwendig, um den Charakter der Stadt Rösrath zu erhalten und zugleich den sich stellenden Herausforderungen gerecht zu werden. RR: Wir danken für das Gespräch! (mrs)
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