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De Palmdag,

so wird der Palmsonntag in Holland genannt. Er ist in Erinnerung an Jesus Christus gedacht, als er in Jerusalem mit Palmzweigen auf einem Esel reitend von der Bevölkerung mit "Hosianna" begrüßt wurde.

Unsere Familie in Rheurdt, brachte am Palmsonntag die Palmbuschen zur Segnung in die Messe. Zu Hause steckte der Vater im Beisein aller den Buschen hinter das Kreuz, das im Wohnzimmer hing mit den Worten:

"Eck steck een Pälmke an Poschedag, Gott bewahr ons vor Blitz-Hagel en Donnerschlag".

Im Berchtesgadener Land ist der Tag mit viel Tradition verbunden.

Der Vater schneidet die Palmen und Weidenkätzchen, die er dann bindet, die Mutter bastelt den Palmschmuck aus gefärbten Hobelspänen "Geschabertbandln" und losen Bändern. Die Buben stellen diese Palmbäume auf die Felder, in klein finden sie Platz im Herrgottswinkel un der Wohnung.

Das Vertrauen auf die Kraft der geweihten Buschen war hier so groß, dass früher selbst den Hühnern und Gänsen die gesegneten Weidenkätzchen in den Schlund geschoben wurden, bei Halsweh schluckte der Bauer sie selbst und bei Gewitter wurden einzelne Zweige in den brennenden Ofen hineingegeben.

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Veröffentlicht
21. April 2017, 00:00
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21. April 2017, 00:00
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